Memorial page of Nuscha

Nuscha
Du warst auf dieser Welt, um zu schmusen und Liebe zu verteilen.
Published on 05/03/2022 by Olga
Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Hannover




Mein geliebtes Baby, so gerne hätte ich noch einmal deinen „Happy Got-You-Day“ gefeiert, denn deinen Geburtstag kannten wir ja nicht. Aber als du im Dezember wieder angefangen hast zu zittern wurde mir leider klar, dass uns wahrscheinlich nicht mehr so viel Zeit bleiben wird. Und so war es leider. Drei Monate später hast du uns für immer verlassen und bist über die Regenbogenbrücke gegangen. Dass sich unsere Wege gekreuzt haben war eigentlich nicht geplant. Meine Mutter hatte für dich schon ein ganz anderes Für-Immer-Zuhause gefunden, bei einer Familie in Süddeutschland. Sie hatte bereits alles organisiert und viele Kosten schon aus eigener Tasche gezahlt, damit du kleines Häufchen Elend aus dem eisigen Sibirien nach Deutschland kommen konntest. Es brach mir das Herz, als diese Familie nur wenige Wochen vor deiner Reise doch absagte. Mir tat es so unendlich leid, die Enttäuschung in den Augen meiner Mutter zu sehen, die mit so viel Herzblut und Engagement versucht den Straßentieren in Sibirien zu helfen. Und es tat mir so unendlich leid, dass du nun doch kein liebevolles Zuhause bekommen solltest. Auch mir blutetet das Herz. Und so entschied ich, dass du zu mir kommen solltest. Wer konnte damals ahnen, dass das die beste Entscheidung meines Lebens war? Ich wusste kaum etwas über dich. Ich wusste wie du aussiehst und dass du bei deiner Pflegestelle sehr lieb, aber ganz ängstlich und zurückhaltend bist. Wer sollte dir das auch verübeln? Vier Kilogramm hast du gewogen, als man dich auf den Winterstraßen Sibiriens eingefangen hat, halb verhungert und erfroren. Dein kleiner geschundener Körper sagte mehr als tausend Worte. Deine ersten 2 Lebensjahre werden sicherlich nicht die schönsten gewesen sein. Und so landetest du Häufchen Elend im Juni 2016 in Hannover und ich nahm dich mit zu mir. Es dauerte ein bisschen, aber nicht sehr lange und du wurdest warm mit mir. Du hörtest auf, nur im Flur in der Nähe der Haustür zu sitzen und permanent in Fluchtbereitschaft zu sein. Langsam nähertest du dich dem Sofa und dem Bett. Bald saßt du schon am anderen Ende. Und wie wundervoll war der Moment, als du mich fragend ansahst und ich neben mich klopfend sagte:“ Möchtest du kommen?“. Wer hätte gedacht, dass so ein geschundenes Tier jemals wieder so sehr vertrauen und lieben kann? Wir waren ein Herz und eine Seele und du die größte Kuschelmaus unter der Sonne. Du wärst in mich hineingekrochen, wenn du gekonnt hättest. Wir waren überall zusammen, denn du wolltest auch überall mit mir sein. Du warst mit mir in der Uni, im Café, im Restaurant, in der U-Bahn, in der Seilbahn, auf dem Brocken, auf Fehmarn, auf der Fähre und in Dänemark. Wie sehr hast du unsere sonntäglichen Spaziergänge an der Ihme mit anschließendem Frühstück in Linden geliebt und die Gassirunden auf der Hundewiese auf der Bult? Du warst so herrlich unkompliziert, Hauptsache wir waren zusammen. Es war eine großartige Zeit. Tja, wer hätte gedacht, dass es sogar noch großartiger werden könnte? Es trat ein (für dich) neuer Mann mit Hund in unser Leben. Anfangs warst du skeptisch und eifersüchtig. Ich weiß noch, wie du nicht mit ihm allein Gassigehen wolltest und demonstrativ mit mir kuscheln musstest. Aber auch da hat es nicht sehr lange gedauert und es wurde auch bei euch beiden die große Liebe. Du hattest so viel Liebe zu geben und du hast von uns so viel Liebe zurückbekommen. Mit dem anderen Hund an deiner Seite bist du sogar noch mehr aufgeblüht und wurdest richtig mutig. Da habe ich dich das erste Mal spielen gesehen. Du warst so glücklich bei uns und wir mit dir. Und dann wurdest du seltsam… Es fing an mit kleinen Schwächeanfällen beim Gassigehen. Du hast kurz geschwankt und dann ging es aber wieder, als wenn nichts gewesen ist. Noch konnten wir es nicht einordnen. Dann passierte es, dass du in der Nacht merkwürdig warst. Du warst desorientiert, bist wieder gewankt, hast eigenartige Zuckungen gehabt und bist umgekippt. Dann hast du dich berappelt und hattest einen Mordshunger. Ich hatte große Sorge und wir dachten an Epilepsie, aber das war es nicht. Im November 2019 hat man bei dir ein Insulinom festgestellt, ein willkürlich insulinproduzierender Tumor in der Bauspeicheldrüse. Dein Blutzuckerspiegel war dramatisch niedrig. Es sah nicht gut. Es saß an einer ungünstigen Stelle. Wir haben dich operieren lassen und du warst so tapfer. Du hast dich erholt und bist wieder zu Kräften gekommen. Die Ärzte sagten, dass es wieder kommen wird. Aber dir ging es wieder richtig gut. Du warst glücklich und zufrieden und wir haben vergessen, dass dein Leben endlich ist. Bis zum April 2021. Wieder Desorientierung, wieder Zuckungen, wieder Angst um dich, wieder das Insulinom. Erneut eine OP. Diesmal sah es wirklich schlecht aus. Wir haben sehr um dich gebangt und viel geweint. Aber du warst eine Kämpferin und so stark. Du hast es wieder geschafft. Es hat alles etwas länger gedauert, aber du hast es geschafft. Und wieder ging es dir gut, wieder warst du so glücklich. Du hast uns weiter so viel von deiner Liebe geschenkt und wir haben dich so sehr geliebt. Das Ende kam dann recht schnell. Im Dezember 2021 fingen die Symptome wieder an. Aber nur selten und dir ging es sonst sehr gut. Aber ich wusste, wir müssen uns bald auf den Abschied vorbereiten. Und im neuen Jahr ging es dir schlecht. Wir haben vieles versucht. Dir ging es noch ein letztes Mal wieder richtig gut. Wir waren wieder große Runden spazieren, du bist sogar nochmal ohne Leine gelaufen und hast Mäuse gejagt. Wir waren so glücklich und dann traf uns der Schlag. Am 04.03.2022 hielt ich dich in meinen Armen, als du von uns gingst. Und ich wünschte, ich hätte dir die letzten zwei Tage erspart und dich eher gehen lassen. Bitte verzeih mir das. Ich habe dich so sehr geliebt, dich loszulassen brach mir das Herz. Es ist nun fast auf den Tag genau zwei Monate her. Immer noch klafft hier ein großes Loch, immer noch fließen die Tränen. Aber ich denke auch viel daran, wie glücklich du bei uns warst und wie lustig du warst. Dann freue ich mich, dass du ein so schönes Leben bei uns hattest, mit so viel Liebe! Fast sechs Jahre haben wir miteinander verbracht. Ich hätte mir gewünscht, dass es viel mehr gewesen wären. Gleichzeitig bin ich aber auch sehr dankbar für diese gemeinsame Zeit. Es war einfach Schicksal, dass wir uns gefunden haben. Und so versuche ich dann an die schönen Dinge mit dir zu denken und davon gab es jede Menge. Du liebtes ausgiebige Schmuseeinheiten. Auf dem Sofa am liebsten in meinem Schoß oder in seinem Arm. Seit unserem Umzug hast du nicht eine Nacht in deinem Körbchen verbracht, du lagst jede Nacht an meiner Seite. Und es war wundervoll, du kleine Wärmflasche. Du liebtes Spaziergänge (bei schönem Wetter, sehr praktisch), wenn du querfeldein auf Mäusejagt gehen konntest. Du liebtest die Menschen, die du kanntest. Du liebtes deinen Hundebruder, auch wenn du ihn manchmal angemotzt hast und er dann panisch die Flucht ergriffen hat. Aber du hast ihn immer freudestrahlend begrüßt, wenn ihr mal getrennt wart. Du liebtest Joghurt und Eis. Du liebtes es in der Sonne auf dem Heuhaufen zu liegen. Du liebtest es lange auszuschlafen und unter der Decke zu kuscheln. Du bist vor Freude ausgerastet, sobald sich dann morgens einer von uns zum Gassigehen anzog (wenn du lange genug geschlafen hast natürlich). Du hast gegrunzt, wenn du unter dem Tisch gebettelt hast und bist vor Aufregung getänzelt. Du hast so wahnsinnig laut geschnarcht und so viele lustige Geräusche von dir gegeben. Du hattest deine eigene Sprache. Du hast dich geputzt wie eine Katze. Hat man geflucht, bist du sofort auf einen drauf geklettert und hast getröstet. Das war unheimlich süß und lustig zugleich. Du konntest keiner Fliege was zu leide tun, warst so genügsam und so herrlich unkompliziert. Du warst der beste Hund. Wir werden dich nie vergessen und für immer lieben. Leb wohl, mein Herz.
Book of condolence
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Comments
Silke mit Seelenhund Cassy tief im Herzen gest.10.03.2022
Comment from 05/04/2022

