Memorial page of Laila

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Laila

"Schönste der Nacht"

04/03/200308/14/2021

cat [Europäisch Kurzhaar]

Published on 08/27/2021 by Nadine & Florian

Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Stuttgart

Eines Tages vor 14 Jahren saßt du vor meinem Auto und wolltest "gerettet" werden. Deine wunderschönen Katzenhaare haben deine damalige Dosenöffnerin leider in der Schwangerschaft so krank gemacht, dass du dort nicht mehr weiterleben durftest. Und so musstet du zusammen mit Deinem "Garfield"-Bruder "Lummpy" von heute auf morgen in einer Hundehütte im Garten leben. Keine Kuscheleinheiten, keine Wärme, keine Nähe mehr. Ihr wurdet in der Zeitung inseriert, aber niemand wollte zwei 4jährige Katzen haben. Bis eines Tages unsere Nachbarin mich bat, mit ihr mitzufahren, "eine Katze anzuschauen und abzuholen". Lummpy, dein Bruder, fand gleich Gefallen an seinem neuen Frauchen und durfte "umziehen" - von der Hundehütte in ein neues Zuhause. Von dir wußte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht Mal was. Bis wir Lummpys altes Zuhause verließen und du vor meinem Auto saßt. Ich erinnere mich noch an den ersten Augen- und Körperkontakt mit Dir, damals im Sommer 2007. Ich kniete mich nieder, um "Hallo" zu sagen und schwupps, lagst du schnurrend in meinem Schoß. Mit leicht schiefgelegtem Kopf und deinen großen, wachen, grünen Augen sahst du mich zufrieden an. Auf ein kurzes Nachfragen bei deiner Dosenöffnerin signalisierte diese nur "das ist Laila, Lummpys Schwester, für sie muss ich auch noch jemanden finden." Wir haben uns also gefunden! Am selben Nachmittag bist du noch bei uns eingezogen. In unser Haus und unser Herz! Laila, ein sehr seltener Katzename, den du schon 4 Jahre trugst und was könnte für dich passender sein als "Nacht" bzw. "Schönste aller Nächte" - warst du doch eine wunderschöne schwarze Katze. Du hast dich mit deiner ruhigen und freundlichen Art in Windeseile in die Herzen deiner Familienmitglieder geschnurrt. Vor allem deinem Herrchen, der eigentlich viel mehr der Hundemensch war, hast du es angetan - er wurde zum "Laila"Mensch. Wo auch immer er in der Wohnung war, da warst Du auch. Du bist auf seinen Beinen gelegen, wenn er auf der Couch saß. Hast auf dem Schmutzwäschebehälter im Bad gesessen, wenn er duschen war. Schlichst dich ins Homeoffice und hast dich einfach über beide Arme vor sein Notebook gelegt und im Coronalockdown lernte dich dort via Videokonferenz die ganze Firma kennen. Wenn wir Mal längere Zeit nicht da waren und "dein Freund", unser Sohn Christopher, auf dich aufgepasst hat, saßt du spätestens mit der Einfahrt unseres Autos in den Hof gespannt an der Türe. Haben wir da Mal ein Schwanzwedeln erkannt? ???? Dein Frühstücksritual werden wir vermissen. Spätestens um 7 Uhr hast du lauthals auf dem Flur auf dich aufmerksam gemacht, als noch alle zu Hause gewohnt haben. Seit wir nur noch zu zweit sind, küsstest du uns lieber mit deiner feuchten, kalten Schnauze wach, und gurrtest um uns rum, "bist du endlich wach?!". Wenns dir einfach doch zu lange dauerte, kruschtelst du auf dem Sideboard zwischen der Deko rum, spätestens dann stand schon einer auf, bevor du wieder was vom Sideboard kickst. Miauend schlängelste du dich gekonnt bis zur Küche durch unsere Füße, akzeptiertest gerade noch das Einschalten der Kaffeemaschine, aber dann warst du dran! Krach gemacht wie ein großer Löwe, gefressen wie ne kleine Maus. Etappenweise. Und zwischen den Fress-Etappen musste Frauchen im Schneidersitz auf dem Esstisch sitzen, damit du dich zufrieden bauchgekrault und verdauend in den Schoß legen konntest. Du warst immer mit uns! Hast immer zwischen uns geschlafen. Auf uns gekuschelt. Zur gleichen Zeit gefressen, mit uns die Zeit auf der Dachterrasse genossen, mich in die Waschküche begleitet. Wir haben jeden Tag deine Dankbarkeit gespürt, dich damals aus der kalten, einsamen Hundehütte gerettet zu haben. Und beinahe hätten wir dich noch mit auf Bergtouren genommen. Es gab nur wenige Dinge, die du lieber alleine getan hast. Zum Beispiel ungefähr alle zwei Wochen auf unseren wunderbar flauschigen, beigen (und glücklicherweise waschbaren) Badezimmer-Teppich pinkeln. Das war aber nie die demonstrative Frust-Reaktion, mit der manche Katzen gerne zeigen, dass sie gerade