Memorial page of Gina

Gina
Published on Oct 12, 2009 by Gerrit Borchert
Liebe Püppie! Im Jahr 1999, als du 1,5 Jahre alt warst, habe ich dich von deinem Vorbesitzer, der auch mein Nachbar war, gekauft, weil er keine Zeit mehr für dich hatte. Eigentlich konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt keine Extraausgaben leisten, weil ich arbeitslos war. Als du vor dem Besitzerwechsel dann aber an zwei Wochenenden bei mir warst, habe wir uns gefunden und ich konnte es einfach nicht mehr über mein Herz bringen, dich wieder zurückzugeben und dich dabei der Gefahr ausgesetzen, dass dein damaliges Herrchen dich an Türken verkaufen wollte. Im Jahr 2006 ist dann die absolut bescheurte Hundeverordnung erlassen worden und auf ein Mal hatten alle vor dir und mir Angst, obwohl du dich doch völlig sensibel und rücksichtsvoll gegenüber Menschen und Tieren verhalten hast. Seit Anfang diesen Jahres ist mir dann aufgefallen, dass du nicht mehr so fit bist und deshalb immer etwas länger gebraucht hast, mir zu folgen und den Katzen und Kaninchen nachzustellen. Ich hatte es immer mit deinem hohen Lebensalter in Verbindung gebracht, doch als du plötzlich am 30.08.09 so wenig gegessen hast und Gehprobleme bekamst, ging ich mit dir dann gleich zur Tierärztin. Die erste Diagnose, du leidest angeblich an Athrose, war leider falsch. Erst 5 Tage später, als du kaum noch laufen konntest, stellte sich heraus, dass deine Nieren versagen. Die Werte waren so schlecht, dass man dir und mir wenig Chancen auf deine Gesundung gab. Wir hatten nur noch ein halbe Stunde, um uns zu entscheiden, ob ich dich wieder mit nach Hause nehme und dich dort lieber einschläfern lasse. Als du mich so traurig angeschaut hast, wusste ich sofort, dass du mit mir zurück nach Hause willst! Leider hat sich dein Gesundheitszustand in den darauf folgenden 3 Tagen nur noch verschlechtert und du bekamst dann auch noch epiliptische Anfälle, die in immer kürzeren Abständen auftraten. Diese verdammten Harnstoffe hatten dein Gehirn geschädigt. Am Morgen des 09.Oktobers traten die Anfälle dann so heftig auf, dass meine Liebe zu dir keinen anderen Entschluss zuliessen, als dich zu erlösen und einschläfern zu lassen, obwohl ich es eigentlich verabscheue. Der Moment, als dein Atem ausblieb und dein Herz aufhörte zu schlagen, war für mich schlimmer als alles andere, was meinem Herzen jemals Schmerzen zufügte. Wenigstens bist du in deiner gewohnten Umgebung eingeschlafen und nicht im gekachelten Behandlungszimmer. Das Versprechen, was ich dir ein Leben lang gab, dich nicht verbrennen zu lassen, habe ich auch noch gehalten. Noch in der gleichen Nacht habe ich gegraben wie ein Maulwurf und dich noch einen ganzen Tag bei mir gehabt, damit ich mich so richtig von dir verabschieden konnte. Dein Grab kenne nur ich, weil ich es ganz allein ausgegraben habe und dich dorthin ganz allein gebracht habe. So weiss ich wenigstens, wo und das ich dich finde. Du warst mein Lebensinhalt, mein Ein und Alles. Mit dir habe ich den Tag begonnen und beendet!!! Ich werde an deinem Geburts- und Todestag immer etwas besonderes für dich machen!!! Danke, dass du ein Stunde nach deiner Beerdigung mir in einem Traum erschienen bist und mich umarmt hast!!! Der Traum hat mir viel Trost gespendet, weil ich ganz fest glaube, dass du dich dadurch bei mir bedanken und verabschieden wolltest!!! Danke, meine Püppie, für alles, was du mir gegeben hast und was ich mit dir erleben durfte!!! RUHE IN FRIEDEN, mein geliebter Schatz!
Book of condolence
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Comments
ulrike
Comment from Feb 8, 2016