Für die Welt warst du nur ein Hund, aber für mich warst du die Welt. Ganz egal wie viele Jahre wir mit unserem Liebling verbringen dürfen, es werden nie genug sein. Dich zu lieben war so leicht. Dich so früh zu verlieren ist so unbeschreiblich schwer und um dich zu vergessen, würde nicht einmal die Ewigkeit reichen. Wenn dich meine Liebe hätte retten können, hättest du für immer gelebt . Alles Gute und viel Kraft für diese schwere Zeit der Trauer. Die Stille kann manchmal so laut sein und der Schmerz unerträglich. Mögen irgendwann die vielen schönen Erinnerungen an ihren Schatz überwiegen
Karina und Jörg mit Floyd im ❤
Comment from 05/04/2022

Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten. Thomas Mann Unser Beileid zu Ihrem Verlust

Annemarie und Elke mit Snoopy im Herzen gest 04.01.2022
Comment from 05/03/2022

Ich bin nicht tot. Ich tausche nur die Räume. Ich bin in Euch. Ich geh durch eure Träume. Michelangelo Wenn es Nacht wird, treffen wir uns in unseren Träumen und wenn ich aufwache, bin ich mir sicher, dass du noch da bist und dass sich unsere Seelen wiederfinden werden. Irgendwo da draußen im Universum, im Land der Regenbogenbrücke. Sylvia Raßloff

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