Memorial page of Rambo

Rambo
Ein Jahr vergangen, doch der Schmerz brennt wie in der ersten Minute...
dog [Jack Russel]
Published on 04/20/2016 by Andreas Frühauf
Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Leipzig



Warum? Ich sehe aus dem Fenster, sehe hinaus in ´s Tal. Ein Tal weit weg von zuhause. Ein Tal im Hochschwarzwald. So viel ist geschehen in den letzten Monaten. Schönes und trauriges. Doch das ist vorbei. Auf dem Desktop meines Computer sehe ich ein Bild von Dir. Ein Bild aus glücklichen Zeiten. Als Du noch bei mir warst. Heute ist es ein Jahr her, dass ich Dich gehen ließ. Ein langes Jahr fast ohne Freude. Ohne Licht, ohne Lachen. So viel Geld ausgegeben, um Dich zu retten. Doch nichts half. Keine Chance, Dich zu halten. Es war so furchtbar, Dich leiden zu sehen. Doch noch schlimmer, Zu spüren, das die letzten Augenblicke verrannen. Dich bis ganz zum Schluss im Arm zu halten. Leise beginnen Tränen zu rinnen. Quält mich der Schmerz. Die Trauer um Dich. Um meinen allerbesten kleinen Freund. 365 Tage immer die gleichen Fragen. Hatte ich wirklich das Recht dazu? Was wäre Dein Willen gewesen? War es denn wirklich schon Zeit? Warum gab es denn nur keine Rettung? Fragen, die sich immer wieder stellen. Fragen auf die es keine Antwort gibt. Keine Antwort geben kann. Man sagt, das die Zeit die Tränen versiegen lässt. Die Wunden heilt. Aus Trauer Erinnerung macht. Und doch rinnen in diesem Moment, da ich diesen Brief an Dich schreibe, heiße Tränen mir über mein Gesicht. Weil es für mich kein Vergessen gibt.. Weil ich Dich, mein kleiner Seelenhund, so unglaublich vermisse. Weil ich Dich niemals vergessen kann, will und werde! Dich noch immer mit jeder Faser meines Herzens LIEBE!!! Diese Zeilen widme ich meinem kleinen Seelenhund Rambo. Ein kleiner treuer Freund, der 12 lange Jahre mit mir durch dick und dünn gegangen ist. Den ich als krankes, schmutziges und verängstigtes Etwas in einem schlechten Tierheim fand. Dem ich ein liebevolles Zuhause gegeben habe und der ein fröhlicher und bedingungslos treuer Gefährte wurde. Der mich mit der ganzen Kraft seines kleinen Herzens liebte. Der mir half, in schweren Zeiten nicht aufzugeben. Der aber am 14.April 2015 unverhofft so schwer erkrankte, das seine behandelnde Ärztin ihn nicht retten konnte. Der eine Woche lang tapfer um sein Leben gekämpft hat, und doch am Schluss unterlag. Der stumm litt, und es doch trotz aller Mühe nicht verbergen konnte. Daher habe ich ihm am 20. April 2015 um 09.30 Uhr erlaubt, über die Regenbogenbrücke in den Hundehimmel zu gehen. Ich hoffe, er hat dort seinen Frieden gefunden und ist glücklich. Bis zuletzt war ich bei ihm. Er ist auf meinem Schoß eingeschlafen und ich habe ihn bis zuletzt gestreichelt. Als mir die Ärztin die Hand auf die Schulter legte, weil es einfach keine ausreichenden Worte gab, ist etwas tief in meinem Herzen zerbrochen. Mit ihm starb ein Teil meiner Seele, denn er war für mich mehr als nur ein Hund. Der Schmerz war so furchtbar, dass ich nicht einmal weinen konnte. Ich nahm stumm das Halsband und die Leine an mich und ging. Ging um Jahre gealtert und so entsetzlich einsam… Brachte alles, was sein´s war und ihm nun nichts mehr nützte, sein Körbchen, das Futter, seine Näpfe und das noch gute Spielzeug in ein Tierheim. Automatisch und innerlich wie taub. Erst am Abend, als meine Frau mich in den Arm nahm, löste sich der Schmerz. Konnte ich endlich weinen. Meinen Kopf schluchzend auf ihre Schulter legen. Er war mein Freund, mein treuer Begleiter auf so vielen Dienstreisen. War Halt und Stütze in vielen Lebenskrisen. Kraftquell´, wenn die eigene Kraft aufgebraucht war. Er gab mir den Mut, weiter zu machen, wenn alles sinnlos schien. Die Erinnerung an ihn gab mir den Willen, im letzten November nicht aufzugeben, als meine Lunge zu versagen drohte und die Ärzte schon hektisch wurden. Dessen Bild ich zwischen Leben und Tod vor Augen hatte und das mir selbst in diesem Moment die Kraft gab, nicht aufzugeben. Um mein Leben zu kämpfen. Mit der letzten verbleibenden Kraft das lebensrettende Medikament in meine kollabierende Lunge zu ziehen. Zu überleben, als die Ärzte schon glaubten, ich würde es nicht schaffen. Ich vermisse ihn so unendlich, das es fast schon weh tut. Auch nach einem Jahr muss ich oft weinen , wenn ich nur an ihn denke. Fast, wie wenn ein Kind von mir gegangen wäre... Für die Welt war er nur ein Hund- aber für mich war er die Welt. Alle, die uns kannten, sind der Meinung, dass wir beiden zusammen etwas ganz besonderes waren! Nichts und niemand kann seinen Platz in meinem Herzen ausfüllen, ihn mir auch nur andeutungsweise ersetzen. Denn so etwas wie Rambo kann es kein zweites mal auf dieser Welt geben! Ruhe in Frieden mein Liebling! Dein Hundepapa
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Marga,Rambo
On 08/01/2017