Gedenkseite von Bonnie meine Lieselotte

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Bonnie meine Lieselotte

tempus fugit amor noster manet in aeternum

02.10.200218.09.2017

Hund [Englisch Cocker Spaniel]

Veröffentlicht am 04.10.2017 von Suse

Betreut von: Filiale Düsseldorf

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Ich fand heraus, dass einem in tiefen Kummer, von der stillen hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet. Geliebtes Fellschnütchen Bönie, ich habe mit dir meine beste Freundin, meine Gefährtin in jeder Lebenslage, meinen treuen Schatten - meine Seelenzauberin und Herzenstherapeutin verloren. Ich bin so unendlich traurig... Ich danke dir für all die wundervollen Jahre, die du mir geschenkt hast, und sage dir ein leises '"Adieu"... "Bewahr' mir ein Erinnern, wie einen Lebenskuss, so bleib' ich in der Nähe, auch wenn ich gehen muss. Erzähl' von mir mit Lachen, so war ich ja einst. Erzähl' die tollsten Sachen, auch, wenn du später weinst..." (Gisela Steineckert Quelle: Erster Montag im Oktober. Gedichte. - Verlag Neues Leben, Berlin 1986).

Kondolenzbuch

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Kommentare

Ingrid

Kommentar vom 17.01.2018

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Einen wunderschönen guten Morgen Bonnie, ich war lange nicht mehr zu Besuch bei Dir im Rosengarten. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Aber ich habe Dich nicht vergessen. Und ich danke Dir auf`s Herzlichste für jedes Kerzlein auf meiner Gedenkseite. Frauchen hatte gleich zu Jahresanfang einen ganz tiefen "Hänger" und dann wird sie immer ganz still und zieht sich zurück! Aber jetzt bin ich da und ich habe Dir ja versprochen von Meggie zu erzählen! Meggie war ein bildhübsches Katzenmädl und kam aus dem Tierschutz zu meinem Fraule und meinem Herrchen und zu meinem Menschenbruder. Sie war damals ca. 1 Jahr alt und wurde von ganz bösen Menschen in der Wohnung zurückgelassen als diese auszogen. Dort war sich ungefähr 2 Wochen alleine, man hatte ihr offensichtlich noch etwas Trockenfutter hinterlassen und ja .... ein tropfender Wasserhahn rettete ihr wahrscheinlich das Leben. Sie war krank und schwach und wurde im Tierschutz wieder aufgepäppelt. Und dann zog sie bei meiner Familie ein. Das war im Juli 1985. Meggie war eine richtige Lady ... so hat es Frauchen immer erzählt, sie konnte durch den Wohnzimmerschrank schleichen ohne auch nur eine einzige Kleinigkeit zu verschieben geschweige denn umzuwerfen. Sie war ein treues und anhängliches Seelchen, meine Familie liebte sie unglaublich. Am liebsten kuschelte Meggie mit meinem Menschenbruder in seinem Bett, er war damals auch noch ein kleiner Bub. Und sie hatte einen treuen Freund: Den Nachbarskater "Kalle", mit ihm zog sie immer um die Häuser. Ja und beim Straßenüberqueren ging immer Kalle vor ... bis ihm dies eines Tages traurigerweise zum Verhängnis wurde. Meggie hat unsäglich um ihren Freund getrauert ... sie muss wohl seinen Tod mit angesehen haben, denn sie war lange Zeit verstört und zog sich zurück. Aber meine Familie hat sich so liebevoll um sie gekümmert, sie wurde wieder eine fröhliche Katze. Meggie hatte ein verrücktes Lieblingsgericht: Rührei mit Bonduelle Mischgemüse, die ganz zarten Erbschen und Möhrchen. Mein Menschenbruder hat dies auch so gerne gegessen und dann hat Frauchen immer noch eine Portion für Meggie mitgemacht. Verkehrt ist das ja für uns Katzi`s nicht, ist ja hochwertiges Eiweiß und drum durfte Meggie es immer wieder haben. Als mein Frauchen mal 3 Wochen im Krankenhaus war, hat sich Meggie auf einen ihrer Pullover gelegt und nur noch auf ihm geschlafen. Und als sie wieder nach Hause kam ist Meggie nicht mehr von ihrer Seite gewichen. Meggie ging am 20.7.2000 über die Regenbogenbrücke, ihre Nieren schafften es nicht mehr. Mein Frauchen war mit ihr alleine, mein Herrchen war in Norwegen und mein Menschenbruder in der Schule. Der Tierarzt konnte meinem Frauchen keine Hoffnung mehr machen .... Und sie hat Meggie ganz alleine im Garten beerdigt ... das muss furchtbar für Frauchen gewesen sein, von Anubis und anderen Tierbestattungen wusste sie damals noch nichts, auch der Tierarzt hatte so etwas nicht erwähnt. Es war alles sehr sehr schlimm, meine Menschenmama wollte nix mehr essen, hat geweint und geweint .... mein Menschenbruder auch!!!! Eine Nachbarin konnte das nicht mehr mit ansehen, und hat hinter dem Rücken von Frauchen da etwas eingefädelt. Tja und jetzt Achtung: Am 25.7.2000 hat man mich im Alter von ca. 15 Wochen in die Arme von Frauchen gelegt mit der Bitte: Bitte, bitte kümmert Euch um sie, wir haben so viele Katzen auf dem Bauernhof und wir wissen um eueren Verlust und um euere Traurigkeit!" Peng, da war ich also!!! Und ich hatte fast 17 Jahre ein wunderschönes, glückliches und artgerechtes Leben bei meiner Familie! Und Meggie war immer irgendwie mit dabei! Das nächste Mal erzähle ich dann von Streunerle, aber die traurige Geschichte ist nicht sehr lange, denn Streunerle war nur 17 Stunden bei Frauchen und Herrchen! Bonnie, meine tolle Cockerfreundin, es ist so schön dass wir uns durch Zufall kennengelernt haben und in deinem Rosengarten gefällt es mir so sehr! Die Rose die ich Dir immer bringe blüht auch in meinem Garten auf Erden, dort wo ich so gerne in der Sonne gelegen bin. In unserem Himmel ist es ja auch schön ... man vermisst nur die gewohnte, liebevolle Gesellschaft unserer Menschen. Aber dafür haben wir alte Freunde wiedergefunden und neue Freunde dazugewonnen, Freunde denen wir wahrscheinlich auf Erden niemals begegnet wären. Und wir haben keine Gebrechen mehr ... alles ist gut! Liebe Bonnie, lass uns über die saftigen, grünen Wiesen toben, lass uns an den bunten Blumen schnuppern und lassen wir uns unsere Lieblingsgerichte munden! Ich komme bald wieder, versprochen ... schon sehr bald! Bis dahin grüßt Dich sehr herzlich Deine Tammyli mit Streunerle Ach ja, deine Tolle ist echt so was von Spitze! Glaubst Du wir könnten mal probieren, ob bei mir so etwas auch zu machen wäre? Vielleicht hilft uns ja Amigo dabei. Liebe Sue, ich möchte Ihnen von ganzem Herzen Danke sagen für ihre lieben Besuche und die Kerzchen auf Tammyli`s Trauerseite. Wie Eingangs schon erwähnt, hatte ich gleich Anfang des Jahres mal wieder einen Rückschlag, Sie sehen auch nach 9 Monaten ist man nicht sicher davor! Und sie werden wohl immer und immer wieder kommen,Gedanken, Bilder, Augenblicke die einem die Tränen in die Augen treiben und die Welt wieder einmal still stehen lassen. Und ich persönlich habe die Erfahrung gemacht es einfach zuzulassen. Es ist mein ganz persönlicher Weg durch mein dunkles Tal der Trauer, mein Weg den ich alleine gehen muss. Aber es tut so unendlich gut zu erfahren:* Du bist nicht allein, mir geht es doch genauso! * Und das wissen halt nur all die Menschen, die den gleichen Schicksalsschlag erleiden mussten. Und auf diesem Weg durfte ich Ihnen begegnen, dafür bin ich Ihnen aus tiefstem Herzen dankbar! " Ich glaub`daran dass es einen Ort gibt, von dem Du schützend auf mich siehst ... ...Ich glaub` ganz fest an diesen Ort, denn sonst müsst ich glauben, Du seist einfach fort... Glaube ist Hoffnung und Zuversicht ... ein kleiner Schimmer ... ein helles Licht ... Ich glaube fest daran, dass dort wo Du jetzt bist, für mich auch ein Platz noch ist ... ...und Du mich abholst, wenn meine Zeit gekommen ist. " (Teilauszug von Y. Mohr ) Liebe Sue mit ihrer süßen Bonnie ich grüße Sie sehr herzlich und so wie schon fas ein Ritual reiche ich Ihnen auch heute meine beiden Hände mit einem ganz festen Druck * Wir schaffen es, wir brauchen nur Zeit * viel Zeit * Ich komme wieder, schon sehr, sehr bald! Alles, Alles Liebe und Gute für Sie Sue Ihre Ingrid mit Tammyli ganz tief im Herzen, bis an`s Ende meiner Tage

