Gedenkseite von Alibi

Alibi
Mein treuer Freund und Wegbegleiter - für immer in meinem Herzen
Pferd [Haflinger]
Zucht: Alibi
Veröffentlicht am 05.06.2026 von Andreas
Betreut von: ROSENGARTEN-Tierbestattung Pferdekrematorium Badbergen



Lieber Alibi, viel zu früh bist Du von uns gegangen, obwohl Du mit Deinen stolzen 31 Jahren wirklich ein echtes Gottesgeschenk gewesen bist. Nur wenige Pferde werden so alt wie Du. Ich weiß noch, was das für mich ein Freudentag war, als Du mit 4 Jahren zu uns gekommen warst. Ein Traum war in Erfüllung gegangen. Ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke, daß Du Dich absolut nicht verladen lassen wolltest. Ach, wir haben schon so Vieles miteinander erlebt, was ich für immer in meinem Herzen trage. Weißt Du noch, wie wir zusammen durch das Dorf geritten waren und wie ich Dich früher immer auf die große Wiese gebracht hatte? Das Grün war Dein Ein und Alles. Aber lustig war auch, wie Du immer wieder mal Latten vom Paddock kaputtgemacht hast und plötzlich ausgebüxt warst? Du warst so schlau, daß Du sogar mal das Tor ausgehebelt hattest. Aber es war richtig toll, als Du um unser Haus herumliefst und Gras gefressen hattest. Allerdings konnten wir Dich dann nur immer wieder mit Marstall E und dem Rappeln des Trogs zurück in den Stall locken. Nie hätte ich gedacht, dich jetzt schon gehen lassen zu müssen, aber ich habe gemerkt, daß es für Dich besser war. Ich wette, daß Du es selbst schon gespürt hast, daß das Ende nah war. Man merkte, Du wolltest gehen. Es hat mir im Herzen wehgetan, Dich gehen lassen zu müssen, aber wenigstens hast Du so keine Schmerzen mehr gehabt. Das Gute war, daß ich mich noch in aller Ruhe von Dir verabschieden konnte. Wärst Du so gestorben, hätte ich mich nicht darauf vorbereiten können. Es war allerdings für mich ein regelrechter Schock, zu erfahren, daß Du diese Tumorknötchen im Bauch hattest. Und als die Tierärztin meinte, man müßte bei Deinem Alter auch mal überlegen, ob es nicht besser wäre, Dich einschläfern zu lassen, konnte ich es kaum glauben und hätte am liebsten nur noch geschrien. Es wäre aber nur noch eine Quälerei für Dich gewesen. Ich habe ja gemerkt, daß Du in letzter Zeit gar nicht mehr richtig da warst. Wir sind Dir so dankbar, daß Du aber noch so lange durchgehalten hast und nicht von selbst vor Erschöpfung gestorben warst. Bestimmt hat es viel geholfen, daß wir Dir noch geraspelte Möhren und Äpfel gegeben haben, damit Du trotz allem noch Flüssigkeit zu Dir nehmen konntest. Dennoch bin ich froh, daß es auf der Wiese passiert ist und Du so noch einmal die Gelegenheit hattest, Dein geliebtes Gras zu fressen. Kurz dachte ich, jetzt wird wieder alles gut, aber es wäre nie mehr gutgeworden. Vermutlich war es nur noch einmal ein kurzes Aufbäumen. Ich hatte mich auch so gefreut, als Du Dich an einem Tag mal wieder auf den Heuballen gestürzt hast und so viel fressen konntest. Fast eine halbe Stunde hast Du Dich gütlich dran getan. Ich hoffte so sehr, daß es wieder bergauf ging! Aber es war auch nur Momentsache. Dieser verdammte Tumor hinderte Dich am Fressen und Trinken und hat Deine ganzen Gewohnheiten durcheinandergewirbelt. Dabei hast Du es doch so geliebt. Wenn ich daran denke, wie verfressen Du mal gewesen bist, da merkte ich gleich, daß dies nun ein