Gedenkseite von Bonnie meine Lieselotte

Bonnie meine Lieselotte
tempus fugit amor noster manet in aeternum
Hund [Englisch Cocker Spaniel]
Veröffentlicht am 04.10.2017 von Suse
Betreut von: Filiale Düsseldorf



Ich fand heraus, dass einem in tiefen Kummer, von der stillen hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet. Geliebtes Fellschnütchen Bönie, ich habe mit dir meine beste Freundin, meine Gefährtin in jeder Lebenslage, meinen treuen Schatten - meine Seelenzauberin und Herzenstherapeutin verloren. Ich bin so unendlich traurig... Ich danke dir für all die wundervollen Jahre, die du mir geschenkt hast, und sage dir ein leises '"Adieu"... "Bewahr' mir ein Erinnern, wie einen Lebenskuss, so bleib' ich in der Nähe, auch wenn ich gehen muss. Erzähl' von mir mit Lachen, so war ich ja einst. Erzähl' die tollsten Sachen, auch, wenn du später weinst..." (Gisela Steineckert Quelle: Erster Montag im Oktober. Gedichte. - Verlag Neues Leben, Berlin 1986).
Kondolenzbuch
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Kommentare
Ingrid
Kommentar vom 01.02.2018

An einem tristen, grauen Donnerstag soll Dich ein Blumenmeer aus meinen Lieblingsrosen grüßen ... Hallo Bonnie, da bin ich wieder! Ich wollte Dich schon die letzten Tage besuchen kommen aber meine Ingrid macht mal wieder Kummer. Je näher wohl mein 1.Regenbogentag kommt um so schlechter scheint es ihr wohl zu gehen. Wenn ich nach unten schaue, dann seh ich sie so gleichgültig und abwesend am Boden sitzen, immer mit ihrem heiß geliebten "Haferl" Kaffee. Weißt Du Bonnie, mein Frauchen sitzt seit meiner Reise in die Ewigkeit am liebsten am Boden. Sie sagt da wäre sie gut aufgehoben und sie könne nicht mehr tiefer fallen. Und der Aufprall unten tut auch nicht mehr weh weil sie ja eh schon unten ist. Hm hm hm, ich muss mir was einfallen lassen. Ich habe heute morgen als ich aufgewacht bin, deine wunderschönen Rosen gefunden. Oh liebe Bonnie dafür danke ich Dir sehr! Sie erinnern doch so sehr an mein Zuhause, dort wo ich so gerne gelegen bin. Hab mit den wunderschönen Rosen gleich unser ganzes Wolkenhäuschen geschmückt, Streunerle hat mir fleissig geholfen. Ja da bin ich Dir noch die Geschichte von Streunerle "schuldig ". Es war der 9. September vergangenen Jahres. Gegen 21 Uhr ging mein Herrchen vor die Haustüre um sein Pfeiferl zu rauchen. Und da stand wie aus dem Nichts plötzlich eine Katze vor ihm. Schwarz/ weiß mit etwas braun, etwas längeres Fell, zerkratzen Ohren, zerkratzer Nase und übelst riechend nach Kuhstall. Er rannte zurück ins Wohnzimmer um Frauchen zu holen. Da mein Frauchen schon ein bisserl Ahnung von uns Katzi`s hat, war ihr schnell klar dass das Kerlchen voller Flöhe ist. Also musste er draußen im überdachten Eingangsbereich bleiben, aber er hat ein Körbchen mit Decke bekommen. Und Hunger hatte er auch ordentlich. Frauchen hatte noch ein paar Tütchen zu Hause. Null komma nix hat er die Tüte gefuttert und ein Schälchen Milch noch hinterher geschlabbert. Meine Güte war die Katze ausgehungert. Ja und dann hat er es sich im Körbchen gemütlich gemacht. Und schlief ... und schlief ... und schlief...Frauchen hat gegen 6 Uhr morgens nach ihm gesehen, er schlief tief und fest, hob jedoch sein Köpfchen als Frauchen darüber streichelte. Okay dachte Frauchen, wer weiß wie lange er schon nicht mehr in Ruhe schlafen konnte. Gegen 11 Uhr kam meine Menscheneltern das jedoch seltsam vor. Mieze ließ sich nur schwer aufwecken. Also hat mein Frauchen versucht unseren Tierarzt zu erreichen. War ja Sonntag. Leider war er in Urlaub, der Anruf wurde aber gleich zu seiner Vertretung durchgestellt. Sie wäre ab 14 Uhr in der Praxis, ließ die Tierärztin Frauchen wissen. Beim Hochheben des Katerles war den Beiden klar, hier ist alles im Argen. Die Katze besteht fast nur noch aus Fell. Katerle wurde dann bei der Tierärztin untersucht, mit vernichtenden Diagnosen. Vollkommen dehydriert, Schleimhäute bereits fast weiß, Geruch lässt wohl auf Nierenversagen deuten, die Ohren waren nicht zerkratzt sondern von Krebs zerfressen, Gebiss nur noch ein einziger Zahn vorhanden (das wohl noch kleinste Übel) und äußerst kritischer Allgemeinzustand. Die Tierärztin merkte an man könne es evtl. mit einer Intensivtherapie versuchen, erklärte aber im gleichem Atemzug dass es nur eine kurzeitige, lebensverlängende Maßnahme wäre. Sie würde die Erlösung befürworten..... So geschah es dann im Beisein von meinem Frauchen, sie hat ihn gestreichelt bis er nicht mehr atmete. Und kurz danach sind unzählige Flöhe aus seinem Pelzchen gekrabbelt. Ein schrecklicher Anblick!!! Meine Menscheneltern haben ihn zu mir geschickt und Streunerle wohnt jetzt bei mir. Wir haben ein WG gegründet und verstehen uns prächtig. Nur wenn ich mal unser Wolkenhäuschen auf Hochglanz bringen möchte, ist Streunerle plötzlich auf unerklärliche Weise spurlos verschwunden. Ha ha der kleine Schelm!!!! Liebe Bonnie, also dass das mit der Tolle nicht so geklappt hat find ich schon ein bisserl schade. Ich hätte auch so gerne so ein pinkes Bändchen gehabt, aber das "Igelchen" ist auch okay. Amigo hat gesagt ich würde toll damit aussehen. Streunerle hat sich weggeworfen vor lauter Lachen. Hast Du gesehen, im Regenbogenland feiern die Anubiser Fastnacht, bei mir zu Hause sagt man Fasching. Streuerle kommt immer als Cowboy und verschießt auf jeder Elferratssitzung kiloweise Watteflauschbällchen. Ich hab mich für ein Biene Maja Kostüm entschieden. Willst Du vielleicht mein "Willi" sein? Hab leider noch keinen gefunden. Und dein Mittagessen neulich war so köstlich, Du hast an alles gedacht und schau wie gut uns alles gemundet hat. Es ist nicht übrig geblieben. Das machen wir bald mal wieder! Meggie lässt Dich auch ganz lieb grüßen, sie ist ja immer mit Kalle unterwegs, meist sitzen sie am Regenbogensee und beobachten die Tiere dort.Die beiden verstehen sich richtig gut. Liebe Bonnie, nun lass ich dich in Ruhe dein Mittagsschläfchen halten und quassle dich ein ander mal wieder voll! Komm doch mal abends mit Amigo vorbei, wir könnten einen Spieleabend veranstalten. Oder wir gehen in unser Clubhaus, dort ist auch immer was geboten. Ich sag dann mal Servus liebe Bonnie ... den Servus ist der tolle Gruß aus Bayern ... er steht für vieles ... nur nicht für Lebwohl und Abschied! Bis bald liebste Bonnie Deine Tammyli und Meggie und Streunerle Liebe Sue, vielen lieben Dank für ihren gestrigen Besuch bei meiner Tammyli. Ich habe heute einen etwas besseren Tag als die vergangenen. Darum fällt mir das Schreiben auch leichter. Wenn über mich mal wieder ein "Sattelschlepper rollt" bin ich meist unsichtbar verschwunden. Es fällt mir auch momentan unsagbar schwer Anubis zu besuchen. Doch es plagt das schlechte Gewissen dort tagtäglich so liebe Kerzen zu erhalten und diese nicht zu beantworten. Solche Trauerseiten können "Fluch" und "Segen" sein. Man bekommt nicht den nötigen Abstand zum Geschehenen, auf der anderen Seite sind dort ja all die lieben Menschen, die das gleiche, traurige Schicksal ertragen müssen. Und das hilft dann doch wieder etwas auf dem weiten Weg durch das tiefe Tal der Trauer. Liebe Sue, seien sie gewiss, dass ich mich bestimmt verabschieden würde wenn ich nicht mehr zu Besuch kommen würde. Aber ich habe dies nicht vor, denn ich bin sehr, sehr gerne mit Ihnen verbunden. Sie sind mir doch schon sehr an`s Herz gewachsen. Obwohl man sich noch nie im Leben begegnet ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, Tierbesitzer sind aus einem anderen Muster gestrickt. Ich habe heute die traurige Geschichte unseres Streunerles erzählt, glauben sie mir, das ganze treibt mich immer noch um! Und ich kann es immer noch nicht verstehen. Wir dachten an einen Wink des Schicksal ... ja vielleicht hat Tammyli ihn geschickt ... Ich sollte einfach aufhören zu denken und zu fragen ... eine Antwort kriegt man nicht! Ich gönne mir jetzt die gefühlte 10. Tasse (ach nein "Haferl") und begeb mich für ein viertel Stündchen auf die "unterste Etage" hier im Wohnzimmer. Da sitz ich wirklich seit 2.4.2017 am allerliebsten. Liebe Sue, ich komme sehr gerne wieder vorbei, vielleicht lässt es das Wochenende zu und ich bin dann mal besser drauf um auch mal etwas fröhlicher zu schreiben. Ich schick Ihnen wie immer, auch heute, den festesten, herzlichsten Händedruck den meine zarten Händchen hergeben können und sage DANKE für diese wunderbare Freundschaft. In lieber Verbundenheit Ihre Ingrid mit ihrem geliebten, braunen Bärchen Tammyli & Meggie & Streunerle
Bonnie & Frauchen
Antwort vom 01.02.2018