Bonnie

Antwort vom 17.01.2018

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Hallo, liebe Tammyli, ich freue mich ganz arg, dass du mich besuchen gekommen bist! Aber du musst dich nicht entschuldigen! Ich habe mir schon so etwas gedacht, dass es da ein dunkles Tal gegeben hat, das zunächst durchschritten werden musste, und ich kenne das von meinem Frauchen ja auch. Die zieht sich nämlich auch immer zurück, und macht am liebsten alles mit sich alleine aus. Aber jetzt bist du ja da, und schau nur, ich habe extra für dich sogar Milkana Käse besorgt. Nun ist es ja schon Mittagszeit, da können wir uns was Feines zu Essen schmecken lassen. Spargel und Hühnchen habe ich auch, obwohl mir die Hühner ja schon auch leid tun... Aber wir sind nun mal Fleischverkoster, da kann man nichts gegen machen. Frauchen hat das immer ein wenig in Konflikt gebracht, sie selbst ist ja durch mich, und den Tierschutz, aus dem ich ja auch ursprünglich gekommen bin, ins Grübeln geraten und hat dann beschlossen, so gut es eben geht, auf tierische Produkte, oder alles was an uns getestet wird, zu verzichten. So ganz hat sie das zwar nicht geschafft, dafür liebt sie Käse, Quark, Joghurt, überhaupt Milchprodukte zu sehr, aber Fleisch habe nur ich bekommen. Und ehrlich gesagt bin ich froh, dass sie nicht auch auf Käse und Co verzichtet hat. Nicht auszudenken, ich hätte keinen Quark oder Käse mehr bekommen...! Gut, dass ich das nun weiß mit der Rose. Von nun an wirst du auch von mir immer dein Lieblingsblümchen bekommen! Und wenn ich das nächste Mal bei dir eine Kerze anzünde, habe ich einen riiiesen Strauß von genau diesen Rosen für dich dabei, den du dir dann an dein Körbchen stellen kannst. Dann ist es ein bisschen so wie früher Zuhause. Nun möchte ich mich sehr bei dir dafür bedanken, dass du mir Meggie vorgestellt, und mir ihre Geschichte anvertraut hast! Ich bin allerdings ganz traurig dabei geworden, als ich von ihrem Start ins Leben, und dann ihren Heimgang las, und wie schrecklich das für dein Frauchen gewesen ist. Ganz alleine damit gewesen zu sein.... Du, ich glaube, zu der Zeit, als Meggie gehen musste, war das noch lange nicht so bekannt, dass es so nette Menschen gibt, die den Hinterbliebenen helfen, wenn einer von uns Fell- oder Federtieren gehen muss. Das wissen ja auch heutzutage noch viele Leute nicht. Was für eine glückliche Fügung es dann war, dass du zu deiner Menschenfamilie gebracht worden bist! Ob Meggie da wohl ihr Pfötchen mit im Spiel gehabt hat? Was meinst du? Ich überlege ja auch, wie mein Frauchen zu trösten sein könnte, und sie hat mir hier auch erzählt, dass ganz viele sie fragen, wann sie sich denn "einen neuen Hund" zulegen würde, aber sie wird schon bei der Formulierung der Frage richtig sauer, und regt sich fürchterlich auf. Ich befürchte, sie wird sich nie, nie wieder einem anderen Artgenossen so zuwenden wie mir, und ich bin nicht sicher, wie ich das finden soll, dass sie es im Augenblick noch nicht einmal schafft, einen Hund überhaupt nur anzufasen. Dabei liebt sie Tiere, und ist total der "Hundemensch". Wie ist das denn bei deinem Frauchen? Wie geht sie damit um? Oh nein... Streunerle war nur so kurze Zeit bei deiner Familie? Da mache ich mich innerlich wohl besser schon mal auf eine traurige Geschichte gefasst... Außerdem komme ich eben rasch bei euch vorbei gecockert, um euch kurz mal lieb zu umpföteln. Einfach, weil es mir gerade ein Bedürfnis ist. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- So, wieder da. Ach Tammyli.... Du hast ja schon auch recht, wenn du sagst, alles ist gut. Es ist nur eben nicht mehr so gut wie es mal war. Und hätte ich die Wahl... Irgendwie hat der Schöpfer sich das nicht wirklich gut überlegt, als er uns weniger Zeit auf der Erde zugedacht hat, als unseren Menschen. Also ich wäre schon auch gerne noch bei meinem Frauchen geblieben, und hätte den Himmel noch eine ganze Weile warten lassen. Ist ja nicht so, als müsste der geschlossen werden, wenn ein paar Engel dort oben fehlen, weil sie noch auf der Erde verweilen... Jetzt muss ich aber schon wieder ein bisschen lächeln... Ich stelle mir gerade nämlich vor, wie du wohl mit einer Tolle aussehen würdest. Im Moment sind deine Haare vielleicht noch ein wenig zu kurz dafür, aber einen schicken Igel kriegen wir garantiert jetzt schon hin. Warte, ich hole die Pomade. Und dann lass' uns gemeinsam ganz laut nach Amigo rufen, damit er mitmacht. "AAAMMIIIGOOO!!!" Vielleicht können wir auch ihn dazu überreden es mal mit einem Strubbelkopf zu versuchen. Amigo ist ja immer sehr, sehr schick, und ganz Cocker gestylt. Manchmal bin ich fast ein bisschen neidisch darauf, denn ich bin das meist nicht. Frauchen liebte es einfach zu sehr, wenn ich mein Haar lang trug, und mochte die verwegene Tolle, oder den Pony, genauso, wie die dicken Fellpuschen. So, inzwischen ist das Essen fertig. Nimm' Platz, liebe Tammyli, wir rufen eben noch Streunerle und Meggie dazu, und dann lasst uns speisen. Darf ich noch etwas Katzenmilch nachschenken? Guten Appetit, wünscht deine Cockerfreundin Bonnie Liebe Ingrid, vielen lieben Dank für Ihren Besuch! Es ist immer schön von Ihnen zu lesen, und gehört inzwischen zu den besonders wertvollen Besuchen bei meiner Bonnie. Es tut mir leid, dass Sie den Jahresanfang mit einem trauernden Rückschlag beginnen mussten. Andererseits, wen wundert, dass derlei immer wieder geschehen kann, auch oder gerade erst nach 9 Monaten? So ist das mit Trauerarbeit. Sie bedeutet auch immer mal einen zaghaften Schritt nach vorne, und zwei in Traurigkeit versunken zurück. Und inzwischen bin ich der Auffassung, wer das nicht versteht, der hat noch nie wirklich sein Herz für ein anderes Wesen geöffnet, damit es darin Platz nehmen, es ausfüllen und mit Leben und Lieben erfüllen kann. Dabei ist es völlig unmaßgeblich, wenn dieser Platz von einem Tier eingenommen worden ist. Oder steht etwa irgendwo in Stein gemeißelt, dass nur Menschen Einlass in ein Herz finden dürfen oder können? Wie mir diese dummen allgemein so üblichen Differenzierungen inzwischen auf die Nerven fallen... Nach nunmehr 4 Monaten fühle ich mich nicht mal mehr wirklich verletzt davon, nur desillusioniert und ich habe es daher resigniert aufgegeben, mich irgendwie verständlich machen zu wollen. So habe auch ich mich teilweise oder ganz zurück gezogen, warum ich vollstes Verständnis dafür aufbringe, wenn andere auch so agieren. Insofern, liebe Ingrid, ist eine Entschuldigung bei mir überflüssig. Lediglich, wenn Sie jemals ganz gehen möchten, wäre ein kurzes "Bescheid sagen" sehr nett, damit ich nicht auf krude Ideen komme. In der Tat bin auch ich sehr froh und dankbar darum, auf anderen Wegen auf Menschen wie Sie es einer sind gestoßen zu sein, die verstehen, denen gegenüber man sich nicht erklären, oder gar entschuldigen muss. Wie ungleich schwerer es doch wäre, würde man nicht erfahren "hey Du, ich weiß was du fühlst, mir geht es doch ganz genauso!". Ich mag unsere Rituale... So drücke ich Ihre Hände mit einem freundschaftlichen Gefühl von Herzen gerne zurück - und meine/Bonnies Sternenkugel leuchtet ab morgen auch für Tammily, Meggie und Streunerle liebe Gruß-Sterne in den Himmel. Ihre Sue mit ganz, ganz viel Bonnie überall und in ewiger Verbundenheit der Liebe PS: Herzlichen Dank für den berührenden Textauszug! Lieb, dass Sie ihn mit mir geteilt haben. ...ich muss jetzt weinen gehen...