echtes Alarmzeichen war. Und auch, daß Du so abgemagert warst. Ich erkannte Dich bald nicht mehr wieder. So wie ich mein halbes Leben lang all die Jahre auf Dich aufgepasst habe, weiß ich, daß Du jetzt auf mich aufpasst. Auch wenn es verdammt wehtut, wenn ich kein fröhliches Wiehern und Brummen mehr zur Begrüßung höre. Es war immer, als wolltest Du uns etwas erzählen. Als wenn Du sprechen könntest. Und Du warst so intelligent und klug. Es war jedes Mal ein Glücksmoment, wenn Du mich mit Deinen dunklen, lieben Augen angesehen hast. Das ging mir durch und durch. Ich konnte immer zu Dir kommen, wenn ich Sorgen hatte. Du warst so ein wunderbarer Zuhörer und der beste Freund, den man haben konnte. Immer, wenn es mir schlechtging, konnte ich mit Dir reden. Und oft merkte ich, daß Du mich verstanden hattest. Wir waren ein echtes Dream-Team! Ich konnte mich Dir anvertrauen, in jeder Lebenslage. Umso schlimmer, wenn ich gesehen hatte, wie Du gelitten hast. Du warst am Ende Deiner Kräfte und schon gar nicht mehr in dieser Welt. Ich kannte Dich als so lebenslustigen und fröhlichen Haflingerwallach und nun warst Du nur noch apathisch und lustlos und nahmst kaum noch etwas wahr. Deine kleine Pferdeseele hat geweint, das habe ich gespürt! Du warst so tapfer und hast bestimmt nur für uns noch so lange durchgehalten. Du wolltest uns nicht verlassen, stimmt´s? Danke dafür! Danke für diese schöne Zeit mit Dir! Mein lieber Schatz, Du hast mir so eine große Freude auf Erden bereitet und warst mein Seelenpartner und Weggefährte. Ich konnte Dir blind vertrauen. Mit jedem anderen Pferd hätte ich Angst gehabt ins Gelände zu reiten, aber mit Dir war das nie ein Problem. Du warst so ein liebes Pferdchen. Allerdings konntest Du auch ganz schön stur sein. Und wenn Du wegen der Leckerlis geschnappt hattest, hat mich das doch ziemlich gekränkt. Das war nicht so schön. Du warst richtig verwöhnt. Aber ich hatte auch nie Angst, Dir bspw. eine Möhre oder einen Apfel mit der offenen Hand zu Fressen zu geben. Wie gerne hätte ich mich jetzt noch einmal auf Dich draufgesetzt. Nur draufgesetzt, um Dich noch einmal zu spüren. Dafür hatte ich noch extra ganz weiche Zügel gekauft. Die hätten Dir nicht wehgetan. Daß es jetzt plötzlich so schnell alles ging, war nicht fair. All die Jahre warst Du immer gesund und hast Dich rundum wohl bei uns gefühlt. Man sah Dir Deine Lebensfreude regelrecht an, wenn Du plötzlich anfingst zu springen und zu quietschen. „Jiiiii! Jiiiii“ Das tat richtig gut. Und was auch toll war, wenn Du Dich richtig schön genüßlich im Paddock von einer Seite auf die Andere gewälzt hattest. Bis Du anfingst zu kränkeln, als das mit dem Cushing herauskam. Da bekamst Du leider öfters Kolik und Dein Leidensweg begann. Gerade mal ein Jahr später habe ich Dich verloren. Es tröstet mich aber, daß ich weiß, daß Du ohne Schmerzen eingeschlafen bist und ich mich noch in aller Ruhe von Dir verabschieden konnte. Du warst nicht nur ein kluges, sondern auch ein sehr schönes Pferd. Nicht umsonst wurdest Du ja auf der Haflingerschau 1995 als Goldfohlen prämiert. Wenn Dein Schweif und Deine Mähne frisch gewaschen war, hast Du wie eine Lampe geleuchtet und gestrahlt. Du warst ein echter Hingucker! Ärgerlicherweise hast Du Dir das nicht lange gefallen lassen und bist dann