Hallo liebe Freundin Tammyli, puhh... Das muss ich nun erst einmal halbwegs verarbeiten, was du mir über Streunerle erzählt hast... Ich war zwar darauf gefasst, da es eine traurige Geschichte sein würde, trotzdem bin ich erschüttert. Es tut mir so unsagbar leid, armes Streunerle, erst im Moment deines herannahenden Todes, durftest du noch einmal erleben, was menschliche Fürsorge und Zuwendung bedeutet... Kommt geschwind herbei, alle beide, und auch Meggie und Kalle - Gruppenkuscheln! Ach Tammyli, was soll ich dir dazu sagen, was du da siehst, wenn du hinab zu deinem Frauchen schaust. Ich seh' ja nicht so viel anderes, und raufe mir ratlos die Cockerohren, weil ich nicht weiß, wie ich das ändern kann. Frauchen kennt da einen Spruch, den sie gerne hin und wieder angewendet hat, der lautet "Kopf hoch. Unsere Lieben wollen unsere Gesichter sehen." Und mal ehrlich Tammy, am Boden ist dir dein Frauchen noch weniger nahe, als wenn sie aufrecht stünde... Aber ich sollte besser meine Schnute halten. Frauchen kann immer so klug daher reden, und manchmal hat sie auch recht gute Ansätze dabei, nur, damit sich auch selbst daran zu halten, hapert es gewaltig. Das ist so typisch Frauchen. Immer bereit und eine Idee überlegend, wenn es darum geht, dass sie anderen helfen möchte, ihren Kummer mit zu tragen, aber völlig ratlos betrifft es sie selbst. Immerhin hat sie inzwischen erkannt, wie seltsam ihre "Ratschläge" wirken mögen, wenn sie doch selbst nichts davon umzusetzen in der Lage ist. Aber sie ist immer noch eine prima Zuhörerin, und kann außerdem mitfühlen und nachempfinden, warum du deinem Frauchen unbedingt sagen solltest, dass mein Frauchen jederzeit ein offenes Ohr für sie hat, und das bestimmt nicht nur für lustige Geschichten. Im Gegenteil. Oh, wenn ich Streunerle in die Pfoten bekomme... Na warte... Dich auszulachen... Also sowas...! Wenn ich ihn erwische, verpasse ich ihm einen Irokesen Schnitt. Ehrlich Tammyli, und Amigo hat ganz recht, hast ganz schrecklich entzückend ausgesehen mit deinem Igelchen! Und bitte gräme dich nicht. Wenn du dir die Haare noch ein wenig wachsen lässt, dann bekommen wir auch die Tolle hin. Oder meinst du doch eher den Zopf? Du, den hat Frauchen mir immer zum Fressen verpasst, damit ich mir die langen Cockerohren nicht mit Futterresten dekoriere, die dann andere auf der Hundewiese genussvoll daraus heraus zupfen. Außerdem wurden dadurch meine Öhrchen belüftet. Durch die langen schweren Ohrbehänge haben Cocker nämlich gerne auch mal Probleme mit ihren Ohren. Ich hatte alles mögliche andere zwar, aber immerhin nie Kummer mit meinen Ohren. Ein Zopf mit deinen Öhrchen also, wird wirklich schwierig, aber, wenn du so gerne etwas rosa farbenes im Haarkleid tragen möchtest, wir finden bestimmt etwas unter meinen Accessoires. Vielleicht eine schöne Spange, die du dir an dein Ohr machen kannst, oder, wenn dir das zu albern vorkommt, wie wäre es mit einem hübschen Satinband als Halsschmuck? So a la Aristocats. Ach stimmt ja, es ist Karnevalszeit... Eine Biene Maja bist du also? Also ich will's mal so sagen, wenn du keinen anderen Willi findest, würde ich mich aus Freundschaft bereit erklären, dir den Willi zu machen, und dich begleiten. Proportional passt das ja ganz gut. Aber eigentlich, und das, obwohl Frauchen und ich zuletzt inmitten der Karnevals Hochburg lebten, und Frauchen sogar ursprünglich eine Rheinländerin ist, haben wir es nicht so mit Alaaf und Helau. Weißt du, als was Amigo geht? Er hat mir noch gar nichts erzählt. Es freut mich, dass dir das Essen gemundet hat. Das können wir gerne, und in allen nur erdenklichen Variationen, jederzeit wiederholen. Denn, wenn auch einiges sonst irgendwie doof ist, das mit der Landschaft, dem Klima und dem Futter ist hier im Regenbogenland echt prima. Und wir können im Prinzip alles auch mal kosten, was uns früher verwehrt war, weil wir schließlich alle wieder jung und gesund sind. So habe ich zB neulich erst mal Kaffee probiert. Früher undenkbar. Ich wollte mal wissen, was Frauchen daran so toll findet, dass sie quasi nichts anderes trinkt, und überall schon als "Kaffeetante" bekannt ist. Dein Frauchen scheint ja auch eine davon zu sein? Hast du Kaffee mal gekostet? Also ich fand es gar nicht sooo übel. Allerdings nicht so lecker wie Schokolade, etwas was Frauchen auch sehr gerne mag, und die endlich mal auch von mir probiert werden musste. Mhhmhh! Jetzt habe ich Hunger darauf bekommen. Du auch? Komm', dann lass' uns einen großen Topf Schoko-Pudding kochen, mit ganz viel Sahne, den wir dann verputzen, bis kurz bevor uns schlecht wird. Das hat Frauchen immer mal gerne gemacht, und dann hat sie gelacht und gesagt "wenn ich jetzt auch nur noch einen einzigen Löffel voll mit Pudding esse, wird mir übel", aber sie wirkte immer sehr zufrieden dabei, wenn sie sich dann mit mir aufs Sofa gekuschelt hat, und ich meine Nase in ihr Gesicht stupste, weil sie so köstlich nach Schokolade duftete. Inzwischen hat sie schon lange keinen Pudding mehr gekocht... Überhaupt... Wie dein Frauchen auch, hat sie zu nichts mehr Lust, vieles was einst wichtig war, oder sie interessiert hat, ist plötzlich völlig belanglos geworden. Alles "Leichte" scheint verschwunden. Stattdessen Resignation und Traurigkeit. Dabei wissen beide gewiss ganz genau, dass wir sie "so" am liebsten nicht sehen möchten, schon gar nicht unseretwegen, aber ich befürchte, dass wir das alle werden irgendwie aushalten müssen, und nicht viel mehr tun können, als zu versuchen, uns gegenseitig verständnisvoll Halt und Trost zu sein. Liebe Tammyli, es ist sehr schön, dass du mich besucht hast, und ich freue mich schon jetzt, wenn du wieder vorbei schaust, egal wann und egal wozu, denn "vollgequasselt" fühle ich mich garantiert