Memorial page of Murcia

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Murcia

Immer in unserem Herzen....

02/05/200602/25/2016

dog [Rottweiler]

Published on 03/07/2016 by Anke

Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Hamburg

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Ich möchte euch eine Geschichte erzählen…meine Geschichte. Ich war noch ein Baby als ich ganz alleine auf die Reise von einem warmen und sonnigen Land hierher geschickt wurde. Ich musste in einem Käfig reisen, das war sehr beängstigend, da waren auch noch andere Hunde, die alle ganz viel gebellt haben. Die Reise war aufregend für mich, ich hatte Angst, denn ich war noch nie ohne meine Mama und meine Geschwister… Als ich hier angekommen war, holte mich ein Mensch ab und setzte mich samt Käfig in so ein Ding, dass die Menschen Auto nennen. Der Mensch redete viel mit mir, fragte mich wie die Flugreise war… ich hab gar nix gesagt, und was bitte ist eine Flugreise? Irgendwann holte man mich aus meinem Käfig und ich war bei Menschen, die schon 3 andere Hunde hatten. Die anderen Hunde mochten mich nicht besonders, sie zwickten mich immer und nahmen mir mein Futter weg. Wenn ich allein mit dem Menschen unterwegs war, war das eigentlich immer sehr schön, mittlerweile hatte der Mensch mir sogar einen eigenen Namen gegeben… jawoll ! Er sagte, ich käme aus Murcia, einer Stadt in Spanien, deswegen nannte er mich nach dieser Stadt. Ich war echt stolz ! Manchmal gingen wir zu ganz grossen Tieren, auf den Menschen sassen, da waren immer ganz viele, mein Mensch nannte das Reitstall. Ich fand das da immer ganz toll, da konnte ich rennen und viele Menschen streichelten mich. Eines Tages war da ein Mensch, der sagte“ Oh Gott-ist die süss“… „die würde ich sofort nehmen“, dieser Mensch streichelte mich, nahm mich auf den Arm und er roch soooo gut. Aber mein Mensch sagte, das ginge nicht, weil ich ein Geschenk eines Geschäftsfreundes sei. Ich wuchs und wurde grösser, aber ich fühlte mich nicht wohl, denn mein Mensch hatte immer weniger Zeit für mich, er beschäftigte sich lieber mit den andern Hunden, das machte mich ganz traurig und ich hab ganz oft Pipi gemacht, dorthin, wo es verboten war. Der Mensch schimpfte dann immer mit mir und eines Tages hörte ich, wie man über mich sprach- dass ich weg sollte. Ich wusste nicht was das bedeutete. Ich kam dann immer wieder zu Menschen, die mich nur sehr kurz haben wollten und musste immer wieder zurück zu meinem Menschen. Eines Tages, ich war schon fast gross, fuhr der Mensch mit mir zu einem anderen Menschen, den Geruch hatte ich schon einmal in der Nase gehabt und ich mochte diesen Menschen auf Anhieb. Die Menschen redeten kurz miteinander und dann war mein Mensch weg. Da war ich also wieder bei neuen Menschen, ich wusste nicht so recht was ich tun sollte und hab erstmal Pipi in das Wohnzimmer gemacht, aber die Menschen haben nicht geschimpft, sondern mir ihren grossen Garten gezeigt und mir erklärt, dass ich dort mein Pipi machen könne. Das hab ich dann auch sehr schnell gelernt. Ich spürte, dass ich bei diesen Menschen bleiben würde, und das tat ich auch. Ich hab ein wundervolles Jahr dort verbracht, wir reisten in ein Land am Meer, machten dort etwas, was die Menschen Urlaub nannten. Dann haben sie mir sogar einen Spielkameraden gebracht. Der sah genauso aus wie ich. Ich hab dann erfahren, dass wir Rottweiler sind, dass sagte mir aber nichts – ich war einfach ein Hund. Socke – so hiess mein Kumpel – hatte so gar keine Erziehung und er meinte ständig, dass er der erste sein müsste. Das hab ich ihm aber schnell abgewöhnt, ging ja gar nicht ! Schliesslich war ich zuerst hier und es waren meine Menschen. Mit der Zeit hab ich ihn echt lieb gewonnen, auch wenn er so seine Macken hatte. Wenn`s drauf an kam, war er immer da ! Eines Tages zog der Sohn meiner Menschen aus, da war ich echt traurig, aber er kam oft zu Besuch. Meine Menschen sagten nun immer „ komm zu Mama“ oder „ komm zu Papa“. Das war echt cool, jetzt waren wir die Kinder ! Mama und Papa waren immer für uns da, wir haben echt viel Spass gehabt. Manchmal durften wir sogar mit in ihr grosses Ding, dass sie Bett nannten. War immer ein wenig eng, aber es war toll so nah an unseren Menschen zu sein. Die Jahre vergingen, mein Kumpel und ich wurden älter… vor einiger Zeit merkte ich, dass irgendetwas bei mir nicht stimmte. Mein Rücken tat weh, mein linkes Bein wollte nicht so ganz, wie es sollte. Aber ich hab mir nix anmerken lassen. Mama hat es trotzdem irgendwie bemerkt und sagte zu Papa, dass ich jetzt wohl in einem Alter wäre, wo die Wehwechen anfangen. So ein Quatsch !!! Ich werde 10 !!! Überhaupt kein Alter für Wehwechen ! Aber diese komischen Sachen, die Mama und Papa als Wehwechen bezeichneten, kamen immer öfter. Manchmal fiel es mir unendlich schwer, aufzustehen, ich hab das überhaupt nicht verstanden… meine Beine waren doch da, aber warum spürte ich sie nicht richtig ? Irgendwie grummelte es auch immer ganz laut in mir, manchmal mochte ich auch mein Essen nicht, aber den beiden zuliebe habe ich dann immer etwas gegessen. Dann kam der