Memorial page of Benni

Benni
Für die Welt warst du eine Katze, für uns warst Du die Welt
Published on 01/31/2019 by Rudolf
Supervised by: sonstige Tierbestattung



Geliebter Benni! Als du im Sommer 2009 in Begleitung der Katzendame Frau Bär (Bärli) zu uns gezogen bist, warst du schon stolze 18 Jahre alt. Das hat man dir aber wirklich in keiner Weise angesehen, du warst kerngesund und sehr agil. Die erste Nacht in deinem neuen zu Hause war für uns alle etwas bewegend, denn du wolltest unbedingt wieder das Haus verlassen und zumindest in den Garten oder noch weiter weg flüchten. Du musstest dich aber zuerst an die neue Umgebung gewöhnen und so haben wird dir dann erst nach einiger Zeit zum ersten Mal im Garten freien Lauf gelassen. Du hattest natürlich nichts Eiligeres zu tun als über den Zaun in die angrenzenden Felder zu verschwinden. In den ersten Tagen haben wir dich am Abend dann immer gesucht und haben nach dir gerufen bis du wieder ins Haus gekommen bist. Als du eines Abends von selbst vor unserer Terrassentüre gestanden bist, haben wir gewusst, dass du uns jetzt als neue Dosenöffner akzeptiert hast. Im Frühjahr 2010 wars dann vorbei mit dem Dosen öffnen, denn du hast einfach dein Futter verweigert. Der Tierarzt hat damals gemeint, deine Nieren wären nicht mehr die besten und du sollst nur mehr Diätfutter bekommen. Diese Art von Nahrung hast du jedoch nicht einmal eines Blickes gewürdigt und so haben wir es mit Rohfleischfütterung probiert. Siehe da es hat dir wieder gemundet und alsbald hattest du fast eineinhalb Kilo zugelegt (gesamt 7,5 kg). Die Gaby hat damals gesagt, dass es jetzt aber genug sei mit dem Gewicht und die Claudia hat immer „hallo mein Dicker“ zu dir gesagt, wenn sie zu Besuch gekommen ist. Ich hab immer gemeint es steht dir ganz gut und du bist eben ein stämmiger Kater. Außerdem hab ich mir gedacht, abnehmen tust du eh von alleine. Im Jänner 2011 mussten wir leider die Frau Bär über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Sie war 22 Jahre alt und bis kurz vor ihrem Tod noch immer eine richtige kleine Lady. In dieser schweren Zeit hast du offensichtlich versucht, die Lücke die durch ihr Ableben entstanden ist, zu schließen. Du hast dich immer näher zu uns gekuschelt und hast deine Schmuse- und Streicheleinheiten richtiggehend eingefordert. Der heiße Sommer 2013 hat dir doch einigermaßen zugesetzt und du hast ein Kilo abgenommen. Aber du hast viel getrunken und bist immer brav im Schatten gelegen oder wenn es manchmal tagelang drückend heiß war, hast du es dir in unserem kühlen Keller in deiner „Höhle“ gemütlich gemacht. Im darauffolgenden Winter sind unsere Beziehung und unsere Bindung immer enger geworden. Wir haben ganz viel Zeit miteinander verbracht. Selbst wenn die Gaby und ich einmal fort mussten, hast du es dir irgendwo im Haus gemütlich gemacht und wir sind so schnell als möglich zu dir nach Hause zurückgekehrt. Im diesjährigen Sommer ist es dir sehr gut gegangen, da es nicht so heiß war. Du hast immer brav deine Portion Fleisch gefuttert (zwar haben wird dich dabei immer etwas „betun“ müssen) und es gab bis auf ein paar kleinere Probleme mit der Harnblase keine Anzeichen für irgendwelche Erkrankungen. Am Morgen des 19. August wollte plötzlich dein Kreislauf nicht mehr so recht funktionieren. Du bist immer wieder zusammengebrochen. Als wir dann in der Tierarztpraxis waren, hattest du dort wieder einen Zusammenbruch. Die Tierärztin sagte, es sei das Herz. Es gäbe zwar noch die Möglichkeit einer Infusionstherapie, aber der Erfolg sei sehr fraglich und es wäre auch ziemlich belastend für dich. Wir mussten unter Tränen einsehen, dass es Zeit war loszulassen und dich am Abend des 19. August 2014 in deinem 23. Lebensjahr über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Wir haben dich den ganzen Nachmittag auf deinem Lieblingsplatz gestreichelt, haben mit dir gesprochen und dir noch ein letztes Mal unsere ganze Liebe gegeben. Du hast uns angesehen mit deinen hübschen großen Augen als wolltest du sagen: „Seid nicht traurig, ich habe mein Leben genossen und es war wunderschön mit euch.“ Nachdem dich die Tierärztin um 20 Uhr in unseren Armen einschlafen hat lassen, haben wir dich auf deiner Lieblingsdecke in den Sarg gelegt und dich dort bestattet, wo auch schon unser erster Kater Bastian und die Frau Bär ruhen. Mein Großer, so habe ich dich oft genannt, ich liebe dich und werde dich ewig lieben. Du warst ein Teil meines Lebens, der nun weggebrochen ist. Das Haus und der Garten alles ist so leer ohne dich. Wohin ich auch schaue, seh ich dich noch überall liegen und gehen. Du bist so oft mit mir schlafen gegangen, am Morgen bevor ich zur Arbeit ging haben wir immer noch kurz geschmust und wenn ich wieder nach Hause kam habe ich dich auf den Arm genommen und du hast dich eine Viertelstunde lang an meine Wange geschmiegt. All das gibt es jetzt nicht mehr. Ich bin gefangen in einer Nebelwelt, meine Sonne ist untergegangen. Ich hoffe ganz viel, dass es dir gut geht im Regenbogenland, wo immer die Sonne scheint. Geliebter Benni, wir sehen uns wieder und dann kann uns nichts und niemand mehr trennen. DU WIRST IMMER IN UNSEREN HERZEN WOHNEN. Rudi, Gaby, Claudia und Mario
Book of condolence
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Comments
Esther mit Linu
Comment from 01/31/2019

Meine Augen können dich nicht mehr sehen, meine Hände dich nicht mehr berühren. Aber ich fühle dich in meinem Herzen. Für immer und ewig.
Marlies mit Pietsch im Herzen
Comment from 01/31/2019

Es sind die ohne Schuhe, die jeden Weg mit uns gehen. Es sind die ohne Geld, die uns all das geben, was unbezahlbar ist. Es sind die, die Nichts versprechen, die uns niemals enttäuschen. Es sind die, die Nichts besitzen, die uns oft mehr geben können, als die meisten Menschen. Viel Kraft für die schwere Zeit danach Marlies mit Pietsch tief im Herzen

Roses

Tobias
On 02/27/2019

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On 02/21/2019

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