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Nita

Bilder von Dir überdauern - bis in die Ewigkeit (Laith AlDeen)

May 7, 2012Mar 17, 2020

dog [Labradoodle]

Published on Apr 8, 2020 by Anette und Ulli Seidel

Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Südniedersachsen

Nachruf für Nita: „Bilder von Dir überdauern – bis in die Ewigkeit….“ (Laith alDeen) In tiefer Dankbarkeit für die Zeit, die sie an unserer Seite war, mussten wir sie gehen lassen, denn jede andere Entscheidung wäre gegen sie und völlig egoistisch gewesen. Ein Hund, der kein Hund war….sie war anders. Definitiv anders. Kostbar. Wertvoll. Besonders. Stolz. Sie hast uns gelehrt, dass Liebe absolut ist! Wenn sie geliebt hat, dann bedingungslos. Allem voran die Liebe zu ihrem Herrchen. Er war derjenige, dessen Nähe so wichtig für sie war – in fast jeder Situation. Es bestand eine zärtliche Verbindung, die sie mit ihrem Leben verteidigt hätte. Nur Herrchen konnte sie beruhigen wenn sie sich aufregte, nur Herrchen konnte Sicherheit vermitteln. Nach den epileptischen Anfällen, die in Folge immer mit Orientierungslosigkeit verbunden waren, suchte sie Halt und Trost nur bei ihm. Sonst gab es nur wenige Menschen, die sie in ihr Herz geschlossen hatte – z.B. unseren Sohn, meinem Lieblingsmenschen Gela. Wenn diese Menschen zu uns kamen, dann freute sie sich wie ein Welpe….so ehrlich…..so impulsiv…so emotional…..mitsamt „unter sich pullern“. So fühlt sich Liebe an… Alle anderen Menschen waren o.k., solange sie sich ihr nicht nähern wollten, sie nicht anstarrten. Ich habe irgendwann aufgehört es zu kommentieren, wenn sie jemand (Besitz beanspruchend) den Kopf auf die Füße legte und dieser jemand dann begeistert behauptete: „Schau, sie mag mich“. Sekunden später hat ein warnendes Knurren die Begeisterung gebremst. Sie konnte auf sich aufpassen – hatte Bärenmut (Nita= indianisch: Kleiner Bär). Sie hat uns damit gelehrt, dass Menschen mit ihren Interpretationen häufig so falsch liegen. Ich durfte von ihr lernen alles zu überdenken – alles aus anderen Blickwinkeln zu sehen und das "warum" hat mich oft herausgefordert. Sie hat uns gelehrt, dass ein geflüstertes „Nein“ ebenso zählt wie ein gebrülltes. Wer sie kannte, der wusste, dass ein Zucken in ihrem süßen Gesicht bedeutete, dass man zwingend sofort mit dem aufhören sollte, was man gerade mit ihr vorhatte. Sie hat mich gelehrt auch zu meinem „Nein“ zu stehen – ich werde auf ewig dankbar sein, denn das fällt mir sehr schwer. Ein „Nein“ aussprechen - ohne Begründung - das ist es wohl, was ich lernen sollte. Sie hat uns gelehrt, dass tief empfundene Freude alles unfassbar leicht machen kann. Ich sehe sie vor mir, wenn sie mit ihrem Schnulli in der Sonne rumhüpfte, wenn sie ins Wasser springen durfte und darin mit den Vorderpfoten Wassertropfen hochspritzte, die sie dann zu fangen versuchte. Ich glaube, in solchen Momenten hat sie laut gelacht. Überhaupt war Spiel für sie besonders. Sie spielte selten, aber leidenschaftlich. Ein wichtiges Ritual für sie war das morgendliche Spiel mit ihrem Herrchen. Man konnte nicht anders - musste mitlachen. Dabei war sie sich selbst oft genug, spielte jedoch auch gern mit uns, fast nie mit anderen Hunden. Sie war immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Regierte wie eine Königin, alles tanzte nach ihrer Nase. Mama Jacy nicht immer…das ärgerte sie maßlos. Sie hat uns gelehrt, dass jede Methodik im Bereich Hund wirklich nur für uns Menschen (vielleicht) gut ist. Kommando`s wie „Sitz“ oder „Platz“ brauchte sie nicht, hätte sie nie befolgt. Wenn sie es sinnvoll fand, was wir von ihr