Unbekannt

Kommentar vom 16.01.2018

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Liebes Bönchen, meine süße Lieselotte Else Immertreu, heute will ich dir weiter erzählen, wie dein Einzug in deinem neuen Zuhause verlief, nachdem ich dich damals in meine Arme gelegt bekam. Nachdem also im TH alle Formalitäten erledigt waren, bin ich mit dir auf dem Arm zum Auto marschiert, in dem M und MS auf uns warteten. Beide waren im Auto geblieben, um die ganze Angelegenheit nicht noch hektischer zu gestalten, als sie es ohnehin schon war, - und auf meine Bitte hin. Ich wollte keine Kommentare hören, keine Zustimmung oder Ablehnung. Ich wollte mich ganz und gar auf mein Gefühl verlassen, ohne die Signale anderer. Denn so ganz richtig begeistert waren die Zwei nicht. Ich bin also mit dir im Arm zum Bus. Eisiges Schweigen von MS, neutrales Interesse von M - und ich überglücklich, warum mir die Reaktionen der beiden mal so völlig egal waren! Du hattest ein hellblaues Welpengeschirr um, dass man uns vom TH überlassen hatte. Und da das Ding echt nicht gerade eines der besseren Ausführungen war, ich die Farbe doof fand, und wir ohnehin auf der Fahrt nach Hause am Tiermarkt vorbei kamen, haben wir dort einen Zwischenstopp eingelegt. Was auch insofern ganz gut war, weil dir inzwischen von der kurzen Fahrt schon soo schlecht war, dass eine Pause angebracht erschien. Ich schob es damals noch auf die allgemeine Aufregung. Dass du nämlich nie ein Autofahr.Fan sein würdest, wuste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht. Ich hab' dich dann also erst mal ein bisschen herumschnuppern und dich regenerieren lassen, bis wir langsam Richtung Eingang spazierten, denn natürlich solltest du mitkommen, um zu gewährleisten, dass dir das Geschirr auch richtig passt. Außerdem brauchte ich ja auch Welpenfutter, dachte an ein bisschen Spielzeug, vielleicht auch ein hübsches neues Körbchen, als Alternative zu dem Kissen, dass ich Daheim schon hatte... Hundeeinkauf halt. Gleich vorne im Laden schon, zogst du die Blicke aller dort Anwesenden auf dich. Alle hatten sie ein entzücktes Lächeln im Gesicht, und hier und da erschallten Rufe wie "Ohhh...wie süüüß", oder "Nein, was niedlich!". Und egal wen ich ansah mit meinen Augen in denen Herzchen blinkten, ich sah in Augen, in denen ebenfalls Herzen aufleuchteten. Du warst aber auch zu drollig in deiner Tollpatschigkeit, in der du abwechselnd entweder über deine eigenen Öhrchen, oder überkreuzten Pfötchen stolpertest, während du neugierig alles erkundetest. Ich schirmte dich derweil soweit ab, um die Aufregung der Situation nicht zur Überforderung werden zu lassen. Verhinderte, dass dich alle möglichen Menschen anfassten, und wenn zu viele Leute im Gang waren, nahm ich dich auf den Arm. Da hast du dann zum zweiten Mal dein Schnäuzchen in meine Hand geschoben. Das hattest du während der Autofahrt schon gemacht. Brauchte ich meine Hand, vergrubst du dich in meine Armbeuge, bzw. unter meinen Oberarm. Das war etwas, was du Zeit deines Lebens gemacht hast. War dir etwas nicht ganz geheuer, hattest du gar Angst, oder musste dich der Tierarzt untersuchen/behandeln, hast du dein Schnäuzchen in meine Hand geschoben, und dich sofort beruhigt. Weißt du noch, deine Pfotenverletzung, als beim TA gespült, Gewebe entfernt, und schließlich gereinigt und verbunden werden musste? Die TÄ hatte so Sorge, dass das nun richtig unangenehm wird, weil die Prozedur alles andere als schön für dich würde... Aber du hast dein Schnäuzchen in meine Hand geschoben, ich habe mich über dich gebeugt und dir was erzählt, und du hast dich trotz der fiesen Behandlung so entspannt, dass du ... eingeschlafen! bist.... Die TÄ konnte es nicht fassen, und hat sofort ihren Kolleginnen lachend und kopfschüttelnd davon erzählt. Und du warst the Hero of the Day! Ach ja, Tierhandel... Also, wo war ich, richtig, im Gang mit dir. Wir haben ein hübsches rotes Geschirr für dich gefunden, dazu eine passende Leine, einen Adressanhänger (sicher ist sicher, auch wenn du etwa ein halbes Dutzend von den Dingern verloren hast, bis ich es aufgegeben habe, dir weiter Klimpergedöns an Halsband, oder Geschirr zu hängen), richtig, ein Halsband, den ersten "bösen Knoten", Plüschspielzeug (davon sollte dir noch jede Menge zum Opfer fallen) in Form eines Teddys, den ich zig mal geflickt und neu vernäht immer noch habe, und der jetzt auf deiner Truhe sitzt, einen Kauring für deine Zähnchen, eine Decke, dein so sehr geliebtes Plüschkörbchen, in welches du dich bis zuletzt noch hineinzwängtest, und, das du auch mitgenommen hast auf deiner Reise ins Regenbogenland, Leckerchen und Futter natürlich, und dann fielen mir noch zwei entzückende Porzellannäpfe in die Hände, die du die letzten Jahre auch wieder in Gebrauch hattest, die auch noch mit mussten. Ich weiß noch, sowohl M als auch MS zweifelten leicht an meinem Verstand, als ich völlig euphorisch mit dir im Arm und einem Wagen voll bis obenhin mit Hundesachen (und einigen Talern ärmer), aus dem Laden zurück am Bus war. Nun konnte das Abenteuer richtig beginnen. Wir also wieder rein in den Bus, nachdem die Berge von Hundezubehör verstaut waren, und los ging die Fahrt NACH HAUSE! Ich hatte dich vorne abwechselnd im Arm oder auf meinem Schoß, und erst schienst du noch guter Dinge. Dann ging es los, dass du am Hecheln warst, am Speicheln, dein Schnäuzchen hast du immer wieder in meine Hand geschoben, oder dein Köpfen unter meinen Arm gezwängt. Un ich sag' gerade zu M "ich befürchte, die kleine Maus verträgt dein Autof...." Weiter bin ich nicht gekommen, da hattest du mich schon im Schwall von oben bis unten vollgespuckt. Mir war's einerlei, aber dir war es furchtbar unangenehm, und du hast meine Hand abgeleckt, dann wolltest du das Erbrochene sauber machen... Armer Schatz! Gott sei Dank waren wir inzwischen so gut wie angekommen, denn ich glaube, dir wurde schon wieder speiübel. Im Garten hast du dich dann erstmal erleichtert, dann sind wir ins Haus. Erst hab' ich dich sauber gemacht, denn du fühltest dich sichtlich unwohl so beschmutzt, dann habe ich mich umgezogen. Um das Haus zu erkunden war später noch Zeit, denn du warst ganz schön erledigt, hast was getrunken, und bist dann im Wintergarten auf das Hundekissen geplumpst, und sofort fest eingeschlafen. Wie du so da lagst, hast du ganz nebenbei und im Schlaf das Herz von M erobert. MS zeigte sich hingegen weiterhin bockig Verkündete, er wolle nichts mit dir zu tun haben, nein, dich auch nicht ansehen, fände es einfach unmöglich und fies von mir, ausgerechnet Ginas Schwester auszusuchen, und mit nach Hause zu bringen... Ich machte mir keine Sorgen, hätte wetten können, spätestens in drei Tagen wäre auch er deinem Charme erlegen und komplett in dich verliebt. Es dauerte nur bis zum Abend des gleichen Tages. Denn schon nachdem du wieder aufgewacht warst, dich strecktest und so sehr gähntest, dass man durch den ganzen Cocker hindurchsehen konnte, sah ich das erste kleine Lächeln in seinem Gesicht, welches er, dabei ertappt, natürlich sofort wieder durch einen griesgrämigen Ausdruck ersetzte. Als du dann aufgestanden bist, und dich wackelnd daran machtest die Gegend zu erkunden, ging das Lächeln schon nicht mehr so gut wieder weg. Als du dann auch noch ausgerechnet auf ihn zugesteuert bist, und an ihm hoch sprangst, um ihm die Hand abzulecken, war er schon so gut wie verloren, riss sich aber noch mühsam zusammen, dass es ja keiner bemerkte, und tat so, als würde er das nun aber mal so richtig doof finden, und "das Tier sei ihm lästig". Als ich schließlich am Abend irgendwann, die Jungs saßen im Wohnzimmer und guckten Fernsehen, mit dir aus dem Garten wieder rein kam, und dich auf meinem Unterarm liegen hatte, deine Schnüse hattest du auf meiner Handinnenfläche abgelegt, deine Beinchen schaukelten links und rechts neben meinem Arm, blitzen auch die Herzchen in den Augen von MS auf, er griente übers ganze Gesicht, stand auf, streichelte dich, und fragte endlich "darf ich sie auch mal auf den Arm nehmen?" Klar durfte er, und er drückte dich selig sanft an sich. Und nachdem er vorher auf meine Frage, ob er sich an der Namensfindung beteiligen wolle nur schnippisch antwortete, das sei ihm völlig egal, und nein, er hätte keinerlei Lust dazu, war er nun mit Feuereifer dabei, sich einen Namen für dich zu überlegen. Ich bin mir nicht ganz sicher mich richtig zu erinnern, aber ich glaube fast, die Idee dich Bonnie zu nennen, kam sogar von ihm, oder mindestens lieferte er die Idee dazu. Inzwischen war es später Abend geworden, und Schlafenszeit. Ich habe mich mit dir im Kaminzimmer aufs Sofa gelegt, damit wir rasch im Garten sind, und niemanden stören. Die erste Nacht schon, verlief erstaunlich ruhig. Ich glaube, wir mussten nur einmal ganz früh am Morgen raus. Davor, und danach wieder, hast du fest in meinen Armen durch geschlafen, bis schließlich Tag 2 in deinem neuen Zuhause anbrach. Aber davon erzähle ich dir dann das nächste mal in einem meiner Briefe an dich. Geliebtes Fellschnütchen, es ist so seltsam... Ich erzähle dir wie du in mein Leben getreten bist, aus dem du fortan keine Sekunde mehr wegzudenken sein würdest, und übermorgen ist der Tag, an dem ich dich inzwischen 4 Monate schrecklich vermisse. Wenn ich damals schon gewusst hätte, wie schwer dein Fehlen einst sein würde, hätte ich dann versucht mich zu schützen? Mein Herz vielleicht nicht ganz so komplett für dich zu öffnen? Nun, versucht, vielleicht, niemand tut sich schließlich bewusst selber gerne weh, aber gelungen wäre es mir niemals, bei keiner Anstrengung der Welt! Warum nicht? Weil man nichts anderes tun konnte, als dich bedingungslos zu lieben! Oder kann sich irgend jemand etwa dagegen sperren einen Sonnenuntergang schön zu finden, die wärmende Sonne zu genießen, ein gutes Essen, Freunde wert zuschätzen, die da sind, wenn man sie am dringendsten braucht, oder zu lachen, wenn etwas komisch ist? Ich habe dich unsagbar lieb!