schnurstracks in den Paddock gegangen, um Dich zu wälzen und wieder schmutzig zu machen. Die ganze Arbeit war dann oft umsonst! Und jetzt? Alles aus. Innerhalb von ein paar Wochen war jetzt alles zuende. Man hoffte immer noch, daß es nur die Zähne waren oder daß es nach der Kolik wieder besser wurde. Eine Ernährungsumstellung wäre das kleinste Übel gewesen. Aber dann kam ja auch noch das Fieber dazu. Es sank zwar wieder auf Normaltemperatur, aber an Deinem Todestag hattest Du erneut hohes Fieber. Ach, Alibi, soviel erinnert mich an Dich: Es tut einfach sehr weh, wenn ich sehe, wie leer der Stall und der Paddock jetzt sind. Die Leere ist kaum auszuhalten. Immer noch rede ich mit Dir, als wenn Du Dich nur in eine andere Ecke gestellt hättest, wo ich Dich nicht sehen kann. Dein Futter und Heu habe ich jetzt anderen Pferden gegeben, so daß sie noch davon fressen können. Aber blöd, ausgerechnet jetzt, wo das Heu endlich mal richtig gut war und Du es geliebt hattest, passierte so Etwas. Aber mittlerweile bist Du ja wieder zu Hause. Deine Urne steht bei mir im Büro und ich verspreche Dir, Deine restliche Asche werde ich dort verstreuen, wo Du „gewohnt“ hast und wo Du überall im Paddock gelaufen bist. Du sollst wieder heimkehren und spüren, wo all die Jahre Dein Zuhause war. Du bleibst in Deiner gewohnten Umgebung! Jetzt ist Dein Tod schon rund 1 Monat her und ich kann es immer noch kaum realisieren. Ich frage mich sowieso, wie ich es überhaupt alles so gut geschafft habe, Dich gehen zu lassen. Aber nur die Tatsache, daß ich weiß, daß Du keine Schmerzen mehr hast, hält mich aufrecht und tröstet mich etwas. Außerdem wäre es jetzt eine regelrechte Qual, in der Hitze nicht trinken zu können. Du bist jetzt über die Regenbogenbrücke gegangen und im Pferdehimmel, wo Du hoffentlich vom Papa empfangen worden bist und es Dir gutgeht. Er wundert sich sicher, daß Du nun auch dort bist. Bestimmt geht Ihr jeden Tag fleißig spazieren. Aber die Hauptsache ist, daß Du jetzt keine Schmerzen mehr hast, wieder jung bist und endlich wieder nach Lust und Laune trinken und fressen kannst. Ich weiß, daß Du jetzt gerade wild mit Deinen Artgenossenfreunden über die saftigen, grünen Wiesen galoppierst und ihnen vom Leben auf der Erde bei uns erzählst. Irgendwann werden wir uns wiedersehen, das ist sicher! Und dann hoffe ich, daß Du mich auch begrüßt und am Eingang stehst. Bis dahin hoffe ich, daß Du beim lieben Gott in guten Händen bist und er gut auf Dich aufpasst. Aber Dein Schutzengel und er haben es ja die ganzen Jahre gut getan. Deshalb bin ich da schon etwas beruhigt. Du bist und warst schließlich der allerbeste Freund, den man haben konnte. Auch wenn ich mich wiederhole: Mein treuer Wegbegleiter und Seelenverwandter, den ich nie vergessen werde! Ich bin so stolz auf Dich und die lange Zeit, die ich mit Dir erleben durfte! Dein Andy
Kondolenzbuch
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Kommentare
Konny mit Piccolino-Fly tief im ❤️
Kommentar vom 05.06.2026

Eines Morgens wachst du nicht mehr auf. Die Vögel singen, wie sie gestern sangen. Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf. Nur du bist fortgegangen. Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück. Johann Wolfgang von Goethe

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