im wahrsten Sinne des Wortes ausgesprochen angepisst sind. Ich glaube, Du wusstest an sich ganz genau, dass Du das nicht tun sollst (und dass das Katzenklo nur einen Meter entfernt war), aber der Teppich war offenbar einfach zu flauschig und verlockend. Und Du warst eben eine Kuschelkatze - und hast den Teppich danach immer fein säuberlich zusammengeschoben, als wolltest Du die kleine Pfütze verscharren, die Du hinterlassen hast. Ich erinnere mich, dass mir erst rückblickend aufgefallen ist, dass Du Anfang des Jahres müder warst als sonst und viel geschlafen hast. Da wir aber aus einer älteren Routineuntersuchung wussten, dass du "Herzgeräusche" hast - denen wir nie näher nachgehen wollten, weil wir dich in deinem betagten Alter keiner anstrengenden Untersuchung mehr unterziehen wollten, meinte der Tierarzt nur "ältere Katzen schlafen mehr...". Anfang Juli dieses Jahr wollten wir dann deinem erheblichen Schlafpensum, der erneuten "Fressunlust" und deinem aufgetretenen Mundgeruch auf die Spur gehen und vermuteten einen entzündeten Zahn - um den sich dein Tierarzt kümmern sollte, ausserdem war dein Mäulchen etwas geschwollen. Auf meine vorsichtige Nachfrage während der Untersuchung, ob du operiert werden musst und der entzündeten Zahn raus muss, schüttelte dein Onkel Doktor ganz vorsichtig den Kopf und sah uns mit einem 1000 Sätze sprechenden Blick an. Mir schoss sofort das Wasser in die Augen und er mußte die Diagnose gar nicht aussprechen. Ich fragte ihn nur, ob du Schmerzen hast und welche Therapiemöglichkeiten es gab. Chemotherapie, die bei dieser sehr aggresiven Tumorart keine Erfolgschancen verspricht oder eine OP. "Wollen Sie das eine oder das andere ihrer Katze antun?! Oder würdevoll die restliche Zeit solange es ihr noch einigermaßen gut geht, gemeinsam genießen?" Und wie sollst du denn auch ohne Unterkiefer fressen? Schnell stand also fest, keine Therapie. Palliative Pflege ist das einzige, was wir noch tun konnten. Er gab uns ein Schmerzmittel, und Astronauten Nahrung mit nach Hause, um dir das Fressen zu erleichtern und bat uns, wieder zu kommen, wenn wir merken, dass es dir schlechter geht. Wir nahmen Dich wieder mit nach Hause und verbrachten mit Dir noch 5 schöne Verwöhnwochen - in denen du gute und schlechte Tage hattest. In dieser Zeit hab ich den lieben Gott sicherlich 1000x gebeten, dich von selbst über die Regenbogenbrücke zu holen. Ich habe dich gebeten, einfach friedlich einzuschlafen und mir die Entscheidung und den schwersten Gang zu ersparen. Rückblickend sind das leider sehr egoistische Gedanken, du würdest deine Retterin und dein Laila-Herrchen niemals einfach so verlassen. Und ich bin so froh, dass wir diese letzten intensiven Wochen mit Dir noch hatten. Du hast Dir noch so oft den Bauch kraulen lassen. Hast noch oft auf Herrchens Beinen gelegen und jede freie Minute genossen. Sogar nochmals mit deinen geliebten Tischtennisbällen gespielt, als wäre alles wie immer. Bist über die Leiter auf deinen geliebten Dachboden geklettert. Hast gegrillte Forelle gefuttert und genossen, wenn schon sonst nichts mehr zum Fressen in deinem Mäulchen blieb und du die Nahrungsaufnahme mit der Spritze verweigert hast. Hast noch oft Deinen Kopf ganz fest morgens an unseren gedrückt. Du hast gekämpft. Aber es ging dir zusehens schlechter... Es war unsere Pflicht und wir waren es dir schuldig, dich von diesen fürchterlichen Schmerzen und dem Hunger, den du sicherlich schon gespührt hast, zu befreien und dir deinen letzten Weg zu bereiten. Leider konnten wir dich nun nicht mehr "retten" und mussten Dich so schweren Herzens gehen lassen. Und ich kann kaum zu Ende tippen ohne nicht schon wieder zu weinen. Wärst du jetzt noch da, hättest du meinen Kummer bereits bemerkt und weggeschnurrt. Und als wir heute Nachmittag wieder nach Hause kamen - vollkommen verheult und mit ein paar Schnurbart-Haaren als Andenken - wurden wir zum ersten Mal seit 14 Jahren nicht mit einem Maunzen und Miauen beschnurrt und begrüßt. Wir werden dich so schrecklich vermissen. Unsere liebste "Schönste der Nacht", Herrchen & Frauchen wünschen dir eine gute Reise über die Regenbogenbrücke. Ich sagte immer "Du bist unser Engel!" Jetzt ist es an der Zeit, dass du davon fliegst. Such dir das beste Plätzchen aus, dass du da oben finden kannst! Du hast es verdient!