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Amigo

Kommentar vom 16.01.2018

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Liebe Bonnie, Wahnsinn wie gutes Timing dein Frauchen mit dir hatte und wie einfach du es ihr gemacht hast. Ich brauchte eine Weile bis ich gelernt hatte, die Wohnung nicht als Toilette zu benutzten. Es lag aber nicht an mir liebe Bonnie, ehrlich! Mein Frauchen war einfach sehr unerfahren in solchen Dingen, vielleicht anfänglich von der Fülle an Aufgaben auch ein wenig überfordert. Sie bemühte sich aber kontinuierlich dazu zu lernen und ich unterstützte sie wo ich konnte. Das Schimpfen nichts bringt und die Schuld nicht bei mir lag, dass wusste sie aber. Zusammen haben wir aber auch diese Hürde gemeistert. Ich würde dir heute gerne von der netten Dame erzählen, die sich um mich gekümmert hat, wenn Frauchen in der Schule war. Im Haus lebte ein sehr hundefreundliches Ehepaar, die kurze Zeit zuvor ihren eigenen Hund verloren hatten. Sie haben sich bereit erklärt sich um mich zu kümmern. Der Mann war nur selten da. Aber die Frau kümmerte sich sehr gut um mich. Sie ging täglich mit mir spazieren. Wir besuchten immer einen Kindergarten in der Nähe wo eine „Horde“ Kinder täglich schon darauf wartete, dass ich komme. Mittags hat sich mich in ihr Bett genommen und wir haben Mittagschlaf gemacht. Oft haben wir auch gekuschelt. Wenn mir das zu langweilig war, habe ich mich mit meinem Kopf über ihr Gesicht gestellt, so dass meine Ohren sie berührten. Sobald ich merkte sie guckt, habe ich sie vor Freude ab geschlabbert, so dass sie sehr laut lachen musste. Das war eine richtig schöne Zeit für so einen lebhaften, abenteuerlustigen Charakter wie mich. Durch Sie war ich in unserem Viertel auch eine richtige bekannte Persönlichkeit. Sie kannte einfach ganz viele Leute und stellte sie mir vor. Liebe Bonnie, versteh mich nicht falsch, nicht das du denkst ich bin eingebildet. Ich wollte dir nur schildern was mir durch die liebe Betreuerin alles ermöglicht wurde. Ach so sie hatte zu Hause auch noch zwei so Flattermänner, einen gelben und einen blauen. Die waren nachher so frech als sie merkten, dass ich ihnen wohlgesonnen bin, dass sie mir immer um die Nase geflogen sind. Jedenfalls hat sie gut auf mich aufgepasst. Als mein Frauchen mich abholte, ging es dann in den Park. Hier habe ich dann mit ganz vielen Artgenossen spielen können. Liebe Bonnie, du siehst ich hatte ein aufregendes erstes und zweites Lebensjahr, was mir ganz gut gefallen hat. Hast du auch Erfahrungen mit anderen netten Menschen sammeln dürfen? Wenn ja, wie hast du es erlebt, mehr als Abwechslung oder hattest du Sehnsucht nach Frauchen? Beim nächsten Mal berichte ich dir gerne von meiner Erfahrung mit der Hundeschule, dem nicht so tierlieben Gartennachbar und meinem gesundheitlichen Problem. Bis dahin alles Gute für dich liebe Bonnie. Ein ganz lieber Gruß auch an dein Frauchen. Mein Frauchen kann sehr gut nachvollziehen wie es ihr geht und ist im Gedanken oft bei ihr. Ein ganz lieber Gruß für meine Freundin Bonnie von deinem Freund Amigo

Bonnie

Antwort vom 16.01.2018

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Hallo lieber Amigo, Dankeschön, für die Erinnerung die du heute mit mir geteilt hast! Es ist so schön dich immer besser kennen zu lernen, und mir dich in den Situationen von denen du erzählst vorzustellen. Da hattest du ja das Glückslos mit deiner netten Betreuerin gezogen! Das muss eine sehr liebe und nette Frau gewesen sein, die sich da so prima um dich kümmerte. Hast du noch lange Kontakt zu ihr gehabt? Und bunte Flattertiere hatte sie auch noch. Die waren ja ganz schön keck, dass sie dir immerzu vor die Nase flogen. Amigo, wieso sollte ich denken, du seist eingebildet? Du bist ein hübscher Kerl, und als Welpe warst du mit Sicherheit einfach zuckersüß obendrauf. Da wundert mich gar nicht, dass du bekannt warst, und dich alle ganz entzückend gefunden haben. Wie war das denn dann später? Brauchtest du lange dich daran zu gewöhnen auch mal alleine zu bleiben, oder warst du das nicht, und hast alleine das Haus gehütet, bis deine Menschen zurück kamen? Ja, auch ich habe im Laufe meines Lebens sehr liebe Menschen kennen gelernt, die mir durchaus die Zeit verkürzt haben, bis mein Frauchen wieder da war, oder die ich gerne besucht habe. Auch ich hatte da, nun wirst du vielleicht lachen, ein nettes Ehepaar im Haus. Das war nach unserem Umzug. Die zwei Parteien die schon im Haus wohnten waren alles andere als begeistert, als sie hörten, dass eine Frau, und oh Gott, ein Hund!, einziehen würden, und schimpften darüber sogar beim Vermieter. Aber der hatte Frauchen längst zugesagt, und ihr auch geglaubt, als sie sagte, dass ich ein ganz, ganz lieber Hund bin, und bestimmt leise. Also zogen wir dort ein. Frauchen ist dann durchs Haus, und hat sich bei allen vorgestellt. Mich hatte sie dabei. Da war die Stimmung noch höflich zwar, aber tendenziell frostig, und es dauerte auch nicht lange, dass man Frauchen aufs Butterbrot schmierte, dass sich alle im Haus einig seien, dass sie mit einem Hund überhaupt nicht einverstanden seien. Frauchen fand das natürlich blöd. Nicht, weil sie sich Sorgen meinetwegen machte, sondern weil sie mich abgelehnt und angegriffen sah, und das machte sie sauer. Na ja, die Wochen gingen so ins Land, man traf sich hin und wieder im Flur, oder im Garten, und ich begann damit, eine Charme-Offensive ala Cocker, mit Special Effect Bonnie, zu starten. Zuerst war die Frau von gegenüber fällig. Schließlich ihr Gatte. Danach nahm ich mir das Ehepaar von oben vor, später die, die nach uns einzogen. Aber gerade die Zwei von gegenüber wurden große Fans von mir, und ich hatte die beiden auch richtig gern. Das Eis brach nämlich endgültig, als die Frau eines Tages zeitgleich mit uns nach Hause kam. Draußen war es am Regnen, und sie beobachtete mich, während sie ihre Tür aufschloss, wie ich mir die Pfötchen auf der Fußmatte abputzte. Sie sagte lachend zu Frauchen, dass sie so was ja noch nie gesehen hätte, und so kamen die zwei Frauen über mich ins Gespräch. Die Frau erzählte, dass sie vor wenigen Tagen Besuch gehabt hätten, und auf das Thema "Hund im Haus" angesprochen worden seien, und, dass sie hätte zugeben müssen, dass sämtliche ihrer Bedenken völlig grundlos gewesen sind, dass man von mir weder etwas hören, noch unangenehm sehen würde, und ich, sie hätten mich ja nun inzwischen hin und wieder getroffen, eine ganz liebe und süße Cocker Hündin sei. Das hörte ich natürlich mit Interesse und sehr gern. Frauchen auch. Von dem Moment an, waren die zwei Frauen immer mal am quatschen, wenn sie sich trafen, und meist stand dabei ich im Mittelpunkt. Eines Tages dann wurden wir sogar zum Kaffee zu ihnen eingeladen. Wieder wollten sich die beiden, also das Ehepaar, Frauchen wusste das ja schon lange, gar nicht darüber einkriegen, wie lieb ich sei, und der Mann nahm mich schließlich sogar mit zu sich ins Wohnzimmer auf seinen Relax-Sessel, während die Frauen in der Küche weiter schwatzten. Ich bin aber bald wieder zu Frauchen zurück, dass war mir doch etwas unheimlich ohne sie, aber beim nächsten Mal, als sich die Gelegenheit bot, bin ich, schwupps, an den Beinen der Frau vorbei, und durch die offene Wohnungstür rein in die Wohnung von dem Ehepaar, um auch den Mann zu begrüßen. Die beiden mussten so lachen, während Frauchen das erst etwas peinlich war. Als dann aber alle am lachen waren, bin ich ganz übermütig wie eine Irre bei denen in der Wohnung den Flur hoch und runter geflitzt, worüber alle noch mehr lachen mussten. Von da an waren das meine Menschen-Freunde, die sogar, als Frauchen krank war, mit mir spazieren gingen, oder mich hüteten, wenn Frauchen gerne mal länger weg wollte als sonst üblich, zB um ein Konzert zu besuchen, wo ich ja nun wirklich nicht mit konnte. Zwar wäre ich auch problemlos alleine geblieben, das machte mir nichts aus, aber die beiden freuten sich, und baten fast darum, dass ich ihnen in dieser Zeit Gesellschaft leisten würde. Und obwohl mich Frauchen sonst so ohne Not niemanden anvertraute, bei denen machte sie es ohne Bauchweh, und konnte so entspannt mal ins Kino, mit Freunden zum Essen, oder in ein Konzert gehen, ohne auf die Uhr zu schauen. Sie wusste mich währenddessen ja gut aufgehoben. Die zwei, aber besonders die Frau die mich inzwischen richtig fest in ihr Herz geschlossen hatte , bespaßten, beschmusten und betüddelten mich derweil, und ich sahnte so manche Leckerei bei ihnen ab, von denen Frauchen natürlich nichts wissen durfte. Ich glaube aber, Amigo, sie wusste es trotzdem, auch, dass es nicht nur die Leckerchen waren, die sie extra für mich gekauft und bei ihnen im Schrank hatten, sondern auch manches Stück Käse, Wurst oder Fleisch. Und dann ist da noch Frauchens bester Freund, der sogar mal sozusagen "mein Herrchen" war, als ich damals zu Frauchen gefunden habe. Der ist mir bis heute mein Menschenfreund, während der Kontakt zu dem Ehepaar leider irgendwann nach unserem erneuten Umzug wegen der Entfernung abgebrochen ist. Darüber hinaus gab es im Laufe der Zeit immer mal ein paar "Menschenkumpel", wie das so ist im Leben. Du kennst das. So, lieber Amigo, jetzt weißt du wieder etwas Neues von mir, wie ich von dir. Es ist schön, sich so auszutauschen... Nun bin ich schon mächtig gespannt, was du mir als nächstes erzählen magst, und freue mich, auf deine Erlebnisse und Erfahrungen zB aus der Hundeschule, oder dem niedergestarrten Nachbarn. Sei einstweilen lieb gegrüßt von deiner Freundin Bonnie die auch deinem Frauchen einen sehr lieben Gruß sendet, und von Frauchen noch ausrichten soll, dass auch sie herzlich grüßt, und DANKE sagen möchte, für die entgegengebrachte Freundschaft von euch beiden!

