Memorial page of Zorro

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Zorro

Am Ende des Regenbogens sehen wir uns wieder mein Freund

04/02/201009/19/2021

dog [Labrador]

Published on 11/05/2021 by Udo

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Vor fast sieben Wochen ist unser geliebter Zorro über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir alle, die gesamte Familie mit Kindern und Enkelkindern, haben dich richtig, richtig gerne gehabt. In unseren Gedanken bist du immer noch bei uns und es ist eine gefühlte Leere im Haus. Zorro, du hattest eine weite Reise hinter dir. Geboren im äußersten Südwesten Frankreichs an der Atlantikküste, wurdest du von deiner Züchterin an Freunde verschenkt. Acht Wochen später stellte dieses Ehepaar fest, so ein Hund passt nicht in ihr Leben und sie haben dich per Zeitungsannonce weiter verschenkt mit allem was sie für dich angeschafft hatten. So kamst du dann mit vier Monaten zu uns. Wir hatten dich als kleinen Labradorwelpen erwartet. Aber du warst schon überraschend groß. Wie wir dich damals im Auto mit nachhause bekamen, ist mir bis heute ein Rätsel. Immerhin waren wir zu viert im Urlaub und das Auto nicht riesengroß. Meine Jungs hatten es wohl nicht sehr gemütlich auf der Rückfahrt. Und du wurdest größer, bis auf stattliche 70 cm Höhe und 42 kg. Da war der Tierarzt wohl nicht ganz so genau als er dir Reinrassigkeit bestätigte. Uns war das immer egal. Mit gesundem Forscherdrang ausgestattet inspiziertest du in deiner Jugend alle Zimmer die nicht abgeschlossen waren. Dein ausgemachtes Lieblingszimmer war das Bad, das mit Fliesen im Sommer angenehm kühl und im Winter dank Fußbodenheizung angenehm warm war. Wir haben daraufhin die Türgriffe verändert. Erst nach oben, dann nach unten zeigend angebracht. Alles nur mit kurzem Erfolg. Nach einem Jahr brachten wir die Türgriffe wieder in Normalstellung. Und oh Wunder. Die Türen blieben zu. Zorro, du warst schon ein spezieller Hund. Ein anhänglicher Familienhund. Anschmiegsam, kuschel bedürftig, treu und intelligent. Ein Freund der Kinder, mit denen du so geduldig warst. Du konntest auch stur und dickköpfig sein. Ein richtiger Macho mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Vor allem aber war dein Garten deiner. Da duldetest du kein anderes Tier. Egal ob fremde Rüden am Zaun, Katze, Vogel und andere Tiere. Frühjahr bis Herbst waren deine liebsten Jahreszeiten. Wenn die Sonne schien konntest du stundenlang im Garten dösen. Räkeltest dich, schliefst auf dem Rücken, wälztest dich von links nach rechts mit wohligem knurren. Unterbrochen immer nur, um deinen Garten für dich alleine zu haben. Einer Schneeballschlacht im Winter, der kam tatsächlich auch mal vor, warst du auch nicht abgeneigt. Du liebtest es geworfene Schneebälle aufzufangen. Die Hundeschule hast du auch besucht. Aber am besten hat dir immer die Spielstunde gefallen. Und dann gab es da diese eine Anekdote. Ich sollte es lieber gar nicht schreiben, aber nach besagter Spielstunde in der Reithalle hattest du ein Bedürfnis, du musstest halt mal das Bein heben. Da weit und breit kein Baum zu sehen war, fielen dir diese beiden Damen mitten in der Halle auf. Diskutierend und mit sich selbst beschäftigt nahmen sie die Umgebung nicht wahr. Bis, ja bis der einen von ihnen ein warmer Schauer am Bein entlang ran. Wir sind dann glaube ich nicht wieder hingegangen. Du warst ein Beschützer der Schwachen und Ängstlichen. Ich erinnere mich gut. Wir bekamen Besuch von einem befreundeten Ehepaar. Unsere Freundin kannte dich nicht und hatte Angst vor Hunden. Das sie Angst hatte, hast du natürlich sofort gerochen. Das sie Angst vor dir hatte konntest du nicht wissen. Also hast du dich neben ihren Sitzplatz gelegt und sie den ganzen langen Abend beschützt. Das hat sie verstanden und dich sogar in den Arm genommen. Jedes Jahr im Sommer haben wir wieder Urlaub im Südwesten Frankreichs gemacht und die Familie meiner Frau besucht. Natürlich durftest du mit. Sobald die ersten Taschen gepackt waren wusstest du schon Bescheid und bewachtest aufmerksam die Haustür. Damit wir dich ja nicht übersehen und vergessen. Du hast deine Herkunft, deine Heimat nie vergessen. Sobald wir Bordeaux passiert hatten und in die Landes fuhren, der Geruch der Pinien zu riechen war, ging dein Kopf hoch und du setztest dich hin um die Gegend zu betrachten. Das war deine Heimat, da fühltest du dich besonders wohl und frei. Du durftest einfach Hund sein. Alles, was in Deutschland problematisch war, wie zu wildes bellen am Zaun oder auch mal ausbüxen, störte dort niemand. Da warst du der Chef, der Bewacher des Grundstücks. Das mussten auch zwei Pärchen erfahren, die mit ihrem Auto am Grundstück hielten. Fein angezogen mit Kleid, Anzug und Sommerhut wollten die mit uns über Gott und die Welt reden. Da hast du auch mal ordentlich und deutlich guten Tag gesagt und schnell waren die wieder weg. Manchmal gönntest du dir einen kleinen Ausflug durch die Nachbarschaft und den angrenzenden Wald. Alles kein Problem dort und nach eine guten halben Stunde kehrtest du glücklich und zufrieden zurück. Du hattest auch immer ein Auge auf die Kinder. Einmal begab sich ein Enkel auf den Weg um die große weite Welt kennen zu lernen. Wir Erwachsenen saßen in großer Runde auf der Terrasse und bekamen das zuerst nicht mit. Als es uns dann auffiel und wir nachschauten, staunten wir nicht schlecht. Er wanderte den Weg am Wald entlang, mit Begleitschutz. Du vorneweg und unsere Bella hintendran. So warst du und es gibt noch mehr solcher Geschichten. Die letzten Tage mit dir werde ich nicht vergessen. Donnerstag ging es dir nicht so gut. Freitag und Samstag war wieder alles okay. Du spieltest und freutest dich so wie immer. Dann kam der Sonntag. Morgens ging es dir gut. Nachmittags als wir vom Besuch meines Vaters zurück kehrten sahst du sehr schlecht aus. Du gucktest traurig, dein Rücken hing durch und ich denke, du hattest schon eine Vorahnung. Du wurdest unruhig, wolltest raus, kamst wieder ins Haus und hast viel getrunken. Als es dunkel wurde drehtest du deine letzte Runde, so wie du jeden morgen den Garten begrüßt hast. Anschließend legtest du dich an die Hauswand. Ein Ort wo du nie gelegen hast aber dieses Mal bleiben wolltest.. Wir haben regelmäßig nach dir geschaut, wollten wissen wie es dir geht. Und dann standst du mit einem Mal vor der Terrassentür. Mit letzter Kraft schlepptest du dich ins Haus und legtest dich sofort hin. Ich setzte mich gleich zu dir auf den Boden, streichelte dich beruhigend und erzählte dir von deiner Heimat, deinen Freunden und das wir jetzt auf dich aufpassen. Dein Atem ging schwer und keuchend während du dich an mich kuscheltest. Langsam wurdest du ruhiger und dann, dann gingst du still und leise über den Regenbogen. Wir alle sind unendlich traurig mein Freund. Zorro du fehlst uns und wir hoffen, dass du da wo du jetzt bist dein Hundeparadies gefunden hast. Mach es gut alter Freund, du bleibst ewig in unseren Herzen.