Book of condolence

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Bettina & Walter

Comment from 08/28/2021

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Liebe Nadine. lieber Florian Wir mussten gerade weinen, als wir eure wirklich herzzerreißende Geschichte gelesen haben. Nur drei Tage nach eurer Laila mussten wir unseren sanften Riesen Kimba am 17. August gehen lassen. Wir haben ganz ähnliches durchgemacht. Krebsdiagnose am 10 Juli. Tierärztin wollte gleich zur Tat schreiten und ihn erlösen. Wir haben uns dagegen entschieden und haben ihn nochmal mit nach Hause genommen. Er blieb dann noch 5 Wochen und drei Tage bei uns, bis ihn die Kraft verlassen hat. Er konnte einfach nicht mehr. Und wir mussten schweren Herzens handeln. Es klingt zwar abgedroschen, aber vielleicht bedeutet Liebe auch zu lernen, jemanden gehen zu lassen. Zu wissen, wann es Abschied nehmen heißt. Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben. Es ist unglaublich schwer loszulassen. Man deutet jede Veränderung als mögliche Verbesserung. Man klammert sich an jeden Strohhalm. Obwohl man genau weiß, dass der Tag kommen wird. Es ist schön zu hören, dass ihr eurer Laila auch noch 5 Wochen lang ein würdevolles Leben ermöglichen konntet. Wir haben es auch getan. Es war ein langer Abschied, der uns beiden viel Kraft gekostet hat. Aber wir bereuen es nicht. Es war auch eine lehrreiche Zeit für uns. Behaltet eure Laila im Herzen, wir tun das gleiche mit unserem Riesen. Wir wünschen euch beiden viel Kraft. Link zu unserem Kimba: https://www.rosengarten-sterne.de/gedenkseite/zeige/kimba-a7357bf2b6/

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Tanja mit Timmy im Herzen

Comment from 08/28/2021

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Eine Rose für Ihre geliebte Samtpfote Laila ins Regenbogenland. Liebe Nadine, lieber Florian, ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft, diesen schweren Verlust zu verarbeiten. Run free, little angel. ❤❤ Laila hatte bei Ihnen ein schönes und liebevolles Zuhause. Dafür ist sie Ihnen immer dankbar und Ihre Liebe hat sie mit ins Regenbogenland genommen. Habe mit meinem geliebten Timmy auch wunderschöne 18 Jahre verbracht. Ich weiß, wie sehr das schmerzt und fühle mit Ihnen. Herzliche Grüße von Tanja mit Timmy im Herzen. Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen, wann es Abschied nehmen heißt. Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben. Sergio Bambaren

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