Unbekannt

Kommentar vom 15.01.2018

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????-?Trauer ist etwas zutiefst Persönliches. Jeder Mensch erlebt sie anders. Wir müssen sie durchleben, damit sie allmählich vergeht. Das kann uns niemand abnehmen. Wir können aber die Tränen teilen und da sein. ????-? LG. Sissi Finchen & Ma

Unbekannt

Antwort vom 16.01.2018

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Vielen Dank für diesen sehr schönen und tiefsinnigen Spruch! Lieb, dass ihr ihn mit mir in Bonnies Rosengarten geteilt habt. Herzliche Grüße senden Suse mit ihrer Bonnie fest verbunden

Unbekannt

Kommentar vom 15.01.2018

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Liebe Suse danke für die lieben Worte und Kerzen für unseren Blacky und das Du so lieb gestern an uns gedacht hast Wir wünschen Dir eine schöne Woche liebe Grüße Elke mit Blacky im Herzen Liebe Bonnie ich danke dir für deine Freundschaft und freue mich immer sehr wenn du bei uns im Regenbogenland vorbei kommst wir zünden für dich ein Kerzlein an liebe Grüße Blacky

Unbekannt

Antwort vom 16.01.2018

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Lieber Blacky, auch ich danke dir! Ich komme gerne immer mal wieder bei dir vorbei, und schaue, wie es dir ergeht, und es ist schön, wenn du mich besuchen kommst Wenn du magst, bleibe ruhig eine Weile, und erzähle mir aus deinem Leben. Ich freue mich, dich bald wieder zu sehen! Bis dahin sendet dir einen lieben Gruß Deine Freundin Bonnie Liebe Elke, das habe ich sehr gerne gemacht, warum du dich keinesfalls bedanken brauchst. Mir wird "ganz schwummerig", wenn ich an deine Worte denke, dass auch nach 2,5 Jahren der Schmerz über den Verlust der geliebten Fellnase kein bisschen leiser geworden ist. Ich selbst muss am Donnerstag im vierten Monat "erst" mein Leben ohne meine Bonnie an meiner Seite bewältigen, und, um ehrlich zu sein, hoffe ich an jedem neuen Tag darauf, dass es am nächsten Tag endlich vielleicht ein kleines bisschen weniger weh tun würde, was aber bisher in keiner Weise der Fall ist. Ich warte Woche um Woche darauf, dass endlich eintritt wovon alle sprechen, nämlich dass die Erinnerungen trösten, dass Zuversicht sich einstellt... Aber da ist nicht viel mehr, als schmerzliches Vermissen... Ich wünsche dir, dass deine Erinnerungen sich tröstlich zeigen, und, dass die Gewissheit dich trägt, dass du deinen Blacky einst wieder in deine Arme schließen kannst. Mit lieben Grüßen Suse mit ganz, ganz viel Bonnie überall

Unbekannt

Kommentar vom 15.01.2018

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Liebe Bonnie, vielen Dank für deine ganz persönliche Geschichte wie du zu deinem Frauchen gekommen bist. Dein Start ins Leben war alles andere als schön. Deine arme Mama. So schön, dass auch Sie so gut vermittelt wurde. Das mit deiner Schwester tut mir wahnsinnig leid. Das muss ein Schock für dein Frauchen gewesen sein. Francoise, also nein. Da hast du so Recht. Bonnie klingt viel schöner! Mit dem Tierheim hast du natürlich auch Recht. Für viele Tiere ist es lebensrettend und ein Zufluchtsort. Aber als lebenslanges zu Hause natürlich nicht. Eine eigene Familie bleibt nun einmal etwas ganz besonderes für unsereins. Hattest du eigentlich später noch Kontakt zu deinen anderen Geschwistern und zu deiner Mama? Hast du dich nach all den aufregenden Wochen die hinter dir lagen schnell bei deinem Frauchen und in ihrem Leben eingelebt oder gab es „Startschwierigkeiten“. Wie du schilderst, dass es quasi Liebe auf dem ersten Blick war nachdem dein Frauchen endlich die Aufmerksamkeit auf dich gelenkt hatte, denke ich du hast dich eher schnell eingelebt? Ja, die erste Begegnung mit dem Papa von meinem Frauchen war von positiver Stimmung geprägt. So hast du Recht damit, dass er sich gefreut hat als ich auf meine freche Art seinen Schuh untersuchte. Abgeholt haben sie mich sehr zeitig. Ich war gerade acht Wochen alt. Leider habe ich meine Mama und meine Geschwister nicht mehr wieder gesehen. Ich weiß, dass ein Welpen treffen geplant war, aber der Kontakt zu meiner Züchterin ist 1 Jahr später abgebrochen worden als mein Frauchen die Züchterin über mein Gesundheitsproblem informierte. Das war sehr schade…. Die ersten Tage waren sehr aufregend. Es war ja Ostern. Ich lernte also auch gleich die Großeltern kennen, die entzückt von mir waren. Einen Garten gab es auch. Er war aber nicht so wie ich es kannte gleich von der Wohnung aus zu erreichen Die Gartennachbarn waren nicht alle gleich so begeistert von mir. Der eine Nachbar hatte für Hunde irgendwie nichts übrig. Dem habe ich nachher als ich größer war mit meiner Jessi lustige Streiche gespielt. Ich habe zum Beispiel immer an der Gartengrenze gestanden und ihn einfach nur beobachtet, so dass er sich beobachtet fühlte. Dagegen konnte er ja nichts sagen, was ihn schon ärgerte. Auch die anderen Nachbarn waren erst skeptisch. Mit der Zeit sind sie meinem Charme erlegen. Und ja Bonnie, ich habe eine Hundeschule besucht. Das war auch für mein Frauchen eine sehr lehrreiche Zeit. Gerne erzähle ich dir später einmal mehr über diese Zeit. Warst du auch in einer? Gerne erzähle ich dir auch noch weitere Anekdoten aus meinem Leben und freue mich über deine spannenden Abenteuer. Für heute verabschiede ich mich. Bis bald liebe Bonnie Dein Frauchen einen ganz lieben Wochenstartgruß auch von meinem Frauchen. Der 18. ! Er rückt so bedrohlich nahe, so dass ihr wieder eine kraftraubende Woche bevorsteht. Dafür wünscht mein Frauchen ihr viel Kraft. Gerne komme ich an diesem Tag wieder zu dir liebe Bonnie und verstärke alle Energien, damit du deinem Frauchen an diesem Tag besonders nahe bist! Dein Freund Amigo

Bonnie

Antwort vom 15.01.2018

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Lieber Amigo, danke für die Antwort auf meine Fragen, und deine Garten-Erzählung. Ich muss kichern bei der Vorstellung, wie du den Nachbarn hypnotisierend angestarrt hast... Darüber musst du mir unbedingt bald mal mehr erzählen, genauso wie über deine Besuche mit deinem Frauchen in der Hundeschule! Wer von euch beiden hat da mehr gelernt? Du oder dein Frauchen? ;-) Ich erzähle dir demnächst dann auch mal von meinen Erlebnissen im Garten, den wir mit Nachbarn teilten, nachdem wir umgezogen waren. Die ersten Jahre hatten wir ja einen eigenen, also genau genommen hatte ich einen Garten, Frauchen einen Arbeitsplatz, denn es war ganz schön viel Arbeit die große Fläche und die Beete in Ordnung zu halten. Du vermutest ganz richtig, Amigo. Nachdem ich in mein Zuhause einzog, war es ganz so, als wäre ich quasi niemals woanders gewesen. Frauchen nahm mich in jeden Raum im Haus mit, zeigte mir alles, ließ mich schnuppern und erkunden, und da sie dabei immer in meiner unmittelbaren Nähe blieb, hatte ich auch keine Angst. Ich war auch ruck zuck stubenrein, denn Frauchen hat sofort erkannt, wenn ich mal musste, und ist im Affenzahn mit mir auf dem Arm in den Garten geflitzt, hat mich dort an einer ruhigen Stelle abseits abgesetzt, und ist in einen wahren Freudentaumel verfallen, wenn ich dort dann mein Geschäftchen erledigt hatte. Anhand dessen, dass sie sich so sehr freute, quietschte, lachte und mich wie bekloppt lobte, habe ich ganz schnell begriffen, dass sie das offensichtlich toll findet, und habe ihr künftig den Gefallen gerne getan, draußen im Garten die Dinge zu erledigen, die Hund nun mal hin und wieder zu erledigen hat. Ist in der ersten Zeit doch mal was "daneben" gegangen, weil ich im Spiel versunken gar nicht bemerkt habe, dass ich mal raus muss, bis es schließlich zu spät war, hat Frauchen nie geschimpft oder so. Einfach nur gesagt "ist nicht schlimm", und hat es weggeputzt. Mir war das furchtbar peinlich, und ich wollte ihr gerne helfen beim Saubermachen, aber da hat sie gelacht, mir das Küchenkrepp aus der Schnüse genommen, und mich hinter sich gesetzt, bis sie alles weggewischt hatte. Wie war das denn bei dir? Bestimmt ähnlich, richtig? Also nein, Startschwierigkeiten gab es überhaupt keine. Ich hatte zudem das Glück, dass Frauchen immer da war, da sie ja von Zuhause aus gearbeitet hat. Nein, in einer Hundeschule war ich nicht. Die, die wir ohne Auto hätten erreichen können, fand Frauchen wegen der Arbeitsweise blöd. Also hat sie mich "erzogen", wie sie meinte, dass es richtig und wichtig sei, hat mir beigebracht, was sie glaubte, dass es nützlich und gut ist, hat darauf geachtet, dass ich viel Kontakt zu meinen Artgenossen hatte, und ansonsten es einfach so eingerichtet, wie es für uns und unser Leben passte. Erst viel später, fürs Mantrailing, sind wir ein paar mal zusammen zu einer Gruppe gegangen, damit Frauchen sich dort ein paar Dinge abschauen und lernen konnte. Ich brauchte das nicht. Meine Nase funktionierte schließlich auch so. Das ist aber schade, dass auch du deine Mama und deine Geschwister nicht wiedergesehen hast. Aber sag' mal, jetzt muss ich mich outen und ganz doof nachfragen... Du hast ein zuchtbedingtes gesundheitliches Problem entwickelt? Oh je! Hat dich das sehr beeinträchtigt? Ich hoffe nicht! Wie schade, dass die Züchterin darauf hingewiesen, mit einem Kontaktabbruch geantwortet hat... Bei mir war es insofern schwierig, weil keiner der Leute die meine Geschwister adoptiert hatten, oder die, bei denen meine Mama ihr Zuhause fand,wollten, dass ihre Adresse herausgegeben würde. Aber die Familie wo meine Mama ihr Zuhause fand, und mein Frauchen hielten beide noch sehr lange Kontakt zum Tierheim, sodass wir gut informiert darüber waren, wie es meiner Mami so erging, und dass auch sie es sehr gut getroffen hatte, bei einem Ehepaar gesetzten Alters, mit denen sie viel unterwegs und auf Reisen war, und die sie wie eine Prinzessin behandelten. Von meinen Geschwistern gab es bis zum Abschluss aller Nachkontrollen auch nur schönes und gutes zu berichten, und keiner von uns kam wohl je ins TH zurück, oder wurde nochmal woanders hin vermittelt. Ach lieber Amigo, mein Freund, jetzt muss ich weinen... Das ist so lieb, dass du am Donnerstag bei mir bist, und mir hilfst, Energien so zu bündeln, dass sie mein Frauchen erreichen, und sie spüren lässt, dass ich ganz nah bei ihr bin. Du weißt hoffentlich, dass ich das Gleiche jederzeit für dich tue, und immer da bin, wenn du das möchtest, oder du mich brauchst! Sag' deinem Frauchen bitte von mir und meinem Frauchen ganz herzlichen Dank, dass sie dich an diesem Tag quasi an uns ausleiht. Und nun sende ich dir ein Cockerküsschen, und wir, also ich und Frauchen auch, einen sehr lieben Gruß zusätzlich auch an dein Frauchen! Bis bald lieber Freund, ich denke an dich, und freue mich auf deinen nächsten Besuch deine Freundin Bonnie