Book of condolence

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Comments

Elena mit Jack im ❤️

Comment from 11/05/2021

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Lieber Udo und Familie, meine herzlichste Anteilnahme zum Verlust von Ihrem treuen Freund und Wegbegleiter Zorro. Sie haben das Kennenlernen und das Zusammenleben mit Ihrem Zorro so rührend beschrieben, dass kein Auge trocken bleibt. Über die eine oder andere Anekdote kann man herrlich schmunzeln. Vielen dank dass Sie uns am Leben von Zorro teilhaben lassen und ihm eine ehrenvolle Gedenkseite gestaltet haben. Ihr Zorro war ein ganz Besonderer. Ich empfinde es als einen Segen, dass Ihr geliebter Zorro zu Hause friedlich entschlafen durfte... Ich wünsche Ihnen allen von ganzem Herzen weiterhin viel Kraft in dieser traurigen Zeit und dass die Erinnerungen an die vielen schönen gemeinsame Momente mit Ihrem wunderbaren Zorro eines Tages die Trauer besänftigen wird. ❤️ Lieber Zorro, du majestätischer Junge, sanftmütiger Riese, du Beschützer und Freigeist. Du wirst für immer geliebt und bleibst unvergessen. Mach´s gut im Regenbogenland ❤️ Sie sind Seelengefährten.... tief drinnen im Herzen...... da wo die Liebe ihren Ursprung hat. Ihre bedingungslose Liebe ist eine Verbindung auf Lebzeiten und über den Tod hinaus. Nein, sie verlassen uns nicht...... Sie begleiten uns weiter.......auch wenn sie nicht mehr neben uns gehen..... bis wir uns wiedersehen .... Denn Seelen, die zusammen gehören, finden sich....immer. Sie können sich nicht verlieren. (Sylvia Raßloff)

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Michaela u.Willi u. Mäx im ❤️

Comment from 11/05/2021

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Als deine Beinchen nicht mehr wollten und dein Köpfchen wurde schwer, kam von oben aus dem Himmel ein kleiner Engel zu dir her. Er nahm dich fest in seine Arme, denn er hat dein Leid erkannt, flog mit leichten Flügelschlägen mit dir ins Regenbogenland.

Esther mit Nora & Linu

Comment from 11/05/2021

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Immer, wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so, als wärst du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.

Marina mit Jule tief im ❤ gest. 21.12.2019

Comment from 11/05/2021

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Vor dem eigenen Tod ist mir nicht bang. Nur vor dem Tod derer die mir lieb sind. Den eigenen Tod stirbt man nur, mit dem Tod der Liebsten muss man leben.. Eine schöne Rose und alles liebe für Ihren hübschen und geliebten Zorro ins Regenbogenland von ganzem Herzen ❤ Ruhe in Frieden, süßer Engel. Lieber Udo und Familie, mein herzliches Beileid und tiefes Mitgefühl. Mir kamen beim lesen Ihrer Liebesgeschichte unweigerlich die Tränen. Meine Jule ist jetzt fast 2 Jahre im Himmel ,das tut immer noch so schrecklich weh. Ich wünsche Ihnen von Herzen noch weiterhin ganz viel Kraft für die Lücke, die ihr Schatz hinterlassen hat und alles Gute für Sie.

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