Tag, wo ich gar nicht mehr aufstehen konnte, Mama hat mich gestreichelt und gesagt es wäre alles gut, mir würde gleich geholfen werden. Ein wenig später kam eine sehr nette Frau, ich kannte sie schon von früheren Besuchen, die hat mein Herz abgehört und versucht mich aufzustellen, aber meine komischen Beine wollten nicht. Mama und Papa haben lange mit der netten Frau gesprochen, dann haben sie telefoniert und mich ins Auto gebracht. Ich war ganz aufgeregt, wir fahren Auto !!! Toll !!! Als wir ankamen, war da ein ganz grosses Gebäude, wir mussten in so einen Raum, wo ganz viel Hunde und Katzen waren, manche von denen schienen traurig zu sein, andere ganz aufgeregt. Dann mussten wir in einen Raum wo ein netter Herr auf uns wartete, er machte etwas mit mir, was er „untersuchen“ nannte. Ein wenig später hatte er ganz seltsame Bilder in der Hand und er sagte Mama und Papa so Wörter wie Spondylose und Knochenkrebs. Mama weinte ganz fürchterlich, ich hab mich dann bemüht aufzustehen und es auch geschafft, schliesslich musste ich sie ja trösten, obwohl mir überhaupt nicht klar war, warum sie weint. Der nette Herr hat mir Lekkerlie gegeben und dann hab ich einen Pieks gespürt, kurz darauf waren meinen Beine wieder richtig da und ich bin mit meinem Menschen zum Auto und nach Hause gefahren. Mama und Papa haben zuhause ganz viel telefoniert und immer wieder sah ich, dass sie ganz traurig waren. Mama kam zu mir und hat gesagt, dass sie mir verspricht, dass ich niemals leiden werde und dass sie mich liebt und noch viele andere Sachen. Ich hab das nicht so ganz verstanden, aber ich fühlte mich gleich besser. Ich bekam jeden Tag komische Tropfen, die schmeckten gar nicht, aber ich hab sie Mama zu liebe genommen. Die Tropfen waren echt toll, meine Beine waren wieder da, ich konnte laufen und mit meinem Kumpel spielen. Aber Mama und Papa veränderten sich, auch wenn ich Blödsinn gemacht habe, wurde nicht geschimpft, ich durfte Sachen essen, die ich vorher nicht essen durfte und sie haben unendlich viel mit mir gekuschelt. Aber ich merkte, dass mit mir trotzdem etwas nicht richtig war. Ich war so oft müde, das aufstehen wurde auch wieder schwieriger…. Und Mama und Papa guckten mich immer ganz besorgt an. Auch mein Kumpel nervte mich nicht mehr, er blieb oft auf Aufstand, legte sich in meine Nähe. Mama und Papa sagten mir immer wieder, wie sehr sie mich lieben und das fühlte sich toll an… ich liebe sie auch. Vor einigen Tagen merkte ich, dass etwas so gar nicht stimmte, ich konnte gar nicht mehr aufstehen und ich habe Pipi unter mich gemacht, alles tat mir weh. Mama guckte mich an, weinte und sagte mir, dass alles gut werden würde, sie würde sich an das gegebene Versprechen halten. Mein Papa war selber krank, ich hatte ihn schon ein paar Tage nicht gesehen und gehört, dass Mama sagte, dass er im Krankenhaus ist. Also war Papa wohl auch krank…ich hab ihn doll vermisst. Mama hat ganz viel telefoniert und ständig geweint, aber ich konnte nicht aufstehen um sie zu trösten. Irgendwann kam dann Mamas Kind. Auch er weinte ganz doll und hat mich immer wieder in den Arm genommen. Ich verstand gar nicht, warum sie so weinten, tat ihnen auch etwas weh? Dann kam wieder diese Frau, die schon einmal bei uns war, ich wollte so gerne aufstehen, aber egal wie sehr ich mich auch bemühte, mein Körper wollte sich nicht bewegen… Ich höre noch, wie Mama mit der netten Frau sprach und zu ihr sagte, dass sie es mir versprochen hat… alle sassen um mich herum, mein Kopf lag auf Mamas Schoss, Mamas Sohn streichelte mich und hielt meine Pfote, Socke lag neben mir…. Und ich fühlte mich unheimlich geborgen und sicher. Ich spürte einen kleinen Pieks und kurze Zeit später wurde ich unendlich müde, aber mir tat nichts mehr weh… Mama streichelte mich unaufhörlich und sagte mir immer wieder dass sie mich liebt und wie leid es ihr tut und das ich verzeihen möge. Auf einmal konnte ich wieder laufen und ich sah Mama mit den anderen Menschen um etwas herum sitzen, sie weinten ganz doll und ich wollte sie anstupsen, aber das ging gar nicht. Ich war sehr verwundert – ich bin hier ! Mir geht es gut ! Sehr ihr mich denn nicht ? Und dann sah ich ihn… diesen wunderschönen Regenbogen, in all seinen Farben, eine riesige Brücke und dahinter grüne Wiesen auf denen andere Tiere herumtobten. Es war atemberaubend. Am Anfang der Brücke stand ein Hund, den kannte ich von früher, ich lief zu ihm hin und fragte wo wir sind. Er meinte, wir sind jetzt im Regenbogenland, einem Land, wo es allen Tieren gut geht, wo niemand Schmerzen hat, wo sie auf ihre Menschen warten, um sie eines Tages dort an dieser Brücke abzuholen. Jetzt bin ich also im Regenbogenland, aber nicht immer, manchmal besuche ich Mama und Papa und meinen Kumpel Socke, versuche sie zu trösten, auch wenn sie mich nicht sehen können, sie scheinen zu wissen das ich da bin… und ich flüster ihnen ins Ohr das alles gut ist, das ich ihnen für ihr Versprechen danke. Ich erzähle ihnen, wie toll mein Leben war und dass ich mich unendlich geliebt fühle… und jetzt passe ich auf sie auf… bis wir uns eines Tages im Regenbogenland wiedersehen