Unbekannt

Kommentar vom 15.01.2018

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Liebe Bonnie, guten Morgen süßer Schatz, heute früh, als ich aufgewacht bin, ging mir der Gedanke durch den Sinn, wie es eigentlich sein kann, dass mich, obwohl es keine Veranlassung dafür gibt, noch zu halb nachtschlafender Zeit aufzustehen, nichts mehr im Bett hält, während ich noch vor wenigen Wochen manches mal dachte, "ach, noch einmal umdrehen, und ein wenig weiter schlafen, wäre nett". Und manchmal, wenn ich dann zu dir hinsah, und du so süß und selig am schlummern da lagst, leise (manchmal auch ganz schön laut) vor dich hin schnorchelnd, und keinerlei Anzeichen dafür zeigtest, dass du meine Bewegungen mitbekamst, hatte ich nicht nur das erste Lächeln an einem neuen Tag im Gesicht, sondern auch ein glückliches, zufriedenes Gefühl deinetwegen, mit dem ich mich selbst dann auch noch mal für eine Weile ins Bettzeug kuschelte. Wenn ich dann schließlich aufstand, zuerst in die Küche, Kaffeeautomat anstellen, dann ins Bad, bist du mir meist schon gähnend und noch ganz verknautscht gefolgt. Zurück in der Küche, gab's für dich frisches Wasser, und ich zog mir den ersten Kaffee. Danach anziehen, und raus. Ja, Bonnie, so sollten Tage beginnen! Wie viele Sonnenaufgänge wir miteinander betrachtet haben... Begleitet von Gezwitscher der erwachenden Vögel, das noch so laut und erfüllend klang, wie es nur am frühen Morgen der Fall ist. Wir haben die Hasen gleich vorne auf der Wiese begrüßt, die Fuchsfamilie oben an der Kapelle, sind wir am Ehrendenkmal vorbei, sahen wir nicht selten die Wildschweinrotte, mindestens aber, was sie mit dem Rasen da oben angestellt hatten. Gingen wir den anderen Weg trafen wir immer mal wieder auf die Rehe. Und auf dem Rückweg begegneten uns immer die drolligen Eichhörnchen, die sich irgendwann, wie die Hasen, nicht mal mehr die Mühe machten wegzulaufen, lediglich kurz zu uns hinsahen, und dann wohl dachten "ach, keine Sorge, ist nur die Bonnie". Wenn du nicht an der Leine warst, bist du manchmal völlig unbekümmert zu den Tieren hin gelaufen. Ich weiß nicht, ob es Schockstarre war, oder angstfreie gegenseitige Neugierde, auf jeden Fall sind sie nie in Kampf- oder Fluchtposition gegangen, stattdessen habt ihr euch gegenseitig "abgeschnuppert", und miteinander bekannt gemacht. Dann bist du wieder zu mir zurückgetrottet, und wir setzten unseren Weg fort. Ich hatte in diesen Momenten immer ein wahnsinniges Glücksgefühl in mir, ausgelöst durch diesen so unheimlich schönen Anblick, und den Gedanken, dass meine Bonnie ein so wunderbares Wesen ist, dass auch sonst so scheue Tiere das sofort erkennen, und keinerlei Angst vor dir haben! Gleichsam faszinierende wie wundervolle Augenblicke waren das. Am liebsten waren mir die frühen Spaziergänge im Sommer, wenn die Luft noch kühl, aber nicht kalt war. Die Blumen langsam ihre Kelche öffneten, bzw. schlossen, und der Tau auf den Gräsern lag . Ich mochte das Licht und die Farben, sowie den Geruch der Luft besonders gern. Außerdem hat es Spaß gemacht, wenn du auf dem Rückweg deine erste kleine Badepause an einem der zahlreichen Brunnenplätze eingelegt hast. Dabei musste ich mich nie darum sorgen, dass du von dem Wasser trinken würdest. Nicht von dem, wie auch von keinem anderen. Du schienst gewusst zu haben, dass das womöglich wegen deinem so empfindlichen Magen zu Problemen führen könnte. Außerdem hatte ich, wenn es warm war, und wir länger unterwegs, schließlich immer deine Wasserflasche dabei. Aber selbst aus der hast du bestenfalls ein paar kleine Schlückchen getrunken. Gegessen und getrunken wird Zuhause. Fertig. Ein einziges mal nur hattest du einen Happen von einem Brötchen abgebissen, dass du beim Spazi gefunden, und mir gebracht hattest. Als ich es dir mit einem kleinen "Nein, Bonnie"wegnahm, kurz untersuchte, bevor ich es wieder zurück ins Gebüsch warf, war es dir schon längst wieder einerlei. Da konnten kilometerlang heruntergefallene Pizza-, oder Burgerreste liegen, die ja durchaus verlockend rochen, du hast höchsten dran geschnuppert, und bist weiter gelaufen. Auch Zuhause konnte ich jederzeit mein Essen auf dem Tisch stehen lassen, und das Zimmer verlassen. Du hast dir nicht auch nur einen Happen stibitzt, nie! Höchstens hast du deine Nase in die Duftrichtung gehängt, bist mir aber nie bettelnd auf die Pelle gerückt. Wozu auch? Du wusstest, du bekommst schon noch was. Sei es Obst, Salat, ein Stück geliebter Käse... Da fällt mir ein, dass du nie vom Teller geklaut hast, stimmt gar nicht. Noch in Db, du warst noch jung, hast du einmal sauber die Hälfte Spaghetti Bolognese vom Teller genascht. Dabei musst du auf den Stuhl am Esstisch gesprungen sein, und hast exakt die zu dir zeigende Hälfte der Portion vom Teller vertilgt. War nicht mein Teller, sondern der von MS., der zum letztendlichen Beweis der Überführung des Missetäters, ein einzelnes schwarzes Haar auf dem Teller fand. Ich hatte dich zunächst noch vehement verteidigt, argumentierte, dass du so was schließlich noch nie getan hättest, und eine sofortige Untersuchung nach verräterischen Spuren an oder um dein Mäulchen, ergaben schließlich auch keinerlei Hinweise. Allerdings, die passende Position des Stuhls, der nach hinten geschobene Teller, die blitzsaubere leere Hälfte des Tellers, und nicht zu Letzt dein schuldbewusster Blick aber, sprachen Bände. Und während sich MS empört ein Brot machen musste, von den Spaghetti war nichts mehr da, machte ich mir laut Gedanken, wie du wohl die gut gewürzte Soße vertragen würdest, was bei MS zunächst auf wenig Gegenliebe stieß, denn der war erstmal sauer auf dich, hatte er sich doch so auf seine SpaBolo gefreut... Als du dann aber, ganz reuiges Cockermädchen, mit süßem Augenaufschlag deine Nase an seinem Bein riebst, und ihm deine Pfote reichtest, musste auch MS schon wieder lachen, und lag wenig später, noch an seinem letzen Bissen Brot kauend, schon wieder spielend und schmusend mit dir auf dem Boden. Die gemopste Mahlzeit übrigens, hattest du erstaunlicherweise ohne Probleme vertragen, warum ich bis heute nicht sicher weiß, ob du wirklich vom Teller geklaut hattest, obschon alle Indizien dafür sprachen, dass es so gewesen sein muss. Aber das war, wenn, das einzige mal, dass du dich in räuberischer Absicht einem Tisch oder einer Anrichte nähertest. Da konnte unbeaufsichtigt stehen was wollte, du wusstest, was dir nicht gegeben, oder in deinem Napf ist, ist nicht für dein Hundebäuchlein bestimmt. Und selbst was im Napf für dich bereit gestellt stand, bevor ich nicht das Kommando "Bitteschön" gab, hing der Hunderüssel zwar darüber, aber das Futter wurde nicht angerührt. Ich weiß noch, wie ich einmal, abgelenkt durch irgendwas, vergessen hatte "Bitteschön Bonnie" zu sagen, und die Küche verließ. Schließlich wunderte ich mich irgendwann, warum du plötzlich immerzu zu mir hergelaufen kamst, und zurück in die Küche flitztest, als ich längst entspannt auf dem Sofa saß. Endlich, sich fragend was die Aufregung und dein inzwischen eingesetztes leises Schimpfen bedeutete, bin ich aufgestanden, und dir in die Küche gefolgt, wo du dich vor den Napf setztest, und mich vorwurfsvoll und auffordernd ansahst. Da wurde mir natürlich klar, was du mir hattest sagen wolltest, und ganz schnell habe ich das gewünschte "Bitteschön" ausgesprochen, woraufhin du erleichtert grunzend dein Mahl begonnen hast. Endlich! Ein Cocker kurz vor dem Hungertod vor seinem gefüllten Napf... Das musste dir auch erstmal einer nachmachen. Hättest du einfach losgefuttert, mir wäre niemals aufgefallen, dass ich das Zauberwort dafür ganz vergessen hatte. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, und irgendwie hatte ich auch überlegt, ob diese "Treue" nicht vielleicht doch auch etwas übertrieben sei, gleichzeitig aber war ich unheimlich stolz auf dich. Was hatte ich doch für eine super tolle Bonnie! Mein Herzenshundetier! Deine Mahlzeit-Angewohnheiten und Eigenarten dabei waren sowieso ganz eigen und äußerst drollig. So hast du, bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen in all den Jahren, nie deinen Napf völlig leer gefuttert. Du hast immer einen kleinen Rest übrig und stehen lassen. Ich bin nie dahinter gekommen, warum du das machst. Erst dachte ich natürlich den nahe liegenden Gedanken, dass einfach zu viel im Napf wäre. Wenn ich aber die Menge reduziert habe, hatte das keinerlei Auswirkungen auf deine Angewohnheit. Es blieb immer ein Löffel Futter übrig. Ich hab's dann einfach ne' Weile stehen lassen, und du hast es meist später aufgefuttert. Ohne Zauberwort Bitteschön, sondern ganz nach deinem eigenen Gusto. Wenn ich also irgendwann in den Napf schaute, war er inzwischen doch von dir geleert worden. Wenn nicht, habe ich den Rest entsorgt. Ich möchte nicht wissen, wie viele Tonnen Futter so innerhalb all der Jahre im Mülleimer gelandet sind. Das war halt einfach so eine Marotte von dir. Immer etwas für schlechte Zeiten aufbewahren, die sich womöglich innerhalb von wenigen Stunden bis zur nächsten Mahlzeit ergeben könnten. Als Cocker weiß man ja nie... Oder die Art, wie du gefuttert hast. Ganz selektiv. Da wurden mit spitzen Zähnchen erst das Gemüse, Obst oder die Nudeln zum größten Teil herausgefischt, bevor das Fleisch an der Reihe war, vertilgt zu werden. Ich hätte mich jedes Mal wieder kringelig lachen können darüber. Schließlich habe ich dir oft zwei Näpfe hingestellt, damit du nicht so eine Sauerei um deinen Futterplatz herum veranstalten musst, die zwangsläufig beim hin- und herschieben des Futters in deinem Napf entstanden ist. Also gab es neben der Fleischmahlzeit einen Obst- oder Gemüseteller, der immer zu erst, und der auch komplett, von dir vertilgt worden ist, bevor das eigentliche Futter vertilgt wurde. Danach wurde getrunken. Bitte das ganz frisch eingefüllte Wasser, welches auch durchaus zwischendurch noch mal gewechselt werden durfte, denn wenn da von deinem Futterschnütchen Essenskrümel drin rumschwammen, bist du nur eher unwillig dran gegangen. Habe ich dann das Wasser ausgetauscht, stand der Napf noch nicht auf dem Boden, und der Hund versenkte seine Schnüse schon durstig darin. Überhaupt, du mochtest es am liebsten, wenn ich dabei blieb, während du gespeist und getrunken hast. Bin ich aus der Küche gegangen, unterbrachst du deine Mahlzeit, um zu sehen, wo ich hin ging. Bin ich weiter weg gegangen, als bis ins angrenzende Wohnzimmer, bist du mitgekommen, und hast erst weiter gefuttert, wenn ich mit dir wieder in die Küche gegangen bin. Ein bisschen auch Kontrollsüchtig warst du wohl schon, was Bönie? Was soll's. Mich hat es nie gestört. Mein kleiner befellter Schatten, meine "Pattex-Bonnie"... Der einzige Nachteil daraus ergibt sich erst jetzt, jetzt wo du nicht mehr bei mir bist, denn ich vermisse es unheimlich, dass mir keine Bonnie mehr auf Schritt und Tritt folgt, und immer noch schaue ich wo du gerade liegst, wenn ich aufstehe, oder setze meine Füße vorsichtig nach hinten, wenn ich zB in er Küche hantiere. Ach, meine Süße... Du außergewöhnliches so unglaublich liebenswertes, bezauberndes "Bönie-Hundetier", mein Fellschnütchen auf leisen Fellpuschen, mit lautem Getöse mitten rein in mein Herz - ich vermisse dich so sehr!