von dir niemals! Gerne schaue ich auch zu einem Spieleabend bei dir vorbei, und freue mich, wenn auch Amigo mit von der Partie ist. Ich hätte dafür sogar noch eine ergänzende Idee... Frauchen hat nämlich sozusagen einen zweiten Wohnsitz für mich eingerichtet, und da hat sie ein Zimmer zu einer Art "kommunikativer Begegnungsstätte" angebaut. Das Ganze ist zwar ganz klein und beschaulich nur, aber da könnten wir uns nach Verabredung dann alle gemeinsam direkt treffen. Du kannst ja mal darüber nachdenken, ob du Lust dazu hättest, und dann fragen wir noch Amigo, ob er auch dazu kommen mag, und dann schauen wir mal, wie und ob es uns dort gefallen könnte. Nun sende ich dir einen lieben Cockerschmatz mitten rauf auf dein Näschen und sage "Servus". Liebste Grüße auch an Streunerle, Meggie und ihren Kumpel Kalle, sendet deine Freundin Bonnie Liebe Ingrid, ich bin betrübt darüber zu lesen, dass Sie wieder in ein so tiefes Loch gefallen sind, aus dem sich so schwer herausfinden lässt, dass auch die Besuche bei Anubis eher schwer fallen, als dass sie helfend nützen. Ich hatte vor einigen Wochen mal darüber nachgedacht, ob ich mit Bonnie nicht nach Anubis-Land umziehe, mich dann aber dagegen entschieden. Nicht nur, weil Bonnie nun mal irgendwie in den Rosengarten gehört und hier "heimisch" geworden ist, sondern auch, weil ich mich genau davor fürchtete, was Sie so treffend als Fluch und Segen zugleich beschreiben. Ich kenne mich und meine Ansprüche an mich selbst gut genug um zu ahnen, dass ich in einem häufig wiederkehrenden Zwiespalt geriete zwischen dem Gefühl von Dankbarkeit, aber eben auch einer gewissen selbstauferlegten Verpflichtung alles und möglichst doppelt wieder zu geben, was ich an Gutem erfahren habe. Und, wenn ich mir das bei Anubis so ansehe, bin ich gleichermaßen ge- wie berührt und fasziniert von dem Zusammenhalt, aber ich wüsste von mir selbst auch, dass ich überfordert damit wäre, den Anspruch an mich selbst zu empfinden, mich eben nicht einfach schweigend zurückziehen zu können, wenn mir das alles für den Moment zu viel würde. Und dann, was passiert dann? Dann läuft man Gefahr sich Worte aus dem Gefühl einer Verpflichtung heraus aus dem Hirn zu wringen. Das möchte, und das mag ich auch nicht. Ich möchte da bei mir bleiben, und mich darauf beschränken, dass, wenn ich etwas schreibe oder ein Licht hinterlasse, es in diesem Augenblick auch aus einem tiefen Gefühl und Bedürfnis der Verbundenheit und des Gedenken geschieht. Die Trauer um Bonnie macht mir ohnehin schon Stress genug, da erlege ich mir lieber keine zusätzlichen Faktoren auf. Ich bin darum nicht unverbindlich, oder halte mir alle Wege offen, aber ich sträube mich, mich in einen verpflichtenden Rahmen pressen zu lassen, um der Sorge zu entgehen, undankbar oder gar gedankenlos zu wirken. -Und wenn ich dieses Gefühl auch nur für mich selbst so hätte. Ich finde, dass man sich gerade in Zeiten der Trauer das Recht herausnehmen darf, nach der Devise zu handeln "alles kann, nichts muss". Ich werfe diese Gedanken einfach mal so in den Raum, vielleicht könne Sie ja etwas davon für sich herausziehen, was Ihnen in Ihrem augenblicklich empfundenen inneren Konflikt nützlich ist. Streunerles Geschichte hat mich tief berührt. Ja, da denkt man an einen Wink, an ein gesendetes Geschenk aus dem Himmel, und dann... Das Schicksal ist oft so schrecklich grausam. Da hätte alles endlich auch gut für Streunerle werden können, und er hätte erfahren dürfen, wie liebevoll Menschen sein können, wie fürsorglich und behütend, wobei er gleichzeitig auch als ein kleiner Trostspender und Bote hätte fungieren können, aber das Schicksal hatte andere Pläne, und hat ihn nur für wenige Stunden das alles erfahren lassen, um es auf seiner letzten Wanderschaft mit in sein Gepäck zu packen. Da steh man dann doch einfach fassungslos da, und fragt sich, was der tiefere Sinn darin ist, und, warum man ihn nicht erkennen kann, damit man sich vielleicht irgendwie "abfinden" könnte damit... Und trotzdem bin ich froh darum, dass er diese Erfahrung der liebevollen menschlichen Fürsorge überhaupt hat machen dürfen, und nicht ohne sie von dieser Welt gehen musste. Vielleicht also ist das Schicksal doch nicht immer so grausam, sondern manchmal auch gut und gütig. Liebe Ingrid, ich freue mich ganz aufrichtig immer sehr darüber, wenn Sie mit Tammy bei Bonnie vorbei kommen. Und dabei spielt es für mich keine Rolle, ob Sie fröhlich schreiben, oder von Ihren traurigen Gedanken berichten. Ich höre beides, und Ihnen gerne zu. Schließlich sollte es auch das sein, was die empfundene Verbundenheit zueinander ausmacht, die uns, wenn auch unter so traurigen Umständen, zusammen geführt hat. Darin bin ich wirklich ganz und gar unkompliziert, und so kann ich Sie nur dazu ermuntern, dass Sie sich niemals zurückhalten müssen, weil Sie glauben, dass Ihre Gedanken zu düster, und nicht genügend Fröhlichkeit darin enthalten sei. Wenn nicht jemand wie ich in einer so vergleichbaren Lage Verständnis dafür hat, wer denn dann? Heute erweitere ich die Erwiderung des Händedrucks einmal darum, dass ich Ihnen mit meinem "Kaffee Pott" zuproste. Bei mir sind es keine gefühlten 10 Tassen Kaffee, es -sind- 10 Tassen, mindestens. Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut durch die herannahende Nacht kommen, und in ein lebbares Wochenende starten. Und, liebe Ingrid, eines noch, mit meinen Händen kann ich nicht nur andere Hände drücken, ich kann mit ihnen auch jemanden vom Boden aufhelfen, wenn der gerne aufstehen möchte... Ansonsten setze ich mich halt einfach eine Weile dazu. Mit sehr lieben und freundschaftlich empfundenen innigen Grüßen Ihre Sue mit Bonnie für immer und überall und lieben Gedanken an Tammyli, Streunerle und Meggie

