Memorial page of Max

Max
(genannt "Maxi" oder auch "Mäxchen")
Published on 12/08/2016 by Rüdiger
Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Köln




In manchen Kreisen (vor allem wohl bei Atheisten) kursiert das Gerücht, Gott habe nicht geruht am siebten Tag, sondern wollte etwas ganz Besonderes und Schönes erschaffen. So soll die Katze in die Welt gekommen sein. Wenn Gott sich je durch ein Lebewesen offenbart haben sollte, dann nicht durch einen Menschen, sondern durch die Katze - und ganz gewiss durch meinen "Maxi". Egal auf wie vielen Füßen auch immer, "Maxi" war eines der allerliebsten Wesen, dem ich je im Leben begegnen durfte. Erstmals tatsächlich begegnet bin ich dem Freigänger 2010 auf der Straße, ein paar Häuser nur entfernt von mir, wo er damals noch zuhause war. Geliebt habe ich ihn wohl auch seitdem. Die Begegnungen wurden immer intensiver, bis hin zu täglich und über Stunden, quasi zu festen, "vereinbarten" Zeiten, zu denen er mich meist schon erwartete; egal, bei welchem Wind und bei welchem Wetter. Nach ein paar Besuchen in meiner Wohnung, ist er dann schließlich einfach bei mir eingezogen. Von einem Tag auf den anderen ist er einfach bei mir geblieben (nachdem er zuvor systematisch sein Revier entsprechend erweitert und verlagert hatte, was ich aber erst im Nachhinein begriff). Seinen Freigang hat er nicht aufgegeben und auch nicht aufgeben brauchen, aber er kam von da ab immer zurück zu mir. Auf jeden Fall habe ich nicht aufgehört mit dem Liebhaben am 16.11.2016, dem Tag, an dem er wegen Lungenkarzinomen eingeschläfert werden musste. Ich denke auch nicht daran, damit je aufzuhören. 16.11.2017 Nun ist es erst ein Jahr her, seit Maxi nicht mehr bei mir ist. Die Zeit verging insgesamt wie gewohnt schnell. Einzig und allein die Zeit, die Maxi nicht mehr da ist, die erscheint mir deutlich länger als lediglich zwölf Monate her. Manchmal suche ich die nahen Orte seines Reviers auf, die Plätze, wo wir uns getroffen haben. Selbst wenn ich sie zufällig nur streife, dann beschleicht mich das eigentümliche Gefühl, dass - obwohl real nicht zugegen - er trotzdem irgendwie anwesend ist und bleibt. Vielleicht, nein, bestimmt - weil der Wunsch danach so groß ist. 16.11.2018 Nun ist Maxi schon zwei Jahre nicht mehr bei mir und doch war es in der Zwischenzeit einmal so, als wäre er wieder zu mir zurückgekehrt. Denn einmal nachts sprang der Bewegungsmelder im Durchgang zum Hof an, als ich rauchend am geöffneten Fenster stand. Das macht er zwar oft, auch wenn ein Auto vorbei fährt oder ein Fußgänger vorbei geht. Aber diesmal nichts von alldem, so dass ich schon mit einem Tierchen rechnete. Womit ich aber nicht rechnete, war, im Lichtschein einen rot-weißen Prachtkater zu entdecken, der in den Hof huschte, im gedämpften Licht meinem Maxi zum Verwechseln ähnlich. Noch niemals zuvor habe ich ihn dort beobachtet. Das Gefühl dabei zu beschreiben - das will mir allerdings nicht gelingen. Freude und Leid lagen jedenfalls dicht beieinander. Natürlich interessierte mich der nächtliche Besucher von da an und es ergab sich, dass er zu einer kleinen Gruppe von Streunern oder Freigängern auf Achse gehört, die sich wohl jede Nacht an ihren ausgewählten Orten versammeln. Bei mir im Hof wohl leider selten, aber trotzdem weiß ich wo. Meinen kleinen Imbiss, den ich ihnen täglich hinstelle, verschmähen sie nicht. Dem Rot-Weißen würde ich auf jeden Fall niemals abschlagen können, würde er bei mir ein neues Zuhause finden wollen. 