Andachtsbild von Unbekannt

Unbekannt

Kommentar vom 14.01.2018

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Liebe Bonnie, ein weiteres ödes Wochenende neigt sich dem Ende, und mündet in eine neue ebenso öde Woche. Es gibt keine echte Freu(n)de mehr, seit du nicht mehr bei mir bist. ...seit du nicht mehr bei mir bist... Eigentlich stimmt das so nicht. Du bist immer noch bei mir. Aber auf schmerzliche Art anders. Und es will mir nicht gelingen, mich damit ab- oder/und zurechtzufinden. Ich hab' dich lieb, süße Fellschnute

Amigo

Kommentar vom 13.01.2018

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Liebe Bonnie, ach wie Schade, dass du Auto fahren gar nicht genießen konntest. Ich bin gern dort spazieren gegangen wo es viel Wasser für mich zum Schwimmen gab. Das waren mir die liebsten Spazierwege. Gerne bin ich auch mit Frauchen durch die menschenleere Natur gestromert. Aber eigentlich hast du Recht, Hauptsache Frauchen war dabei. Gerne erzähle ich dir wie ich zu meinem Frauchen gekommen bin. Meine Mutti hatte auch ein Frauchen. Sie hatte selber kleine Kinder, mit denen ich immer im Garten gespielt habe. Außerdem gab es noch einen halbwüchsigen 7 Monate alten Cocker. Keine Ahnung in welchem Verwandtschaftsverhältnis ich zu dem Stand. Er war immer sehr frech zu uns. Das Spielen mit den Kindern hat mir so viel Spaß gemacht, dass mir regelmäßiges Essen gar nicht so wichtig war. Meine Geschwister und der Halbwüchsige haben meine Portion oft mitgefressen. Dementsprechend schlank war ich auch. Mein Bruder Amor sah richtig dick neben mir aus. Eines Tages ist mein Bruder Amor mit meiner Mutter und mir aus dem Garten ins Haus geholt wurden, was ich gar nicht schön fand. Hätte ich doch viel lieber weiter draußen gespielt. Meine spätere Familie war auf einmal da. Das Frauchen meiner Mutter nahm meinen Bruder Amor und drückte ihn der Frau in den Arm. Plötzlich wurde auch ich hoch genommen und in den Arm des Mädchens der Familie gelegt. Einen Moment betrachteten wir uns. Mein Aussehen hat in Ihr wohl etwas ausgelöst, ich sah die Freude in ihrem Blick. Behutsam setzte sie mich ab. Prima. Ich war wieder unten und wollte spielen. Spielen was gab es schöneres im Leben. Mein Bruder Amor hat schon wieder geschlafen, die Schlafmütze. Ich sah den Mann der Familie. Er hatte so schöne Bänder an seinen Schuhen, die musste ich erst einmal durch kauen. Meine Mutter hat sich vom Mädchen streicheln lassen, womit sie mir signalisierte dass alles in Ordnung ist und ich weiter meiner Neugierde nachgehen kann. Es war so schön bis der 7Monatige Rüpel es ins Zimmer schaffte. Er drängte sich sofort in den Vordergrund. Das Frauchen meiner Mutter fragte die Leute, ob sie den 7 Monaten Alten haben wollen. Sie hätten ihn auch gleich mitnehmen können. Irgendwie hätte ich mich gefreut, wenn sie ihn mitgenommen hätten, aber das Mädchen verneinte. Siewollte mich. Dann fuhren sie weg ohne einen von uns mitzunehmen, was ich nicht verstanden habe. Ich hatte sie schon fast wieder vergessen, als ich erneut aus dem Garten geholt wurden bin. Diesmal allein, ohne meine Mutti. Ich war leicht irritiert, aber dann sah ich die Familie, die ich schon kannte. Ich fand es so aufregend als sie mich mit in ihr Auto nahmen. Wir sind eine ganze Weile gefahren. Das hat mich so müde gemacht, dass ich tatsächlich eingeschlafen bin. Auf einmal haben wir angehalten. Ich wusste überhaupt nicht wo ich war, vertraute mich aber der Familie an. Was soll ich sagen liebe Bonnie, es war alles so aufregend und ich stand vom ersten Tag an im Mittelpunkt. Mein junges Frauchen hat sich ganz viel mit mir beschäftigt. Sie ist mir ganz schnell ans Herz gewachsen und ich merkte, dass auch ich ihr viel bedeute. Ich hatte mein Frauchen gefunden…. Bonnie, kannst du dich noch erinnern wie du zu deinem Frauchen gekommen bist? Hattest du große Angst als du in dieser Zwischenstation Tierheim gelandet bist vor dem sich unsereins so fürchtet dort zu landen? Ich hatte das große Glück hier nie sein zu müssen und du warst ja glücklicherweise auch nicht lange da. Ich freue mich auf deine Geschichte. Deinem Frauchen soll ich einen ganz lieben Kraft- und Trostgruß von meinem Frauchen übermitteln. Dein Freund Amigo