Unbekannt
Kommentar vom 01.02.2018

Hallo mein liebes süßes Bönchen, heute Nacht findet eines jener außergewöhnlichen Himmelsphänomene statt, welches nur alle Jubeljahre zu bestaunen ist. Bestaunen wäre, trifft es heute Nacht besser, denn der Himmel ist so dicht und wolkenverhangen, dass man von dem super Vollmond, der gleichzeitig ein Blutmond, ein blauer Mond, und eine Mondfinsternis bietet nichts zu sehen bekommt. Schade. Es wäre eine perfekte Gelegenheit, in den Himmel zu schauen, und dabei eine ganz andere emotionale Sichtweise bei diesem Anblick zu haben, wie, wenn man nur in eine dunkelgraue undurchsichtige Masse schaut, in der nicht mal ein Sternchen funkelt. Andererseits, vielleicht ganz gut so wie es ist. Wäre der Himmel hell, und der Mond sichtbar, würde ich nur noch mehr darüber nachdenken, dass ich mir mit dir garantiert den Vollmond angeschaut hätte. Ich würde darüber sinnieren, wie wir uns ein Plätzchen gesucht hätten, wo der volle rote Mond besonders gut sichtbar gewesen wäre, und wie ich, mit die im Arm, all meine Gedanken gebündelt hätte, und sie zu denen in die Ewigkeit geschickt hätte, die mich/uns bei diesem Licht vielleicht auch besonders gut erblicken können - und ich hätte dir davon erzählt. Der Gedanke, dass ich dieses Mal nicht nur alleine dastehen würde, sondern auch dich in meine Himmels- Grüße Aufzählung einbeziehen müsste, ist ganz grauenvoll... Ich bin auch ein wenig froh darum, dass der Mond nicht sichtbar ist, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ich schlafwandele dadurch erheblich geringer ausfällt. Was haben wir für "ulkige" Sachen zusammen erlebt, wenn dein Frauchen mal wieder schlafend durch die Gegend spazierte... Ich hatte immer große Sorge, dass ich dich dabei eines Tages mal stumpf über den Haufen rennen würde, gerade weil du mir ja immer dicht auf den Fersen warst, oder, dass ich mit dir nach draußen gehe, und nicht mitbekomme, ob du auch wieder mit hinein kommst, dass du dich gar in der Haustür einklemmst, oder ich dich in einem Raum in der Wohnung einsperren könnte. Von all den eher harmlosen Missgeschicken die hätte passieren können, waren das meine absoluten Horrorvorstellungen, die mir echt Sorgen bereiteten. Und was ist in all den Jahren tatsächlich passiert? Nichts. Nicht mal zu Zeiten, in denen ich besonders aktiv war, und die dollsten Sachen im Schlaf veranstaltete. Wenn ich wieder wach war, lagst du entweder gemütlich auf einem deiner Plätze oder bei mir, alle Pfoten waren noch da, die Öhrchen unversehrt, und der ganze Hund gesund und munter. Manchmal brachte dir der schlafende Zustand deines Frauchen sogar einen Extra Snack ein, wie anhand des benutzen Napfes und der Utensilien erkennbar war, welche ich später dann in der Küche vorfand. Ein, oder waren es sogar zwei oder gar noch mehrere Male, muss ich wohl auch mit dir draußen gewesen sein, denn ich hatte sogar im Schlaf daran gedacht, dir dein Geschirr anzulegen. Nur wieder ausgezogen hatte ich es nicht. Und wie verwundert musst du gewesen sein, als sich dein Frauchen zu dir ins Körbchen legte, statt in ihr Bett zu gehen... Von nächtlichen Aktivitäten wie Fenster putzen oder Salat schnippeln ganz abgesehen. Ich war auf jeden Fall immer sehr besorgt, dass dir dabei mal etwas passieren könnte, und konnte erst etwas entspannter mit der Situation umgehen, als mir MS, der das hin und wieder beobachten konnte, erzählte, wie das so aussieht, wenn ich Schlafwandel und du nebenher cockerst. Denn mal abgesehen davon, dass die Situation natürlich mitunter etwas bizarr wirkte, und er sich dann und wann erschrocken hat, war das Miteinander zwischen dir und mir wie immer, warum er manchmal sogar erst auf den zweiten Blick überhaupt bemerkte, dass du diejenige warst, die wach war. Demnach bin ich sogar schlafend vorsichtig über dich hinweg gestiegen, wenn du dich vor meinen Füßen abgelegt hattest, habe nie eine Tür vor deiner Nase verschlossen, oder mich sonstwie gefährdend für dich bewegt. Mehr noch hatte MS berichtet, dass du auf mich aufgepasst hast, dass du zu spüren schienst, dass Frauchen nicht Herr ihrer Sinne war. Das muss alles schon sehr merkwürdig ausgesehen haben, und ich hätte mich gerne selbst einmal mit dir dabei beobachtet, um auch wirklich alle Ängste loszuwerden, denn je entspannter ich bin, um so weniger kommt es überhaupt zu solchen "Nachtwanderungen". Und wie sieht es jetzt aus? Ob ich wohl auch beim Schlafwandeln registriere, dass du nicht mehr da bist, wo du immer warst? Und tut die Erkenntnis dann auch so weh? Süße Bönie-Maus, mein Herzenshund, mein geliebter Fellengel, komm' wir schieben uns eine kleine Lücke in die Wolkendecke, und dann treffen sich unsere Blicke auf dem Mond. Und in dem meinen kannst du lesen, wie lieb ich dich habe.

USCHI !!!
Kommentar vom 31.01.2018

Für die unvergessliche Bonnie und Ihr liebes Fauchen !!! *-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-* Schau in den Himmel !!! So viel Zeit und tausend Sehnsüchte trennen Mich von Dir , auf diesem Weg schicke Ich Meine Gedanken zu Dir , in Meinem Herzen bleibst Du doch immer bei Mir , Ich muß noch ein wenig ohne Dich aushalten hier , doch eines schönes Tages das weiß Ich da folge Ich Dir !!! Ich geh in Erinnerungen zu der Zeit als Du mit Mir gelebt , schau in den Himmel da wo die Nebelschwaden Dein Bild gewebt !!! Ich weiß nicht wie lange Ich Mich noch nach Dir muß sehnen doch irgendwann kann Ich Dich wieder in Meine Arme nehmen !!! Ganz Herzliche Grüße von Uschi !!! *-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.*-*`•.*-*`•.°=°.

