Memorial page of Olli

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Olli

Aug 30, 2007Oct 14, 2017

dog [Mischling]

Published on Nov 14, 2017 by Imke

Supervised by: ROSENGARTEN-Tierbestattung Filiale Braunschweig

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Mein lieber Olli, jetzt bist du schon beinahe zwei Monate nicht mehr bei uns und du fehlst mir jeden Tag. Ich denke ganz viel daran, was für ein liebevoller Hund du warst. Vollkommen problemlos konnte man dich überall mit hinnehmen, warst jedem Hund und jedem Menschen gegenüber freundlich und nicht mal den Autos hast du etwas Böses zugetraut. Wir wissen leider nicht, was du in den ersten vier Jahren deines Lebens erdulden musstest und waren daher oft nicht sicher, wie wir mit dir umgehen sollten. Da du nie irgendein Problem gemacht hast, haben wir es uns vielleicht ein bisschen leicht gemacht und dich nicht genötigt Stöckchen zu holen oder mit uns zu spielen. Du schienst immer zufrieden wenn du in unserer Nähe sein durftest und gekrault wurdest. Weil du kein Interesse an Spielzeug hattest und ich nie so richtig wusste, wie ich dir eine Freude machen kann, habe ich mir immer Mühe gegeben, das richtige Essen für dich zu haben um die ein Schwanzwedeln zu entlocken. Leider mochtest du jede Woche etwas anderes, manchmal wurde das Essen nur vom Rasen genommen, manchmal nicht aus einer Schüssel, sondern nur vom Teller. Du warst wirklich ein eigenartiger Hund, weshalb es uns auch sehr schwer viel, dich wie einen Hund zu behandeln. Ich hoffe so sehr, dass die Art wie wir mit dir umgegangen sind richtig für dich war und dir die nötige Sicherheit geboten hat. Es tut mir so leid, dass ich am Ende deines Lebens so Ungeduldig mit dir war, weil ich nicht wusste, was los mit dir ist. Alle habe gesagt, du seist einfach alt und würdest deswegen langsamer und ein richtiger Draufgänger warst du ja nie. Ich habe nicht gewusst wie krank du bist, sonst hätte ich vieles anders gemacht, Aber wie immer hast du uns kaum Ärger bereitet, sondern bist plötzlich einfach nicht mehr da gewesen. Ich versuche mich dran zu erinnern, wie lebendig du zwischendurch warst, wenn du die Raben auf dem Feld gejagt hast oder wie du das Schaf "hüten" wolltest. Ich denke so gerne daran, wie du dich in der Sonne gewälzt hast und wie du dich gefreut hast, wenn der erste Schnee kam und dein dickes Fell endlich einen Nutzen hatte. Wie still du immer gehalten hast, wenn wir dich im Sommer kurzgeschoren haben und du optisch 20kg verloren hast. In der dunklen Jahreszeit denke ich daran, wie dein Fell sich immer ein bisschen rötlich gefärbt hat, um dann im Sommer wieder hellblond zu werden. Du warst wirklich der schönste Hund, den ich jemals gesehen habe und es war Liebe auf den ersten Blick, als ich damals dein Bild auf der Seite des Tierheims gesehen habe. Im Sprint sind wir damals zum Auto, weil wir ganz sicher waren, dass du alte Schönheit von einer anderen Familie adoptiert wirst, wenn wir nicht die ersten im Tierheim sind. Du bist wie ein Gummiball in deiner "Zelle" auf und abgesprungen, als wir dich das erste Mal gesehen haben. Als wir reinkamen, hast du dich sofort auf den Rücken geschmissen und wolltest gekrault werden. Wir sind dann eine Proberunde mit dir spazieren gegangen und die Leine hat nichtmal einen cm geruckelt, so brav bist du neben uns hergetrottet. Als wir dann über deinen Kaufvertrag gesprochen haben, hast du dein Köpfchen auf meinen Schoß gelegt und einen tiefen Seufzer von dir gegeben. Wir durften dich dann, ohne die Probezeit abzuwarten, sofort mit nach Hause nehmen. Geduldig wie wir sind, haben wir dich an einem der ersten Tage von der Leine gelassen und waren stark verwundert, dass du nicht wusstest, dass du jetzt zu uns gehörst. Die ersten Jahre mit mir waren leider nicht die schönsten in meinem Leben und ich bin so traurig, dass ich dich nicht mehr genießen konnte. Wenn ich jetzt andere Hunde treffe, denke ich an dich und an dein großes Herz, indem sogar zwei kleine Kätzchen, die du mühelos verspeisen hättest können, Platz gefunden haben. Du hast dich von nichts aus der Ruhe bringen lassen, wurdest du angekläfft, bist du einfach weitergegangen. Du hast es geliebt zu schnüffeln, zu buddeln und zu baden. Wo es lang ging hast du meistens selber entschieden und bist natürlich nicht mit jedem Menschen mitgegangen. Nach kurzer Entfernung vom Haus hast du bei Fremden einfach deinen dicken Pöter auf den Boden gedrückt und bist nicht weitergegangen. Weil du immer so ein Spezi warst, war es sehr schwer dich zu lesen. So ein Sensibelchen warst du. Als du zu uns kamst, hast du uns mit deinem ständigen Durchfall und Erbrechen fast den letzten Nerv geraubt. Aufgehört hat das erst, als wir dir alles zu essen gegeben haben, was du dir vorgestellt hast und die Tafel Schokolade, die du uns geklaut hast und dich eigentlich ins Grab hätte bringen müssen, hat bei dir das erste Mal einen stabile Verdauung verursacht. Ich war immer so froh, wenn du dich über irgendetwas gefreut hast, wenn du getobt hast oder dich gewälzt hast, wenn du zufrieden in der Sonne lagst oder eine neue Spazierstrecke spannend fandst Allerdings schien es oft, als würdest du nichts lieber tun, als deine Schnauze direkt vor dem Fernseher platzieren und dann erst deinen Frieden finden. Wir mussten dir Nachts so oft den Laptop anmachen und du bist vor einer Folge Sherlock Holmes friedlich eingeschlafen. Ich hoffe sehr, dass deine Schmerzen in den letzten Wochen nicht so schlimm waren und du deinen letzten Sommer genießen konntest. Ich hatte mich so auf unseren ersten gemeinsamen Winter im Haus gefreut, darauf wie du dich über den Schnee und die "angenehmen" Temperaturen freust. Danke, dass du mich so lange begleitest hast. Ich vermisse dich.

Book of condolence

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Comments

Unbekannt

Comment from Dec 12, 2017

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Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles was ich geben kann.

Thomas,Elke und Elina mit Blanqjita im Herzen

Comment from Dec 12, 2017

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Als deine Beinchen nicht mehr wollten und dein Köpfchen wurde schwer, kam von oben aus dem Himmel ein kleiner Engel zu dir her. Er nahm dich fest in seine Arme, denn er hat dein Leid erkannt, flog mit leichten Flügelschlägen mit dir ins Regenbogenland.

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Esther mit Linu

Comment from Dec 12, 2017

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Lass uns kurz im Glück verweilen, genauso wie es früher war, so kann der Schmerz ganz langsam heilen.

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Brigitte

On Dec 12, 2017

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Helmut

On Dec 12, 2017