19.11.2019 Weil der bisherige Bearbeitungslink plötzlich gar keine Bearbeitung mehr zulassen wollte, musste ich zunächst einmal einen neuen anfordern, um auch zum nun schon dritten "Jahrestag" ein paar Worte über Maxi zu verlieren. Jedenfalls bin ich mir sicher, er ist mir nicht böse wegen der kleinen Verspätung, zumal ich ja jeden Tag an ihn denke. Die Bilder an der Wand oder im selbst gestalteten Kalender machen es zudem leicht. Und weil es zur Jahreszeit passt, habe ich seine Urne erstmals mit einer Mini-Lichterkette verziert - in Rot, versteht sich, passend zu seinem Fell. Damit Maxi jetzt auch so leuchtet, wie er es für mich immer schon getan hat, mit einem Leuchten, das mich auch weiterhin bis in mein tiefstes Inneres wärmt. 16.11.2020 Nun jährt sich zum vierten Male Dein "Jahrestag", den es eigentlich nicht braucht, um an Dich zu denken. Außerdem bist Du ja wieder mal auf dem Kalenderblatt meines Bastelkalenders, das einen Schnappschuss aus einem der letzten Videos zeigt, auf dem ich Dich gerade knutsche. Das versuche ich auf dem Wege auch einmal: Hab Dich lieb, mein kleiner Maxi. 16.11.2021 Pandemie oder Klimawandel? Vielleicht komme ich ja bald doch schon zu dir, kleiner Maxi. Wer weiß? Du kommst natürlich mit mir in Deiner schönen Urne. 16.11.2022 Ausgerechnet heute hat es mich in die Tierarztpraxis verschlagen, in die wir vor genau sechs Jahren unseren letzten gemeinsamen Weg eingeschlagen haben. Zu allem Überfluss war es ungefähr noch zur selben Zeit. Der kleine Hund meiner 86jährigen Nachbarin ist erkrankt und benötigt ein Spezialfutter, das man dort erhält. Diese unfreiwillige und leider unvermeidbare Erinnerungshilfe war nicht nur überflüssig, sondern ist mir auch gar nicht gut bekommen. Dabei denke ich nicht bloß an Dich an diesem Tag, sondern mindestens einmal an jeden Tag seitdem: Und zwar vor dem Einschlafen wünsche ich Dir im Stillen jedes Mal eine gute Nacht. Das behalte ich auch so bei. Gute Nacht, kleiner Maxi. Hab Dich lieb. 16.11.2023 Seit kurzer Zeit treffe ich öfter an unserem Weiher im Ort auf einen noch kleinen rot-weißen Kater - geradezu ein Ebenbild von Dir, lieber Maxi, als Du noch klein warst. Sein Interesse gilt den Entchen und Gänsen dort - zu deren Schrecken -, aber wohl auch den kleinen Leckereien, die ich ihm mitbringe. Anschließend gehen wir noch ein bisschen spazieren. Er hat sicher ein schönes Zuhause und ist ein Freigänger, der wohl erst kürzlich zugezogen ist, sonst wäre er mir ja schon vorher aufgefallen. Wir sind schon gute Freunde geworden und nehme diese putzigen Treffen gerne als eine Art lieben Gruß von Dir, vermittelt durch die Gattung. 16.11.2024 Die Freundschaft zu dem kleinen Katerchen, das ich letztes Jahr erwähnte, ist in der Zwischenzeit mehr gewachsen als er selbst, lieber Maxi. Er bleibt eben, im Gegensatz zu Dir, ein Kleiner, und somit bleibt auch die Ähnlichkeit mit Dir, als Du noch ein kleines Katerchen warst, erhalten. Wir suchen und finden uns an besagtem Weiher und Umgebung beinahe täglich, wenn Wetter und Umstände es eben zulassen, und verbringen dort gemeinsam Zeit. Er schnurrt mich niedlich an, gibt Köpfchen, sogar mein Kopf an seinem Köpfchen. Auch auf die Arme lässt er sich nehmen, was ich jedoch lieber vermeide, so schön es auch ist, weil mich dann aber die Erinnerung an Dich, lieber Maxi, noch immer zu traurig macht. So leicht sich das Tierchen auch auf dem Arm ausnimmt, fällt mir dies doch seltsamerweise ganz besonders schwer. Ich glaube, das wird sich wohl nie ändern. 16.11.2025 Die Freundschaft zu dem kleinen Kätzchen dauert weiterhin an. Ich genieße das natürlich sehr, obwohl es nicht dafür nötig ist, um mich an Dich zu erinnern. Denn nicht nur heute, sondern nach wie vor an jedem Tag bin ich ja ganz bewusst mit meinen Gedanken noch einmal bei Dir. Die Wendung "Hab' Dich lieb, großer, kleiner Maxi", die kommt auf jeden Fall darin vor - auch nach nun bereits neun Jahren.
Book of condolence
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Comments
Daniela von den himmlischen Azoren 🤍 mit Kimabelura im Himmel
Comment from 06/10/2026