Sue und Bonnie
Antwort vom 01.02.2018

Liebe Uschi, vielen lieben Dank für diese schönen Zeilen von dir! Hast du das Gedicht selbst geschrieben? Schon die erste Zeile hat mich sehr berührt... Wie treffend... Ich danke dir, dass du diese schönen Worte, die neben der Traurigkeit auch so viel Hoffnung in sich tragen, zu Bonnie gebracht hast, um sie mit mir zu teilen. Ich sende dir ganz herzliche Grüße, und Bonnie verteilt Cocker -Küsschen an Monty und Luna Sue mit Bonnie überall
Christel
Kommentar vom 31.01.2018

Liebe Bonnie, wir denken sehr viel an Dich, auch wenn wir nicht täglich hier sind... Einen Herzensgruß auch an Dein Frauchen, wir wünschen ihr weiterhin viel Kraft und alles Gute.. In enger Verbundenheit Euer Mumpi & Frauchen (Anubis)
Jessica
Kommentar vom 30.01.2018

Liebe Sue, deine Worte haben mich zutiefst berührt. Die Vorstellung, dass auch Amigo gesund und munter angerannt kommt, ist unvorstellbar schön. Nachdem ich mich zu ihm herunter gekniet hätte, würde er seinen Kopf so fest in mich hineindrücken, dass ich unter Lachen fast nach hinten kippe. Es stimmt, ich beginne das Leben an sich ganz anders zu schätzen, nachdem ich die Endlichkeit des Lebens eines geliebten Familienmitgliedes so schmerzhaft vor Augen geführt bekommen habe. Begegne ich ein Mensch-Hund Team, sehe ich nicht mehr nur einen Mensch mit Hund, sondern versuche zu vermitteln, dass der Mensch diese Beziehung zu seinem Tier in vollen Zügen genießen soll. Es gibt einen Tag, der diese langjährige Beziehung beenden wird. Ich frage mich manchmal warum ich es nicht wahr haben wollte, dass ein Hundeleben nicht so lang ist wie das eigene. Wäre der Schmerz über den Verlust dann vielleicht nicht so stark wie er jetzt ist? Und warum kommen andere in gleicher Situation wie wir, deren Hunde zudem auch komplett in die Familie integriert waren besser mit dem Verlust klar- jedenfalls rein äußerlich? Ich bemühe mich in meinem „Werkzeugkasten“ ( eine schöne Beschreibung übrigens)Stück für Stück nach einem Weg heraus aus der Trauer zu finden, ohne dass ich das Gefühl habe, Amigo nicht mehr den nötigen Raum in meinem Leben einzuräumen, den er einfach verdient hat. Ich hoffe wiederum sehr für dich, dass dir der begünstigende Umstand der längeren Lebenserfahrung zu gegebener Zeit einen Weg heraus aus der Trauer aufzeigt. Zurzeit quält mich das Gefühl von Hoffnungslosigkeit ganz stark. Deshalb habe auch ich momentan große Probleme zu schreiben. Ich fühle mich nicht richtig und es fällt mir umso schwerer. Noch dazu hätte Amigo nächsten Sonntag seinen 16.Geburtstag gefeiert. Ein kleiner Trost für mich, dass er seine Geburtstagstorte letztes Jahr wenigstens noch genießen konnte. 1 Monat später ging ja alles los... Mit dem Gefühl, dass Bonnie immer ein Teil von dir bleiben wird, auch wenn sie körperlich nicht mehr da sein kann, wünsche ich dir ein möglichst gutes Überstehen dieser Woche. Ein Herzensgruß von Jessica mit Amigo im Herzen und immer in ganz liebem Gedenken an deine Bonnie-Maus.
Sue
Antwort vom 30.01.2018

Liebe Jessica, es tut mir leid zu lesen, dass du so traurig bist, und dich darüber hinaus auch gesundheitlich nicht wohl fühlst, und wünschte, ich könnte dir etwas Gutes tun. Mir schossen glatt wieder die Tränen in die Augen als ich las, dass Amigo seinen Kopf immer so fest an dich gedrückt hat, dass man sich regelrecht dagegen stemmen musste, wenn man nicht auf dem Hintern landen wollte. Bonnie hat das auch gemacht. Gerade so, als würden sie einen Eingang suchen, um regelrecht in einen hineinkrabbeln zu können. Und dabei vibrierte und wackelte der ganze Hund vom hinteren Teil ausgehend. Ja, ich halte mich oft an dieser Vorstellung davon fest, wie es aussehen wird, das Wiedersehen. Würde ich nicht daran glauben, wie viel größer noch wäre dann wohl meine Verzweiflung. Und so freue ich mich, mit dir diese kleine Träumerei geteilt haben zu können. Um in dem Bild mit dem Werkzeugkasten zu bleiben, ich habe mir meinen Arbeitsoverall übergestriffen, und krame wie wild in meinem Werkzeug herum, mich darauf besinnend, dass ich doch eigentlich früher so gehandelt habe, Probleme und Sorgen "umzubauen", und so zu modifizieren, dass sie irgendwie in mein Lebenswohnzimmer passen. Und richtig, eigentlich sollte mir dabei meine Erfahrung als Bauleiterin zugute kommen, aber, wenn das Werkzeug nichts mehr taugt... Jeder Schraubenschlüssel ausgelutscht, die Säge stumpf, und die Griffe abgebrochen, sehe ich mich dem Problem gegenüber, dass alles was ich mühselig zusammengezimmert habe, zusammenkracht und nicht halten will. Ich ahne, dass es dir im Augenblick wohl gerade ganz ähnlich ergeht, trotz "besserem Werkzeug", und denke, dass ich mich womöglich im Irrtum befinde, wenn ich glaube, das Werkzeug allein macht es. Vielleicht muss man auch hin und wieder einen Blick in die Aufbauanleitung werfen, und sich genau über den Inhalt seines Werkzeugkoffers informieren, um zu jenem augenscheinlich zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen, das andere in gleicher Situation offenbar erlangen. Auch ich frage mich nämlich oft, was mit mir nicht stimmt, dass andere im Gegensatz zu mir so viel besser klar zu kommen scheinen mit dem Verlust ihres geliebten Tieres. Ist es eine grundsätzliche Einstellung, oder ein bewussterer Umgang damit, dass die Lebenszeit eines Hundes so viel kürzer als die der Menschen ist? Ich weiß es nicht, und komme auch nicht hinter das Geheimnis. Auch ich frage mich das oft, ob ich mir hätte bewusst vor Augen führen müssen, dass es eine verhältnismäßig kurze Zeit sein wird, in der Bonnie mein Leben so bereichern wird, und es mir vergönnt ist, mit ihr zusammen zu sein. Tatsächlich nämlich hat dieser Gedanke nie eine Rolle gespielt. Ich habe ihn nicht mal verdrängt, erst ganz am Ende und für eine kurze Weile, er war mir einfach nie in den Sinn gekommen, und so habe ich, trotz ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen, mit ihr gelebt, als gäbe es kein Jahr für Jahr herannahendes Ende. Nicht mal, als ich immer öfter auf ihr Alter angesprochen worden bin, und man mir mir total merkwürdig anmutende Fragen stellte, ob ich nach Bonnie wieder ein Tier zu mir nehmen würde. Ich habe zwar darüber nachgedacht, und konnte verneinend antworten, aber irgendwie mit einem Gefühl, als würde sich diese Frage nie wirklich stellen, weil nie der Anlass dazu eintreten würde. Sie war da, so wie ich da war, und mit diesem Gefühl in mir, kam letztlich sogar nach der ersten Diagnose das Ende plötzlich ganz schnell und gefühlsmäßig wie überraschend. Vielleicht liegt da der Unterschied zu jenen anderen. Ohne deren Zuneigung schmälern zu wollen, so haben sie sich vielleicht doch eine kleine Sicherheitsbarriere bewahrt? Eine gewisse "Unterscheidung"? Ich habe nicht mal wirklich gewusst, wie sehr ich mein Leben, innen wie außen, mit dem meiner Bonnie verwoben hatte. Sie war da, und ich habe sie tief und innig, bedingungs- und distanzlos geliebt. Punkt und Ende der Geschichte. Im Verlauf der letzten Jahre sogar mehr als irgend jemanden sonst. Keine Ahnung, vielleicht liegt darin der Unterschied. Gerade erst heute las ich zufällig mal wieder einen Satz, der mich schon immer mal wieder hat aufhorchen lassen. Der lautet in Variationen in etwa so "Jetzt ist es schon XY Wochen her, und es tut immer noch weh". Ich erwische mich dann regelmäßig dabei, wie ich denke, dass ich das nun aber seltsam finde, dass es doch wohl klar sein dürfte, dass es "immer noch weh tut", und warum so viele anzunehmen scheinen, dass das schnell, oder schneller vorüber geht, als wenn es den Verlust eines anderen, eines Menschen zB, beträfe. Kaum ein Mensch käme nach dem Verlust von zB seines Ehepartners darauf zu sagen "Jetzt ist es schon vier Wochen her, und es schmerzt immer noch". Das ist es, was ich meine, mit der "Unterscheidung" und Distanz zu einem Tier, und woher so etwas wohl rühren mag, wenn es heißt "nur ein Tier". Ich kann von mir sagen, ich hatte diese Distanz nicht. Wenn ich einmal mein Herz öffne, tue ich das ganz und gar, und jeder kann für ewig darin bleiben, wenn er sich nicht selbst entfernt oder so viel Randale darin veranstaltet, dass ich ihn letztlich traurig selbst daraus verbanne. Bonnie hat mir nie, niemals auch nur einen noch so geringen Anlass dazu gegeben, im Gegenteil, es fühlte sich immer warm und schön an an der Stelle an der sie lebt, und sie hat sich obendrauf auch noch die Mühe gemacht, diesen Platz und so ganz von sich aus, zusätzlich wunderschön zu gestalten und zu beachten. Und weil sich das soo gut anfühlte, habe ich ihr zusätzlich ganz, ganz viel Platz eingeräumt, damit sie sich auch so richtig entfalten, darin leben und herumspazieren konnte. Und so, von vielen Verlusten, Verletzungen und Enttäuschungen einiger Menschen, habe ich mich mehr und mehr der innigen und sicheren Liebe zu meinem Hund zugewendet. Das dürfte so ziemlich die Erklärung dafür sein, warum ich zumindest, so wenig besser damit zurecht komme, als andere in vergleichbarer Situation, dass meine Bonnie nun nicht mehr da ist, bzw "nur noch" so anders. Ob du für dich etwas in diesen Erklärungen findest, weiß ich nicht, und ich hoffe, um ehrlich zu sein, dass es bei dir anders gelagert ist, dass zumindest dein vertrauen zu anderen Menschen nicht so beschädigt ist. Liebe Jessica, diese Woche ist nun so zusätzlich belastend für dich... Ich kann mich so gut darin hineinfühlen. Nur wenige Tage nach Bonnies Sternenreise kam ihr Geburtstag, und ähnlich ist jetzt deine Situation. Bonnie wird am Sonntag wieder ganz fest neben Amigo stehen, und ich verspreche dir, sie wird alles dafür tun, ihn aufzumuntern, wenn er sich traurig fühlt. Ich denke derweil fest an dich und an deinen Amigo-Schatz. Liebste innige Grüße zu dir und hinauf in den Himmel ins Regenbogenland Sue mit Bonnie überall
Unbekannt
Kommentar vom 30.01.2018