Lieber Gerrit, mir sind die Tränen gekommen, als ich Deine Zeilen gelesen habe. Deine Püppie wird Dich nie vergessen und auf der Regenbogenbrücke auf Dich warten. Sie weiß, wie sehr Du sie geliebt hast. Ulrike mit Bonnie
Gerrit Borchert
Comment from Feb 8, 2016

Liebe Ulrike, vielen Dank für deine tröstenden Worte. Wie sehr man etwas liebt, weiss man erst, wenn man es verloren hat, weil das alltägliche Leben und die damit verbundenen Gewohnheiten uns manchmal die wahren und schönen Dinge vorenthält. Seit nunmehr fast zwei Wochen ist meine geliebte Gina tot und mein ganzes Leben erscheint mir seitdem nur noch halbwertig. Und trotzdem ich weiss, dass die Liebe und meine Tränen nicht umsonst sein werden, bin ich immer noch am Anfang meiner tiefen Trauer und Verzweiflung. Aber ich muss weiterleben, kämpfen und den Alltag bewältigen. So ist das Leben. ...Show must go on!!! Liebe Grüsse an dich und alle anderen Hundehalter...
Klaus Günther
Comment from Feb 8, 2016

hallo gerrit,auch ich habe tränen in den augen wenn ich hier die vielen beiträge lese.ich habe auch schon 3 hunde und 4 katzen hergeben müssen und auch wenn man weiss,dass sie nun erlöst sind kann nur jemand der das auch hinter sich hat nachfühlen wie es ist.der schmerz, so ein geliebtes lebewesen zu verlieren, ist furchtbar. ich denke auch ständig an meine lieben tiere die nicht mehr bei mir sind.im herzen bleiben sie uns. lieber gruss - Klaus
Gerrit Borchert
Comment from Feb 8, 2016

Hallo Klaus, Ich finde es sehr bewundernswert, wenn Du schon 3 Hunde und 4 Katzen hergeben musstest und trotzdem den Lebenswillen nicht aufgegeben hast. Sei stolz auf dich, denn soetwas zeugt von einer echten Tierliebe, die dir Kraft und Mut für die Zukunft gibt. Unsere verstorbenen Tiere haben eine Seele, die nun an einem Ort sind, an dem sie auf uns warten. Und das was sie von unseren Mitmenschen unterscheidet, ist, das sie keine Erkenntnis von \"Gut und Böse\" haben. Kurz: Tiere sündigen nicht!!! Leider, und ich behaupte wirklich leider, ist es so, dass ich den Tieren im Allgemeinen mehr vertraue als den Menschen. Ich wiederum kann es kaum noch erwarten, bis der Zeitpunkt für einen neuen Hund gekommen ist. Die zehn Jahre mit meiner Rottweiler-Hündin werde ich niemals vergessen, weil sie die bislang schönsten Jahre in meinem Leben waren. LG Gerrit
Muraki
Comment from Feb 8, 2016

Mein herzliches Beileid für den Verlust des Tieres! Ich habe auch einen Hund, der allerdings schon von kleinauf an eptileptischen Anfällen leidet. Mittlerweile ist er acht Jahre alt und die Angst, dass wenn ein neuer Anfall kommt, er es nicht überleben könnte, weil sein Körper es nicht mehr verkraftet, ist täglich vorhanden. Es fällt mehr als schwer sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen, weil man seinen Freund am liebsten nie her geben möchte...
G. Borchert
Comment from Feb 8, 2016

Hallo, Muraki! Vielen Dank für dein entgegengebrachtes Beileid. Das mit der Epileptsie ist schon eine schlimme Sache. Es kommt mir immer noch so vor, als wenn meine GINA erst gestern verstorben wäre. Ich kann jeden nur empfehlen, seinen Hund zu begraben, damit man einen Ort der Trauer hat, an dem man sich zu jeder Zeit hinbegeben kann. Mir hat hat es jedenfalls sehr geholfen, da ich mittlerweile einmal die Woche an ihrem Grab bin. Alles Gute und ein langes Leben für dich und deinen Hund. LG G.Borchert
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