🤍🤍🤍 FÜR IHREN GELIEBTEN KATER UND FREUNDE (FAMILIE)! 🤍 Psalm 36,7 „Du, HERR, hilfst Menschen und Tieren.“ Psalm 104,27 „Alle Tiere warten auf dich, dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.“ Psalm 50,10–11 (Kurzform) „Alle Tiere des Waldes gehören mir.“ Jes 11,6 Und der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim Böckchen lagern. Jes 11,8 8 Und der Säugling wird spielen an dem Loch der Viper und das entwöhnte Kind seine Hand ausstrecken nach der Höhle der Otter Jes 11, 9 Man wird nichts Böses tun noch verderblich handeln auf meinem ganzen heiligen Berg

Elke
Comment from 03/13/2017

Für Maxi und Rüdiger, über den Tod von Tieren schreibt Doris Lessing: Die Bekanntschaft mit Katzen, ein Leben mit Katzen hinterlässt ein Leid, das sich sehr von dem Leid unterscheidet, welches man wegen eines Menschen empfindet – eine Mischung aus Schmerz über ihre Hilflosigkeit und über unser aller Schuld. (Zitat Ende) Dazu bleibt nichts zu sagen. Ja, es gab einmal so etwas wie einen Vertrag zwischen Mensch und Tier – von uns tausendmal gebrochen und am Ende vergessen. Wie froh macht es dann, wenn man Rüdigers Geschichte kennt und hofft, es möge doch mehr solcher Menschen geben.... Hier müsste man einen ganzen Rosengarten hinzaubern. In Verbundenheit
Ralf
Comment from 02/06/2017

Als ich ihren Kommentar gelesen hatte mußte ich an meine Susi denken die uns vor einigen Wochen verlassen hat ........ Genau so habe ich damals Susi kennen und lieben gelernt !!!. Bis an jenem Tag als wir sie wegen der Blutkrankheit (Leukose) einschläfern mußten ....... Meine Gefühle sind bei ihnen und dem Mäxchen , vielleicht treffen sich die zwei im Himmel und spielen mit einander !!!.
Astrid
Comment from 02/06/2017

Hallo was für liebe Worte mein Beileid zum Verlust ihrer Fell Nase
Carmen, Mario und Sternenbub Ravi
Comment from 02/05/2017

Alles hat seine Zeit: sich begegnen und verstehen, sich halten und lieben, sich loslassen und erinnern. Robert Louis Stevenson Auch wir wurden von Ravi adoptiert. In tiefer Verbundenheit nehmen wir Anteil an Ihrem Schmerz und Ihrer Trauer
Petra aus Köln
Comment from 02/05/2017

Man sagt ja das Katzen sich ihren Dosenöffner selbst aussuchen. Mäxchen hat sich dich ausgesucht. Welch eine Ehre. Ich wünsche dir viel Kraft diesen Verlust zu verarbeiten.
Roses

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