Liebe Bonnie, am gestrigen Tag habe ich dir nicht geschrieben. Ich hatte einfach nichts zu sagen. Also nichts, was ich dir nicht schon viele Male und immer wieder erzählt hätte. Ich weiß nicht, ob ich nur wie müde bin, dir immerfort das Gleiche zu erzählen, und doch nichts ändern zu können, oder, ob ich so erschöpft davon bin, dass ich mein Heil in der Flucht vor meinen Empfindungen suche. Ich bin so...leer. Gerade am vergangenen gestrigen Tag ist mir aufgefallen, dass ich regelrecht "gleichgültig" bin. Zu müde um mich aufzulehnen, zu leer um aufzubegehren, zu resigniert um zu kämpfen, und von daher geneigt zu kapitulieren, und mit ziemlicher Gleichgültigkeit selbst großer Ungerechtigkeit zu begegnen. Sollen sie ihren Triumph haben, sich als Gewinner fühlen, und mit ihrem vermeintlichen Sieg und ihrem Ziel glücklich werden. Es ist mir inzwischen (fast völlig) einerlei. Das war eindeutig ein bisschen sehr viel, was da in den letzten Monaten alles passiert, und mit mir geschehen ist. Also mache ich es wie ein Opossum, und stelle mich tot. Ich bin mir nur noch nicht ganz im Klaren darüber, ob dieses Erstarren eine vorübergehende Schutzreaktion ist oder, ob da etwas in mir unwiederbringlich abgestorben ist. Ich habe ein wenig Sorge, den Zugang zu meinen Gefühlen zu verlieren. Die lassen sich ja nun mal nicht selektieren. Man kann leider nicht entscheiden, dass man keine Traurigkeit mehr empfindet, sondern nur noch "gute Gefühle" zulässt. Fühlt man das eine nicht mehr, fühlt man auch das andere nicht. Außerdem bekäme ich ein ganz mieses Gefühl und einen ziemlich blöden Eindruck von mir selbst, so, als würde mir dein Verlust nichts mehr ausmachen. Ich will ja gar kein emotionsloser Zombie sein. Gefühlskalte Menschen waren mir seit jeher ein Graus... Aber ich befürchte, im Augenblick kann ich nicht anders, als mich eine Weile in dieser Erstarrung aufzuhalten. Dein Verlust, und obendrauf der andere, zuzüglich dem ganzen sonstigen Mist, das war zu viel, das i s t zu viel. Liebes süßes Bönchen, jeden Tag wollte ich dir einen Brief schreiben, in dem ich dir von meinem Tag berichte, bzw davon, wie es geht, was ich empfinde, oder wie erlebe. Ich glaube, vorerst trete ich von diesem Vorhaben zurück. Vielleicht wenige Tage, vielleicht eine Woche, einen Monat, ich weiß es nicht. ich befürchte, ich ergehe mich andernfalls nur noch in platten Attitüden, einem bloßen Blabla. Das ist nicht der Sinn der Sache. Dass das nichts, absolut und rein gar nichts mit dir, oder meiner Liebe zu dir zu tun hat, weißt du wohl. Ich vermisse dich in jeder Sekunde, und das wird auch nicht weniger, nur, weil ich es dir nicht mehr an jedem Tag aufschreibe. Womöglich ist es gar so, dass ich dich gerade jetzt, und gerade weil ich mich so erstarrt fühle, mehr denn je vermisse, meine kleine Herzensmagierin, meine Therapeutin, mein befellter Engel... Und du bist auch nach wie vor an jedem Tag hier, in meinen Gedanken, in meinen Erinnerungen, in meinen Vorstellungen... Gerade erst heute morgen gab es wieder so eine dieser typischen Begebenheiten, als ich nämlich aufstand, und, wie selbstverständlich den Gedanken im Kopf, anfing, mich dafür auf den Weg zu machen, dass ich mit dir rausgehe. Es ist nur so, dass es mich jedes Mal wieder so derartig aus den Schuhen haut, wenn mir die Unsinnigkeit dessen, was ich da tue oder gerade im Begriff bin zu tun, bewusst wird, dass ich eine "Fühl-Pause" brauche, oder es zumindest mal damit probieren muss. Ich habe dich unendlich lieb, mein geliebtes Bönchen, süßes Fellschnütchen, entzückende Hundemaus, unendlich!
Unbekannt
Kommentar vom 29.01.2018