Bonnie

Antwort vom 14.01.2018

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Lieber Amigo, wie schön deine Erinnerung klingt, wie du zu deiner Familie, und vor allem zu DEINEM Frauchen gekommen bist! Und bis auf den frechen Burschen der euch immer mal wieder geärgert hat und, dass du hin und wieder zu wenig Futter abbekommen hast, scheint dein Start in ein wundervolles Leben mit deinem Frauchen an deiner Seite, doch schon recht gelungen gewesen zu sein. Hat denn der Mann deiner Familie gar nicht geschimpft, als du die Bänder an seinen Schuhen durchgekaut hast? Ich glaube allerdings eher, so wie du deine Familie schilderst, dass er bestimmt darüber gelacht hat, richtig? Weißt du noch wie lange es gedauert hat, bis du endgültig abgeholt worden bist, und wie alt du da warst? Und, hast du deine Mama und deinen Bruder noch mal wieder gesehen? Ich erzähle dir gerne, wie ich zu meinem Frauchen gekommen bin. Eigentlich war das ein großes Glück, und hätte auch leicht anders laufen können, wenn da nicht die nette Frau aus dem Tierheim gewesen wäre, die mich, statt zu einer Familie der ich eigentlich schon zugesagt worden war, letztlich doch lieber meinem Frauchen anvertrauen wollte. Und das kam so: Geboren und die erste Zeit meines Lebens, habe ich in einem winzigen Verschlag verbracht. Zusammen mit meiner Mami, einer 2 Jahre älteren Schwester, und meinen 5 Wurfgeschwistern. Da war es ganz schrecklich, Amigo. Alles war schrecklich schmutzig, und es gab nur einen ganz klitzekleinen Auslauf vor dem Verschlag, wo das Wasser stand, wenn es welches gab, und meine Mami und meine ältere Schwester ihr Geschäft verrichten konnten. Meine Mami hatte ganz schön damit zu kämpfen uns Welpen satt zu bekommen, sie war schon ganz dünn und nahezu ausgemergelt, denn zu Fressen bekam sie und meine Schwester auch nur sporadisch. Dabei war meine Mami ohnehin schon so eine ganz zarte Cocker Frau... Das Herrchen und auch die Familie waren keine netten Menschen. Der Mann hat immer gebrüllt, wenn er in den Verschlag sah, und nie aufgepasst, wo er hin tritt, da bekam man dann schon mal seine Schuhe zu spüren, wenn man sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte... Meine Mama war eine sehr liebe und sanfte Mami, und hatte schon einige Kinder zur Welt gebracht, und ich glaube schon, dass sie immer sehr traurig gewesen sein muss, wenn der Mann ihr ihre Babys jedes mal wieder weg nahm, um mit ihnen Geld zu verdienen. Das ist so ein Papier und Metall Zeug, dass die Menschen brauchen, und für einige von ihnen so wichtig ist, dass sie jeden Anstand und alle Nettigkeit verlieren. Irgendwer hat eines Tages diesen bösen Mann und seine Familie bei irgend so einem Amt verpetzt. Auf jeden Fall kamen plötzlich ganz viele Leute, einige hatten so komische Mützen auf dem Kopf, und, du ich glaube, Pistolen an ihren Hosen hängen! Puh! Andere hatten immerzu was zu schreiben, und wieder andere, hatten so Kisten dabei, in die sie uns alle hinein setzten. Es gab unheimlich viel Geschrei, Tumult und Rumgeschubse, bis wir alle endlich in so einem ganz unheimlichen Ding saßen, dass sich irgendwie beängstigend bewegte. Aber es bewegte sich weg von dem wenig netten Mann, und das war gut so! Wir sind dann an einem Ort angekommen, den sogar meine Mama erstmal einschüchternd fand. Da waren so viele nie gekannte Gerüche und Geräusche. Artgenossen, aber auch andere Tiere waren wahr zu nehmen - und Menschen. Aber die waren ganz anders als der fiese Mann und seine blöde Frau, die waren sehr lieb zu uns, haben uns alle gestreichelt, keiner musste sich sorgen getreten oder angebrüllt zu werden - und wir haben allemann ordentlich zu futtern und zu trinken bekommen! Nicht so schön war dann allerdings der Besuch beim Tierarzt, den ja auch keiner von uns vorher kannte. Soweit waren alle erstaunlicherweise ziemlich gesund, außer ich. Meine Werte waren wohl nicht so berauschend und ich hatte einen Nabelbruch der bislang unbehandelt geblieben war. Aber das brachte mir immerhin eine Portion Extra-Fürsorge ein, von einer Pflegerin im Tierheim, die mich sogar mit zu sich nach Hause nahm, wenn Feierabend im Tierheim war oder Wochenende. Darüber, wie wir von diesem fiesen Vermehrer weg geholt worden sind, gab es wohl auch einen Artikel in der Zeitung, warum es ganz schnell ging, dass nach und nach alle meine Geschwister und auch meine Mama zu netten Menschen vermittelt worden sind. Nur ich blieb als letzte noch übrig. Aber auch für mich interessierte sich ein Familie die mehrmals ins TH kamen um mich zu besuchen, damit wir uns besser kennen lernen. Schließlich gingen sie auch mal stundenweise mit mir weg, bis hin zu einem kompletten Wochenende. Von meinem Frauchen war da weit und breit noch nichts zu sehen. Einmal hatte ich sie am Zaun mit meinen Wurfgeschwistern zusammen kurz gesehen, aber da war sie nicht meinetwegen da. Sie interessierte sich für einen Kangal, ging mit meiner großen Schwester Gina spazieren, und betüddelte noch ein paar andere Artgenossen, die wohl keinen Besuch oder so bekamen, und wegen zu viel Arbeit bei den Pflegern vielleicht ein wenig zu kurz kamen, was einen Ausgang betraf. Da wir nichts weiter voneinander wussten, war es uns beiden gleichgültig. Sie liebäugelte damit den Kangal Rüden zu adoptieren, ich hatte meine Familie in Aussicht. Schließlich fügte es sich aber alles ganz anders. Zu erst wurde bei Frauchen aus dem Kangal meine große Schwester, die sie sogar mit zu sich nach Hause nahm. Aber Gina erlag einem tödlichen Unfall, und Frauchen war am Boden zerstört. Kurz nach dem Unfall telefonierte die TH Leiterin mit meinem Frauchen, und die beiden sprachen darüber. Ich wartete an diesem Tag darauf endgültig von der Familie abgeholt zu werden, um künftig dort zu leben. Ich weiß nicht mehr, ob ich mich ob der Umzugsvorbereitungen freute. Am Nachmittag um 16 Uhr sollte es dann soweit sein. Ich stand mit meiner Pflegerin und gepackten Koffern da, aber es kam niemand. Um 16:05 Uhr sah ich, dass die TH Leiterin telefonierte. Ich wunderte mich, dass ich nicht wieder in mein Zimmer gebracht wurde, und auch die Pflegerin ging nicht nach Hause und nahm mich mit. Seltsam war das. Plötzlich entstand Tumult im Büro. Meine Familie war doch noch aufgetaucht, sie hatten sich verspätet, und sie wollten mich nun mitnehmen. Aber die Leiterin sagte nein, und es entstand eine laute Diskussion. Mich würdigten sie derweil keines Blickes, waren nur am schimpfen mit der Leiterin, und schließlich gingen sie erbost weg. Ohne ein Wort zu mir zu sagen. Jetzt kapierte ich gar nichts mehr. Hatte ich was falsch gemacht? Meine Pflegerin tröstete mich und ging mit mir auf die Wiese zum spielen. Dann wurden wir wenig später von der Leiterin gerufen. Was war nun wieder? Als ich um die Ecke kam dachte ich erst, dass vielleicht meine Familie zurück gekommen sei, das sie mich vorhin vielleicht übersehen,, oder nicht bemerkt haben, dass sie mich vergessen hatten. Aber die Leiterin stand alleine da, bei ihr eine mir unbekannte Frau. Als ich mit der Pflegerin bei den beiden ankam, nahm die Leiterin erst meine Leine an sich. Na nu, was wird das jetzt? Die fremde Frau schaute mich derweil an, und wirkte ganz aufgeregt. Die Leiterin nahm mich schließlich hoch, und schwupps, landete ich in den Armen der fremden Frau. Na Amigo, ich kann dir sagen, dass war vielleicht was! Erst waren wir beide etwas erschrocken. Aber dann haben wir uns angesehen, und da ist es dann passiert. Ich habe mich angekuschelt, und mein Frauchen fing an gleichzeitig zu lachen und zu weinen, während sie mich an sich drückte. Die Leiterin und die Pflegerin lächelten beide, und wirkten sehr zufrieden. Ich bin dann noch am selben Nachmittag in mein neues Zuhause eingezogen, und mein Frauchen und ich waren von dem Moment an, wo ich das erste Mal in ihren Armen lag unzertrennlich. Ich glaube, die TH Leiterin hatte eine gute Entscheidung getroffen. Warum sie die so traf weiß ich zwar nicht, aber sie war gut, weil ich nicht mehr hätte geliebt werden können, als das bei Frauchen der Fall war. Außerdem musste ich nicht Francoise heißen (den Namen wollte mir die Familie geben), Bonnie gefällt mir besser. Dir auch? So, lieber Amigo, nun weißt du, wie ich, über die Zwischenstation Tierheim, zu meinem Frauchen gelangt bin. Apropos Tierheim... Also ich kann nichts schlechtes über das Tierheim sagen, wo ich mit meiner Mama und meinen Geschwistern gewesen bin. Für uns war das Heim ein echter Segen! Natürlich hätte ich da auch nicht unbedingt bis zu meinem Lebensende bleiben wollen. Andererseits, besser dort, als auf der Straße, oder ungeliebt und unsachgemäß gehalten von Menschen, die einem nicht gut tun. Da stimmst du mir sicherlich zu. Wie ging es denn dann bei dir weiter, als du in deiner Familie, bei deinem Frauchen, angekommen warst? Bist du zB in die Hundeschule gegangen? Lieber Amigo, ich soll noch von meinem Frauchen ausrichten, dass sie sich bei deinem lieb für die Grüße bedankt, bevor ich mich jetzt erstmal wieder verabschiede. Natürlich nicht ohne deinem Frauchen und dir herzliche Grüße zu sagen. Ich freue mich schon auf deine weiteren Erzählungen! Deine Freundin Bonnie

Carina mit Bonny & Gismo im Herzen

Kommentar vom 13.01.2018

Bild einer Rose

Hallo liebe Bonnie und Frauchen, vielen dank für Eure Besuche bei Anubis die lieben Kerzen und Kondolenzen.Bonny und Gismo sind bestimmt sehr froh Dich Bonnie als Freundin zu haben.Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende. Carina mit Bonny und Gismo

Rosen

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von Frauchen für meine geliebte Bönie

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