Gedenkaktion zu Ostern

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Gedenkseite von Bela

Unser Bela, 
Sir Lancelot

Bela

15.06.200805.01.2026

Katze [Bombay Katze]

Veröffentlicht am 27.02.2026 von Heike Ansahl

Betreut von: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Potsdam

Bild von BelaBild von BelaBild von BelaBild von Bela

Alles drehte sich bei meinem Mann und mir um unsern Bela. Er war, er ist nicht von dieser Welt, er fehlt uns soooo immens. Seit 15 Jahren lebte Bela bei uns, in diesem Zeitraum unternahmen wir maximal 5 Kurzurlaube, ohne Bela war unser Glück nicht vollständig, selbst von diesen 1wöchigen Ausflügen kehrten wir früher zurück. Bela war so gelehrig, uns zum Gefallen spielte er Spiele, die uns gefielen. Sobald einer von uns, nach dem Einkauf, zurückkehrte oder wir beide vom gemeinsamen Ausgehen zurückkamen, begrüßte er uns immer an der Tür, dass wollte er auf keinen Fall verpassen. Dann schellte kurz unsere Alarmanlage durchs Haus, sofort im Anschluss hörten wir unsern 4,5 Kilo Bela die Treppe runterrasen, als wöge er 60 Kilo, wir mussten immer lachen. Er brachte uns so oft zum Lachen. Auch bei Gesprächen wollte er auf keinen Fall fehlen, er hörte so aufmerksam zu, irgendwie hat er geantwortet. Bela und ich blinzelten uns gegenseitig so oft an, soweit der Blickkontakt reichte, ein Blinzeln (ist ein Lächeln) war immer drin. Und überhaupt, er war so verschmust, suchte immer unsere Nähe. Die Vorbesitzerin von Bela war als Mutter von 5 Kindern mit seiner starken Kontaktfreudigkeit überfordert, doch unser Hauptgewinn. Als einer Ihrer Töchter, Bela’s besondere Kontaktperson in der Familie, ein Austauschjahr in Amerika antrat, betreuten wir vorübergehend diesen besonderen Kater. Wir, ich und mein Mann hatten jeder für sich in früheren Zeiten Hunde, doch in Bela spürten wir sofort Persönlichkeit, es war um uns geschehen, wir verliebten uns ihn. und kämpften um ihn, denn auch andere Nachbar wollten ihn gerne zu sich nehmen. Wir sind so immens dankbar, dass wir die Ehre hatten, mit ihm zu leben, ihn zu lieben und von ihm so geliebt zu werden. Durch unsern Bela lernte ich mich selbst tiefer kennen. In seiner Krankheitsphase spiegelte er mir meine Verhaltensweisen, z.B. mein Überbemuttern, ich korrigiertes es, um ihn als eigenständiges Wesen mit seinem individuellen Weg wahrzunehmen. Unterbewusst ging ich, irgendwie, davon aus, Bela ist genauso auf uns fixiert, wie wir auf ihn; höchstwahrscheinlich traf das auch auf einen großen Anteil zu, dennoch blendete ich sein Erleben ohne uns aus. Bei genauerer Betrachtung ging mir meine einseitige Sichtweise auf. Natürlich, Bela hat sein eigenes Leben, auch seinen eigenen Weg. Seine sanfte Lebensweise konnte er zuhause so hingebungsvoll ausleben, weil er seine wilde Seite in der Naturumgebung ausleben konnte. Sein Freund war ein Fuchs, manchmal holte der Fuchs Bela von unserm Grundstück ab oder zirka 23 h wartete Bela an der Ecke auf ihn, dann gingen beide los. Und zu meiner Überraschung war Bela der Bestimmer, der Fuchs war eher verspielt und tänzelte vor ihm rum oder Bela saß ziemlich cool da und der Fuchs heulte ihn an. Als ich es das 1. mal sah, traute ich meinen Augen nicht. Im letzten Jahr ließ sein Gehör stark nach und einige andere Kater markierten unsern Garten, stellten Besitzansprüche. Die Konsequenz, es brach uns das Herz, außerhalb des Grundstücks ihn gehen zu lassen, war nicht mehr zumutbar für uns und für ihn. Nun konnte er nicht mehr mit seinem Freund – Herrn Fuchs, auf Trebe gehen. Früher stromerte er spät abends/ nachts draußen herum, dann kam er nach solchen Rundgängen mit einem so glänzenden Fell zurück. Seine Augen leuchteten noch mehr, wir sahen ihm regelrecht seine Freude an. Zu spät durfte es nicht werden, dann sind hier vor Ort zu viele Wildschweine und Waschbären unterwegs. Hingegen Bela zeigte nie Angst, im Gegenteil er ging immer