Book of condolence

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Comments

Charlotte

Comment from 03/18/2016

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Ich wünsche Euch viel Kraft und viel Liebe für Socke . Euer Text hat mich zu Tränen gerüht den wärend dem Lesen liefen mir die Tränen über die Wangen sowas schönenes hab ich noch nie gelesen . Sie wird immer in Euren Herzen sein und auf Euch warten . Das Bild ist meine Bella auch sie hat eine Lange reise Hintersich gebracht und auch Ich werde alles tun damit Sie später nicht Leiden muss . Lg Charlotte

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Ulla

Comment from 03/18/2016

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Liebe Anke, du hast für Murcia getan, was du konntest und sie in Liebe gehen lassen. Ich wünsche dir viel Kraft für die schwere Zeit, die du und deine Familie, dazu zähle ich auch Murcias Hundekumpel Socke, jetzt durchmacht. Irgendwann sehen wir uns wieder - am anderen Ende des Regenbogens. Liebe Grüße Ulla

Mone

Comment from 03/17/2016

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Hallo liebe Anke... Ich lese Murcia's Geschichte und mir laufen einfach die Tränen .... Obwohl es natürlich eine wunderschöne Geschichte ist, die euch für ewig verbindet. Auch wenn wir uns nicht kennen bin ich in Gedanken bei euch u Murcia... Ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit u Murcia eine gute Reise ... Mone mit Patch

Silvia

Comment from 03/17/2016

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Hallo Anke.Deine Geschichte ist traurig aber genau so habe ich sie mit unsrer Kelly erlebt. Ich wünsche Euch alles alles liebe.Viele Grüße Silvie

Michaela

Comment from 03/17/2016

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Ein wunderschöner Eintrag - er hat mich zu Tränen gerührt. Ich wünsche Ihnen auf dem Weg noch viel Kraft. In Gedenken an Murcia

Ines

Comment from 03/17/2016

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Sehr schöner Eintrag über Ihre kleine Maus. Ich wünschte sie wäre damals schon zu Ihnen gekommen. Aber sie hat ja noch eine wunderschöne Zeit gehabt. Wir mußten unsere Maus vor genau 3 Jahren gehen lassen. Es ist nicht einfach. Ich wünsche Ihnen alles Liebe. Ines mit Ayla im Herzen u. Wendy an der Leine

Claudia & Christoph

Comment from 03/10/2016

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Hallo.....ganz ganz toll erzählt und kommt mir so vertraut vor. ...unsere maus lucy mussten wir letzte Woche erlösen. ...lungenkrebs durch mutter tumore ....iss noch so frisch...aber ihr Hund war anscheinend genauso toll wie unsere. ...haben eins gemeinsam. ... unsere Hunde werden NIEMALS vergessen. ...unsere Seelenhunde. R.I.P Murcia und R.I.P Lucy

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