Liebe Bonnie, dein Frauchen ist in einer ganz eigentümlichen und seltsamen Stimmung... Ich kann sie gar nicht genau benennen, nicht mal wirklich beschreiben, weil sie so eigenartig, und auch irgendwie unbekannt ist. Das Gefühl wirkt wie eine Mischung aus Resignation und gleichzeitiger Auflehnung. Das Bedürfnis nach Licht und Leben, und gleichzeitig möchte ich mich gänzlich abwenden und zurück ziehen dorthin, wo es still und dunkel ist. Ich schmiede in meinem Kopf vorsichtig kleine unaufgeregte Pläne, dann sehe ich sie mir kopfschüttelnd an, weil ich weiß, dass ich ja doch nichts davon umsetzen werde, nicht mal wirklich umsetzen will, weil ich den Sinn darin nicht erkenne. Ich nehme mir etwas vor, nur um mich zu fragen, ist es überhaupt etwas von dem, was ich möchte und, ob ich überhaupt weiß, was ich möchte. Ich schmeiße das Puzzle meines Lebens auf den Tisch, und denke darüber nach, ob ich mit dem, weil Teile daraus fehlen, so krummen und unvollständigen Bild, leben kann, oder, ob ich versuchen sollte, ein ganz neues Bild entstehen zu lassen, was zwar abstrakt und auf den ersten Blick nicht zusammen passend wirkt, aber halbwegs ausgefüllte Lücken haben würde. Bekäme ich das überhaupt hin? Habe ich noch genügend Kraft und Kreativität in mir, und finde ich irgendwo die nötige Inspiration dafür? Es ist ein bisschen so, als stünde ich vor einer Weggabelung. Beide Möglichkeiten sehen prinzipiell gleich scheiße aus, und eigentlich möchte ich nur eines, zurück gehen dahin, wo noch alles gut war, und, weil das aber nicht möglich ist, wenigstens ausruhen können, statt mich gezwungen zu fühlen, Entscheidungen treffen zu müssen, von denen keine verlockend oder heilbringend auf mich wirkt. Wo bist du nur, mein kleiner befellter Wegweiser, mein Motivationstrainer, mein helles Licht? Ich habe dich sehr, sehr, sehr lieb, und dein Fehlen ist unfassbar...
Jessica
Kommentar vom 28.01.2018

Liebe Sue, ich freue mich, dass Bonnie an diesem schweren Tag bei Amigo gewesen ist. Zudem danke ich dir ganz herzlich für die lieben und so hoffnungsvollen Zeilen in dem schönen Herz mit dem Foto von Amigo. Eines Tages haben wir Sie wieder unsere beiden Lieben! Erst dann sind wir auch wieder vollständig! Bis dahin müssen wir versuchen damit zu leben, dass ein wichtiger Teil von uns schon Voraus gegangen ist. Ich lese gerade, dass du Bonnies Verlust gestern besonders schlecht ertragen konntest. Das tut mir sehr leid! Diese Tage, an denen es besonders schwer zu ertragen ist, werden immer wieder unseren Alltag durchkreuzen. Bonnie und Amigo haben uns nun einmal so viel bedeutet und uns solange Zeit begleitet. Jetzt ohne sie den Lebensweg zu bestreiten ist weder einfach noch von jetzt auf gleich ohne Traurigkeit umsetzbar. Sie fehlen einfach immer und überall von jetzt bis an unser Lebensende! Ich wünsche dir eine möglichst annehmbare Woche. Ein lieber Sonntagsgruß von Jessica mit Amigo im Herzen In liebevollem Gedenken an Bonnie.

Sue
Antwort vom 29.01.2018

Liebe Jessica, schön, dass dir das kleine Spruchbild gefallen hat. Das freut mich. Du hast ganz recht damit, dass der Verlust so unvollständig macht, und das Herz erst wieder ganz wird, wenn wir unsere Lieblinge wieder haben werden. Allein dieser Gedanke, und die Vorstellung, wie wundervoll das sein wird, hält mich im Augenblick noch einigermaßen aufrecht. Manchmal überlege ich, wie das sein wird. Dann habe ich ein Bild vor Augen, wie eine junge gesunde und fröhliche Bonnie auf mich zugerast kommt. Die Ohren fliegen, diese wunderschönen Augen blitzen ausgelassen und wach, und, wenn ich mich dann auf den Boden zu ihr setze, endlich wieder ihr weiches Fell unter meinen Händen spürend, wackelt der ganze Hund vor Freude, und sie erzählt mir mit ihrer geliebten Stimme, und diesen drolligen Kicksern die ich immer so gerne von ihr hörte davon, wie sehr auch sie sich freut. Ich drücke sie ganz fest an mich, und fühle, wie auch sie sich anschmiegt, und ich weiß ganz sicher, dass ich fürchterlich heulen werde, wieder einmal, aber dieses Mal endlich vor Glück darüber, dass ich sie wiederhabe, und, dass wir von nun an nie wieder getrennt sein müssen. Manchmal geschieht es, dass mir die Ratio in diese Träumerei funkt, und fragt "bist du sicher, dass es einen solchen Ort auch wirklich gibt?", und ich darauf nur antworten kann, dass ich es natürlich nicht sicher weiß, aber fest daran glaube. Glauben muss, weil sonst letztlich alles bedeutungslos wäre; Liebe, Hoffnung, Zusammenhalt, Loyalität, Fürsorge, auch Kummer, Verlust und Schmerz. Und das kann schließlich unmöglich der Plan und der Sinn unserer aller Leben sein, nicht wahr? Es muss einfach so sein, dass es an einem anderen Ort weiter geht, und sich alles was zusammen gehört, auch wieder zusammen findet. Ich bin, glaube ich, mindestens doppelt so alt wie du es bist, und werde von daher naturgemäß weniger lange auf ein solches Wiedersehen warten müssen. Dieser Umstand ist gut für mich, aber deine Jugend ist auch gut für dich. Denn die Fülle dessen was noch alles vor dir liegt, wird dir helfen. Vielleicht schüttelst du nun energisch mit dem Kopf und möchtest mir vehement widersprechen, und darauf hinweisen, dass es ganz im Gegenteil so ist, dass du länger noch den Trennungsschmerz aushalten wirst müssen. Das aber ist nur bedingt richtig, weil der "Werkzeugkasten" mit dem du dein Leben meistern kannst, noch so voller ganz neuer und noch nie benutzter Werkzeuge ist, und diese tiefe innerliche Erfahrung von Liebe, wird dich nicht nur begleiten, sonder sie wird dich zusätzlich befähigen, auch jene Werkzeuge zu benutzen, mit denen manch andere gar nichts anzufangen wüssten. Guter Gott... ich klinge wie eine uralte Schamanin, die im Drogenrausch durch Feuer und Rauch weissagt... Und gleichzeitig mag es dir auch so vorkommen, als wollte ich sagen "du bist noch jung, du wirst das schon verkraften". Das damit zu meinen aber, wäre gleichermaßen Unsinn wie abwertend, so, als würde ich deine Trauer um Amigo geringer schätzen, aber das würde mir im Traum nicht einfallen. Ich hoffe also, du verstehst die Botschaft richtig, die ich dir sagen möchte?! Vielleicht sollte ich aber auch einfach besser den Schnabel halten. Ich habe im Augenblick etwas Mühe damit meine tausend fünfhundert neunundneunzig verschiedenen Gedankengänge in vernünftige Worte zu packen, warum ich mich womöglich sogar einstweilen von jeder Tastatur fernhalten sollte. Ich wünsche dir einfach Kraft für jeden neuen Tag, und, dass du in dir ein Gefühl tiefer innerer Ruhe und Gelassenheit findest, das dich zuversichtlich in die Zukunft schauen, und dich wissen lässt, dass am Ende alles wieder gut wird. In diesem Sinne liebe Grüße zum Wochenbeginn sendet dir Sue mit Bonnie überall und lieben Gedanken an Amigo
Unbekannt
Kommentar vom 28.01.2018