neugierig hin, es gab nur friedliche Begegnungen, doch geheuer war uns das nie. So klapperte ich immer mit dem Schlüssel und Bela kam nachhause. Später dauerte seine Rückkehr durch seinen Gehörverlust ziemlich lange, so gleich registrierte ich es nicht. Zuerst ging ich davon aus, er ignoriert mich, „es gibt so viel Spannenderes als Mutti s Klingel“, wobei er zuvor immer freudestrahlend nachhause kam. Eigentlich hätte mich das früher stutzig werden lassen müssen. So gesehen, hatten wir auch viel Glück, dass ihm nichts passierte. Nun, als diese starke Hörschädigung bei ihm losging, konnten wir ihn nicht mehr, über unsern Garten hinaus, rauslassen. Zumal auch eine Straße an unserm Grundstück mündet, zwar nur mit wenig Verkehr, aber dennoch. So verbaute mein Mann unsere Umzäunung, dann gelang Bela nicht mehr raus. Natürlich fand er immer mal wieder ein Schlupfloch, es wurde korrigiert, aber erstmal konnte er und wir damit gut leben. So konzentrierte er sich auf seinen geliebten Garten, genoss ihn in vollen Zügen. Er lugte immer mal wieder in andere Gärten und nach Absprache mit den Nachbarn schenkten wir ihm zum Geburtstag einen Streifzug ins andere Terrain. Wieder kam er mit seinem aufgestellten, glänzenden Fell zurück, welch Geschenk auch für uns. Bald spürten andere Kater - das Bela älter wurde, sie stellten Besitzansprüche. Es führte zu heftigen Kloppereien. Unser stolzer Sir Lancelot kam danach zurück und verkündete: 'ihr müsst erstmal den anderen sehe', es folgten viele Tierarztbesuche, unbedingt wollte er uns und den Garten verteidigen. Wir erfuhren, dass das auch die Rasse Bombay ausmacht. Bela wollte nicht loslassen und sich zurückziehen. Unsere Konsequenz folgte, wir müssen mit ihm zusammen im Garten Gassi gehen. Also gingen wir viele Monaten im Garten Gassi, es wurde für uns ein wunderschönes, gemeinsames Ritual, paar mal am Tag 20 min zusammen in die Natur, ihn in seinem Element beobachten oder an warmen Tag mit ihm draußen verweilen. Mein Glück, ich arbeite im Homeoffice, konnte einige Arbeit abends/nachts verlagern und zusätzlich half mir Bela oftmals am PC und/oder veranlasste er meine wohlverdiente Pause, die ich sonst nicht berücksichtige. Natürlich wächst solch eine Beziehung Jahr für Jahr, doch ich muss sagen, besonders das letzte Jahr brachte uns noch intensiver zusammen, wir drei reiften, tauchten noch tiefer in das Gegenwärtige ein. Die letzten Wochen wurden sehr Herausfordern für uns drei, Bela bekam epileptische Anfälle, ab Heiligabend waren wir viel beim Notdienst und bei unseren Ärzten vor Ort. Dennoch zeigte er, wie ein junger Kater, seine unbändige Lebensfreude. Weiterhin genoss er draußen die Natur im Garten und Rundgänge auch im Schnee, drinnen kuschelte er, fraß viel, wie eh und je und immer alles uns zum Gefallen. Bela turnte weiter seine Physoübung- indem er balancierend auf Luftkissen mit Noppen rauf und runter und freute sich auf kleine Fleischfetzen oder andere Leckerlis. Den richtigen Zeitpunkt zu finden, dass auch wir Loslassen müssen- begreifen wir heute noch nicht....... Ich glaube, Ihr lieben Mitstreiter- Ihr wisst, von was ich rede.... Das Ende muss ich ein anderes Mal schreiben, es zerreißt uns noch heute so extrem das Herz. Ich bin dem Rosengarten so dankbar für alles- meinen Freunden beschrieb ich, hier ist es würdevoller als bei vielen Menschen-Beerdigungen. Unsere Lieblinge haben es so verdient, sie machen uns zu besseren Menschen, finde ich. In Gedenken an unsern Bela, in ewig MEIN- in ewig Unser. Herzlichst, ein so dankbarer Stevie und so enorm dankbare Heike, Deine Eltern

Kondolenzbuch

67 Aufrufe, 6 Kommentare und 1 Rose

Kommentare

Konny mit Piccolino-Fly tief im ❤️

Kommentar vom 27.02.2026

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Wenn kleine Engel schlafen gehn, dann kann man dies am Himmel sehn, für jeden Engel steht ein Stern, deinen sehe ich besonders gern.

