Memorial page of Anatol

Anatol
Coole Gelassenheit und Entspanntheit - so wars Du Anatol!
dog [Mischling]
Published on 11/19/2020 by Christoph
Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale OWL




Lieber Anatol! Freud und Leid liegen leider oft eng beieinander. Habe ich vor kurzem noch gedacht, dass ich über Dich und Fiona so richtig toll begeistert bin und schöner könnte es nicht sein - so bin ich immer noch mehr als nur tieftraurig über Deinen Tod. Ich kann mich noch sehr gut an Deinen Steckbrief vom Verein „Ein Herz für Boxer“ erinnern und an die schlaflose Nacht vor Deiner Abholung am 14. Dezember 2013. Dein Foto war nicht so eindeutig, so dass ich träumte, du wärst so groß wie eine Dogge. Aber zum Glück warst Du es nicht und Du hast in unser Auto gepasst. Nach über 20 Stunden Fahrt in einer Box von Spanien aus warst Du echt erledigt und hast Dich erst einmal bei uns ausruhen müssen. Und am nächsten Tag haben wir begonnen uns kennen zu lernen. Am Anfang bist Du auf alles gesprungen, was Du nicht richtig einordnen konntest – sogar eine Plastiktüte hast Du angesprungen und du warst wie ein Staubsauger. Deshalb haben wir aufgepasst, dass du nicht irgendetwas frisst. Ein Stück Pizza habe ich dir mal aus dem Maul geholt, seitdem hast du nichts mehr von der Straße gefressen. Die ersten Shoppingtouren waren auch sehr anstrengend, denn du warst richtig aufgeregt und ich musste mich schon anstrengen dich zu halten. Kein Verglich zu unseren Shoppingtouren später. Denn da habe ich dich einfach abgelegt und du bist liegen geblieben und hast auf meine Tasche aufgepasst. Andere Kunden dachten schon du bist ein Ausstellungsstück des Geschäfts. Und ich war immer sooooooo stolz auf dich. Du hast dich nach kurzer Zeit voll und ganz auf uns eingelassen, an Gewicht und Muskeln zugenommen und hast es genossen einfach nichts tun zu müssen. Das Einzige was Du solltest: auf uns hören und da sein. Hast Du am Anfang noch Kaninchen hinterhergejagt und mich ins Feld gezerrt so konnten später die Rehe vor deiner Nase stehen und nichts ist passiert. Es hätte nur noch gefehlt, dass du die Rehe zum Kaffee eingeladen hättest. Wenn ich daran denke, dass dich meine zweijährige Nichte 2014 am Geschirr geführt hat …. sie viel kleiner als du und du hast gewähren lassen. Wenn ich daran denke, wie sie und mein Neffe oder auch andere Kinder dich streicheln und anfassen durften und ich keine Angst hatte so wird mir noch heute warm ums Herz. Aber wie das Leben so spielt so haben wir auch einige Hürden meistern müssen. Kurz nach deiner Ankunft wollten wir unbedingt wissen wie du auf andere Hunde reagierst, um uns bei Hundebegegnungen darauf einzustellen. Leider sind wir auf sogenannte Hundetrainer gestoßen, die unsere Wünsche nicht berücksichtigt haben und dich in eine Spielgruppe steckten. Und du hast gezeigt was ein spanischer Tierheimhund mit deinem Kaliber so kann - nämlich binnen Zehntelsekunden einen anderen Hund in die Mangel zu nehmen. Das hätte übel ausgehen können. Aber es ist nichts weiter passiert außer dem Schock. Und die nannten sich „Hundelogiker“…! Tatsache war nämlich, dass du keine unerzogenen und unsicheren Hunde mochtest und meintest, diese erziehen zu müssen. Du hast Dich drauf geschmissen ohne zu beißen. Bei souveränen Hunden warst du eher Kumpel oder sogar unterwürfig. Sonst hätte sich die kleine Dörte nicht auf dein Kissen und du dich dann auf ihr Kissen gelegt. Du warst ein super guter Lehrmeister in der Hundesprache und ich konnte verdammt viel von dir lernen. Leider hat deine Gesundheit das eine sowie das andere Jahr uns