wollten, dann hat sie es getan – sonst eben nicht. Ich bin dankbar, dass sie mir Gelegenheit gab, darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist. Dabei brauchten wir nie Sorge haben, denn ihre Entscheidungen waren klar und ehrlich und für sie nie falsch. Sie hat sie nie weit von uns entfernt und eine Leine war nur nötig, wenn sie Anlass sah, uns oder sich zu verteidigen. Wir haben früh begriffen, dass wir den Versuch einstellen müssen „sie unter zu ordnen“ (wie man uns am Anfang häufig raten wollte). Wie unnötig auch! Es gab nur zwei wichtige Regeln, die sie befolgte. Die eine war: Wir sind keine Hunde. Die zweite: Unser „Nein“ im richtigen Moment unterbricht ihre eigene Entscheidung. Damit haben wir wunderbar zusammen gelebt und es hat uns das wundervolle Gefühl gezeigt, was das mit uns macht, wenn ein Hund so eigenständig und stolz mit uns leben darf. Ganz oft hat sie nachgefragt, ob sie handeln soll. Eine stille, innige Kommunikation... Sie hat uns gelehrt, dass man viel von anderen lernen kann. Sie beobachtete ständig. Alles. Ahmte dann und wann nach, was uns zum Grinsen brachte. Z.B. schaute sie Papa Murphy beim pullern zu. Sie versuchte es zu machen wie er – hob das Beinchen so hoch es ihr möglich war, scharrte – und schaute sich danach um, welche Wirkung das hatte. Unsere „Rüdin“…. Sie hat uns gelehrt, dass Angst ein realer, wichtiger Instinkt ist. Wenn sie Angst spürte (ausschließlich in Situationen, die sie nicht beeinflussen konnte), hat sie versucht sie zu umgehen. Vor vielen Jahren hat sie z.B. mal die Erfahrung gemacht, dass einen Stromlitze weh tut und sie nichts dagegen tun kann. Seit dem hat sie sich geweigert, aus dem Auto zu steigen bei den Pferden – wenn der Strom angestellt war. So einfach war das. Die Epilepsie machte ihr schlimm Angst. Es gab keinen Ausweg. Angst machten ihr auch die Menschen im Krankenhaus, die ihr unsanft einen Maulkorb verpassten zum Röntgen, sie berührten, obwohl sie doch „nein“ gesagt hat. Ich werde nie ihr ungläubiges, trauriges Gesicht vergessen….verzeih`uns Niti. Sie hat uns gelehrt, wie wertvoll das Heim ist. Hat es verteidigt gegen jeden, der es ungefragt betreten wollte. Hat schon geknurrt, wenn sie den Fischreiher nur am Himmel gesehen oder sein Gekreische gehört hat. Vögel? Fliegen? Anderes Getier? Doofe Nachbarn? Alles das hätte sie töten wollen – Gefangene gab es für sie nicht. Sie hat uns gelehrt, dass Gesundheit zwingend zu beachten ist. Seit ihrem ersten Atemzug haben wir uns um sie gesorgt. Sie war schwach, kalt und viel kleiner als ihre Geschwister und kaum lebensfähig…..eine große Seele im falschen Körper. Ihre Gesundheit hat uns über die Jahre beschäftigt – etwas war immer. Sie selbst hat sich nie geschont – so war das Ende nicht abzuwenden. Vielleicht wollte sie es so? Sie hat uns gelehrt, dass Stille gut tut. Laute Geräusche hat sie gehasst und deutlich und laut kommentiert. Egal ob Staubsauger, quietschende Rührbesen im Kochtopf, laute Kinder…..ihr war die Stille lieb und das forderte sie lautstark ein. Es tat so gut, mir ihr einfach zu sein – still mit ihr zu sitzen, zu fühlen. Jetzt, hier, immer….ist diese Stille sehr präsent. Es ist still um uns – immer dann kann ich sie fühlen….ich glaube, ihre Eltern auch. Mach es gut mein Herz – bis wir uns wiedersehen, hast Du im Himmel aufgeräumt <3 Wenn Du uns brauchst – Du musst nur flüstern. Unsere Namen in Deinem Herzen….wir werden da sein.

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Unbekannt

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für Nita

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