Andachtsbild von Konny mit Piccolino-Fly tief im ❤️

Heike mit Bela

Antwort vom 28.02.2026

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Liebe Konny mit Piccolo -Fly, es macht mich außerordentlich dankbar und demütig, solch liebevolle Unterstützung hier zu erfahren. Auch ich schicke Ihnen meine Anteilnahme mit dem Verlust von Ihrem Piccolo-Fly. Lieben, tiefen dank, herzlich, Heike

Tanja mit Timmy im 💘🐈🐾

Kommentar vom 27.02.2026

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Eine Rose für Ihre geliebte Samtpfote Bela ins Regenbogenland. Liebe Heike, ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft, diesen schweren Verlust zu verarbeiten. Run free, little angel. 🌹🕯🌈💖🐈 Herzliche Grüße von Tanja mit Timmy im 💘🐈🐾. Das Licht... Dunkel ist die Zeit der Trauer, jeder geht den Weg für sich, Tränenmeere, Kälteschauer, im Herzen dieser dumpfe Stich. Bunte Bilder, tausend Träume, der müde Körper trägt die Last, kalt und grau sind alle Räume, seitdem du mich verlassen hast. Der Tod hat wahrlich scharfe Krallen, er kam und hat dich mitgenommen, dann bin ich in ein Loch gefallen und bis heut nicht rausgekommen. Um Jahre älter, mein Gesicht, die Liebe ist so stark wie immer, ich zünd für dich ein helles Licht, hier in meinem düstren Zimmer. Im Kerzenschein sind wir uns nah, egal wie weit entfernt du bist, ich kann dich fühlen, du bist da, auch wenn es nur die Seele ist. Ich schau dem Flackern lange zu, dann wird es wirklich langsam Zeit, gebeugt lauf ich zum Ort der Ruh, denn heut ist Tag der Ewigkeit. Zum Stein, der deinen Namen trägt, bring ich Blumen... und das Licht. Du hast mein Leben tief bewegt... Erinnerungen sterben nicht! ©️ Doreen Kirsche

Andachtsbild von Tanja mit Timmy im 💘🐈🐾

Heike von Bela

Antwort vom 28.02.2026

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Liebe Tanja mit Timmy, ich bin so berührt, welch liebevolle Unterstützung man hier erfährt, aus tiefem Herzen danke ich Ihnen und auch für Ihren enormen Verlust, Ihrem Timmy, mein Beileid. Innige Grüsse , Heike

🌹

Kommentar vom 27.02.2026

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Dank dir für all die schöne Zeit, für Liebe, Treue, Wachsamkeit. Für jedes Schweigen, das verstand, für deine Nähe – Herz an Hand. Du warst mein Schatten, mein Licht zugleich, so ehrlich, klar und still und weich. Ein Blick von dir – und ich verstand, du warst mehr Freund als irgendwer im Land. Du hast mein Lachen mitgetragen, und still geweint an dunklen Tagen. Du warst ein Stück von meinem tiefsten Lebensglück. Jetzt gehst du leise, ganz wie du warst, doch deine Seele bleibt und rast durch all die Räume tief in mir – mein Herz wird ewig danken dir. So ruhe sanft, mein Lebenslicht, vergesse mich im Himmel nicht. Denn was uns band, bleibt ewig wahr du fehlst… und bist doch immer da ღ Im Schmerz verbunden , ein kraftspendender Gruß Diana mit Seelenhündin Lara ღ

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Heike Ansahl

Antwort vom 27.02.2026

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Liebe Diana, liebe Lara im Himmel, ich danke Euch sehr, Eure Verbindung, Eure Zeilen berührt mich so sehr. Tausend Dank. Herzlichst, Heike &Bela

Andachtsbild von Heike Ansahl

Rosen

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Ute mit Paulchen tief im Herzen❤️

Am 27.02.2026