einen Streich gespielt. Deine Nabelbruch-OP Anfang 2014 war da noch ein Kinkerlitzchen. Anfang 2016 bist du immer schlechter gelaufen und ich war zwischendurch echt ratlos. Denn ein Tierarzt meinte, du müsstest damit leben unter Einnahme von Schmerzmitteln, ein anderer wollte eine Goldimplantation vornehmen und immer war die Rede von MRT und Arthroskopie. Selbst der Heilpraktiker hat nicht helfen können. Erst ein polnischer Arzt während unseres Urlaubs hat festgestellt, dass Du eine simple Sehnenentzündung hast. Mit Magnetfeldtherapie und Tiefenlaserbestrahlung konntest Du nach 4 Tagen wieder laufen – nach einer gefühlten Ewigkeit der Schmerzen. Dass selbe Spiel hattest du dann zwei Jahre später auf der anderen Seite, aber da wusste ich besser Bescheid wie ich dir helfen konnte. Und diese Entscheidung war richtig! Und seit 2016 bist du regelmäßig zur Physio gegangen. Wobei dir das Wassertreten so gar nicht gefallen hat. Vielmehr hast du die Massage bevorzugt. Letzteres hast du mir und deiner Physiotherapeutin eindeutig zu verstehen gegeben, indem du demonstrativ deine Vorderpfoten auf die Massageliege gestellt hast. Das war auch wirklich ein Bild für die Götter und wir mussten lachen. Dein Wunsch war uns Befehl und du hast vorzugsweise deine Massagen bekommen. Ach Anatol, ich werde das vermissen! Naja, und letztes Jahr hast du mir Sorgen bereitet. Dein Geschwulst an deiner Seite war so groß geworden, dass ich dich operieren lassen musste. Gott sei Dank hat man die OP abgebrochen, denn dein Herz hat nicht mitgespielt. Also haben wir erst dein Herz untersucht und dann eine OP gemacht, die auf dich abgestimmt war. Da habe ich schon ganz schön Angst um dich gehabt. Aber du hast es überstanden. Denn du hattest ja die Aufgabe unseren Neuzugang Fiona das Hundeleben bei uns beizubringen. Fiona war wohl alles andere als ausgeglichen und ruhig. Sie wollte dich maßregeln und dir dein Essen wegnehmen. Aber du hast dich auf uns verlassen, uns regeln lassen und Fiona die nötige Ruhe und Gelassenheit vermittelt. Fiona hat dann auch irgendwann gemerkt, dass du absolut keine Konkurrenz bist und wir als Team mit gegenseitigem Respekt zusammenleben. Du und Fiona seid mit ihrer Ankunft am 16. November 2019 wirklich gut zusammengewachsen und was soll ich sagen……. Fiona vermisst dich so richtig doll. Die erste Zeit wollte sie dich für den Spaziergang aus dem Bett holen, aber dein Platz war leer…sie hat dich zum Essen gerufen, aber du kamst nicht. Und das Sonntagsbrötchen wollte sie wie immer mit dir auf dem Läufer in der Küche zugeteilt bekommen, aber du warst nicht mehr da. Unsere Spaziergänge werden nicht mehr von deinem langen Schnüffeln und Pipi-machen unterbrochen und wir müssen nicht mehr auf dich waren, weil du so langsam gelaufen bist. Nun bist Du deine letzte Reise angetreten. Ein verdammter Tumor hat dafür gesorgt und wir mussten dich gehen lassen. Das war eine verdammt schwere Entscheidung! Wir vermissen dich immer noch sehr, sogar deine Pupse. Doch wir werden immer an dich denken. Grüße Daisy und Dörte und falls auch Katzen dort sind, dann grüße mal den dicken Stromer. Bis Bald!
Book of condolence
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Comments
Marlies mit Pietsch tief im Herzen
Comment from 12/22/2020

Eine Rose für Annatol ins Regenbogenland Niemand ist fort den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart. Stefan Zweig Lieber Christoph ich wünsche Ihnen viel Kraft in der Zeit der Trauer Herzliche Grüße sendet Ihnen Marlies mit Pietsch tief im Herzen

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