Liebe Bonnie heute komme ich wieder einmal bei dir vorbei und wünsche dir einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche liebe Grüße dein Freund Blacky bis bald Liebe Suse ich wünsche Dir einen schönen Sonntagabend und eine schöne Woche liebe Grüße Elke mit Blacky im Herzen
Unbekannt
Kommentar vom 28.01.2018

Guten Morgen mein Bönchen, es ist Sonntag, und noch ganz früher Morgen. Ich bin schon wieder was länger wach. Genauer gesagt, seit der üblichen "Bonnie-Draußen-Geh-Zeit". Inzwischen wären wir fast schon wieder Zuhause von unserem ersten und so beliebten Morgen-Spazi. Ich bin müde. Keine Ahnung, warum ich aufgestanden bin, statt weiter liegen zu bleiben. Die Chance darauf, das ich wieder eingeschlafen wäre, scheint mir gerade gar nicht soo gering. Gestern war ich noch was einkaufen. (Hat ja nur ne' Woche gedauert, bis ich mich endlich aufgerafft habe..) Dabei hatte ich mich bewusst und halbwegs "trotzig" entschieden, den kleinen Einkauf zu Fuß zu erledigen. Und, todesmutig wie ich bin, bin ich dabei den Bonnie Weg gegangen. Ich bin fast ein bisschen "wütend" gewesen. Nicht auf dich, natürlich nicht, eigentlich auch nicht wirklich auf mich selbst, aber auf "die Trauer", die mich seit 4 Monaten so einschränkt, mich so verändert hat, und mich so unendlich viel Kraft kostet. Es muss doch irgend einen Weg geben, wie ich besser damit umgehen kann?! Weitere 4 Monate in dieser Verfassung, und von mir bleibt gar nichts mehr übrig... Ich hatte meine Ohrhörer im Ohr, nicht zur Unterhaltung wie sonst mitunter, zB beim Spaziergang mit dir, sondern als eine Art Schutzschild. Sogar während des Einkaufs. Das Hörbuch blendete nicht nur die Umgebungsgeräusche aus, es diente mir auch dazu, mich auf den Inhalt der Geschichte zu konzentrieren, um meine Gedanken unter Kontrolle zu behalten. Nun ja, ich würde den Versuch als, mh, semi erfolgreich bezeichnen. Immerhin. Auf dem Rückweg (GsD erst da), traf ich auf einen mir unbekannten Artgenossen von dir, der, genau wie du immer, äußerst interessiert an einem deiner Lieblings-Info-Bäume Nachrichten las, während das Frauchen reichlich unmotiviert und lustlos wirkend dabei stand. Offensichtlich froh, wenn sie wieder nach Hause gehen kann. Da war's dann vorbei mit der Ablenkung. Und während ich rasch die Straßenseite wechselte um mein Blickfeld zu ändern, schoss mir durch den Kopf, dass dieses Frauchen gar nicht ahnt, wie glücklich sie sich schätzen darf, mit ihrem Hund zusammen zu stehen, der interessiert seine Umgebung abschnüffelt, statt sich zu beeilen, damit sein Frauchen wieder ins Warme kommt... Und ich habe weiter überlegt, ob ich auch jemals, so offensichtlich ungeduldig wirkend, mit dir irgendwo stand. Eingefallen sind mir zwei solcher Situationen, bei deren Erinnern ich, genau wie in der tatsächlichen Situation damals, sofort wieder das gleiche schlechte Gewissen dir gegenüber verspürte. Das eine Mal war, als ich ungeduldig geworden bin, weil die Tanke gleich zumachen würde, zu der wir auf dem Weg waren, bei der anderen Gelegenheit erinnere ich den Grund nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass ich leicht genervt irgendwas in der Richtung von "maaaan... nun komm' schon weiter, Bonnie" sagte, und sogar leicht an der Leine zog, was ich sofort bereute und mich schämte, als ich sah, wie irritiert du warst. Schließlich hieß spazieren gehen auch immer, das ich dich in aller Ruhe schnüffeln ließ, und nicht, dass wir im Stechschritt durch die Gegend hasteten. Und eigentlich, bis auf diese zwei für mich so unrühmlichen Ausnahmen, war ich sonst immer tiefenentspannt, auch, wenn wir mit anderen unterwegs waren, die schon meterlang weiter gegangen waren. Wenn ich dich nicht konkret "bei Fuß" nahm, hatte ich keine Einwände, wenn du das Tempo bestimmt hast. Im Gegenteil, es hat mir Freude bereitet dich bei deinem Tun zu beobachten. Mir fehlt das sehr, Bönchen. Mit dir spazieren, oder "draußen zu gehen'", war nie blöd oder anstrengend. Ob mit oder ohne Leine, ob autark oder bei Fuß, alles verlief stets in großer Verlässlichkeit, mit Spaß, und total entspannt. In die Leine gehen - kenne ich von dir nicht. Nicht abrufbar sein - kenne ich von dir nicht. Ziehen und Zerren - kenne ich von dir nicht. Weglaufen - kenne ich von dir nicht. Und musste ich das alles großartig mir dir trainieren? Nein. Du hast mit deinen Augen in meine Seele und in mein Herz hinein geschaut, und dann hast du wundervolles Wesen offenbar beschlossen, mir dein Vertrauen zu schenken, und dich mir anzuschließen. Ich fühlte mich immer privilegiert und dankbar dafür, und sah es als meine Aufgabe, dieses Geschenk zu würdigen, und alles mir mögliche dafür zu tun, es niemals zu enttäuschen. Diese Aufgabe habe ich nie als Last empfunden, denn du hast es mir sehr leicht gemacht dich schrecklich lieb zu haben Dafür zu sorgen, dass es dir gut geht, war mir gleichermaßen ein Bedürfnis, wie eine Freude. Vielleicht ist das aber auch ein zusätzlicher Grund dafür, warum ich mit "dem Ende" so sehr hadere. Ich habe große Sorge, dass ich in diesem Moment dein Vertrauen eingebüßt habe... In deinen Augen versagt zu haben... Denn ich konnte nichts tun, dass es dir gut geht. Dich weder beschützen noch beruhigen. Und mit Bedürfnis und Freude, hatte das schon mal überhaupt gar nichts mehr zu tun. Ach, geliebtes süßes Bönchen... Die Situation gab es nicht her, dass du vor allem eines hättest spüren können, nämlich wie sehr ich dich liebe. Nun kann ich nur darauf hoffen, dass du es weißt, und, dass sich deine Seele nach wie vor geliebt fühlt, dort oben, rechts oder links in der Ewigkeit, für alle Ewigkeit. Ich vermisse dich.
Rosen

Eine Rose zum Schicksalswochentag in liebevoller Erinnerung an dich liebe Bonnie mit leisen Grüßen für dein Frauchen von Jessica mit Amigo im Herzen
Am 08.10.2018

für mein Zuckerschnäuzchen von deinem Frauchen
Am 07.10.2018

Eine Feiertagsrose in liebevollem Gedenken an ❤️Bonnie❤️ verbunden mit einem Herzensgruß für dich liebe Sue von Jessica mit Amigo im Herzen
Am 03.10.2018

Frauchen für meine süße Bönie ❤ Ich vermisse dich unsagbar...
Am 26.09.2018

Für Bonnie und Suse ein ewiges Herzenslicht ❤️ in Liebe von Donna & Frauchen
Am 24.09.2018

Eine Rose zum Sonntag für meine liebe Freundin Bonnie von Amigo
Am 23.09.2018