Memorial page of Bonnie meine Lieselotte

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Bonnie meine Lieselotte

tempus fugit amor noster manet in aeternum

Oct 2, 2002Sep 18, 2017

dog [Englisch Cocker Spaniel]

Published on Oct 4, 2017 by Suse

Supervised by: Filiale Düsseldorf

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Ich fand heraus, dass einem in tiefen Kummer, von der stillen hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet. Geliebtes Fellschnütchen Bönie, ich habe mit dir meine beste Freundin, meine Gefährtin in jeder Lebenslage, meinen treuen Schatten - meine Seelenzauberin und Herzenstherapeutin verloren. Ich bin so unendlich traurig... Ich danke dir für all die wundervollen Jahre, die du mir geschenkt hast, und sage dir ein leises '"Adieu"... "Bewahr' mir ein Erinnern, wie einen Lebenskuss, so bleib' ich in der Nähe, auch wenn ich gehen muss. Erzähl' von mir mit Lachen, so war ich ja einst. Erzähl' die tollsten Sachen, auch, wenn du später weinst..." (Gisela Steineckert Quelle: Erster Montag im Oktober. Gedichte. - Verlag Neues Leben, Berlin 1986).

Book of condolence

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Comments

Unbekannt

Comment from Jan 10, 2018

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Liebes Bönchen, gestern habe ich mich dem Laptop etwas verweigert. Ich wollte mal überprüfen, wie es mir damit ergeht, und, ob ich vielleicht etwas weniger "Gedankenkarussell" in meinem Kopf habe. Inzwischen ist es irgendwas um 2 Uhr in der Nacht, und ich kann bestätigen, dass sich, egal was ich tue oder nicht, meine Gedanken in der Hauptsache um dich drehen. Also kann ich dir davon auch schreiben. Gestern habe ich endlich mal die Fensterbänke im Büro über gestrichen. Das wollte ich schon länger mal gemacht haben. Der wasserlösliche und nicht riechende Lack für diesen Zweck stand schon ewig herum. Ich weiß noch, dass ich extra den gekauft habe, damit weder deine empfindliche Nase gereizt wird, noch Farbkleckse im Hundefell übrig bleiben, die nur per Schere entfernt werden könnten. Zu lebhaft noch die Erinnerungen an vergangene Malerarbeiten, nach denen später ein "bunter Hund" zu bestaunen war, denn du hattest immer den Drang, deine Nase in die Farbe zu stecken. War das nicht möglich, weil außer Reichweite, wurde eben das frisch angestrichene Werk genauestens unter die Lupe, bzw. Hundenase genommen. Resultat: Farbklecks auf der Nase, im Ohrenfell, den Pfoten, den Flanken... überall, wo ein Cocker mit Farbe in Berührung kommen konnte. Die Farbe die ich gekauft habe ist Mist. Sie deckt nicht vernünftig. Für das Hundetier aber hätte sie dennoch gereicht, da bin ich mir sicher. Als ich also so am malern war, fiel mir ein, wie das war, als ich die Türen lackierte. Über den ersten Anstrich bin ich nicht hinaus gekommen. Sie warten immer noch auf die Vollendung, und ich hatte nach den Fensterbänken heute auch keine Lust mehr, die weiter in Angriff zu nehmen. Als ich die Türen anstrich, warst du immer an meiner Seite dabei. Wurde es dir zu langweilig, hast du dich mitten rein gelegt ins Chaos von Pinseln, Kreppband, Folie, Papier und Lappen. Natürlich immer so, dass wenn die Farbe kleckste und spritzte, du möglichst viel davon abbekamst. Ich wollte schier verzweifeln, was du mit einem gelangweilten Blick quittiert hast. Wurde es dir zu blöd, mein ständiges "ach" und "oh je", und, wenn ich dich ständig zur Seite schob, um an das zu streichende Objekt besser heran zu kommen, bist du aufgestanden, und an den Türen vorbei gestriffen die schon gestrichen waren, bzw. hast sie mit Nase und Pfötchen aufgeschoben. Irgendwann war fast so viel Farbe auf dem Hundetier, wie auf die Folie gekleckst. Gut sahst du aus, so weiß, wo sonst kein weiß war.... Den Vogel abgeschossen hast du, als dich der Schalk im Nacken regelrecht gekniffen haben muss, und du mit dem Pinsel, den ich nur kurz abgelegt hatte, abgedampft bist. Da standest du dann im Flur, den tropfenden großen Pinsel am Griff in deiner Schnüse, und hast übers ganze Hundegesicht gegrinst, während ich mit leichtem Entsetzen auf den Boden sah, auf den die Farbe fröhlich kleckerte, und mir "ausmalte" (Wortspiel), was du alles anstreichen könntest, wenn wir jetzt "Fang' mich doch" spielen. Oh Mist! Die Schlafzimmertür hinter dir stand auch auf... Wenn du da rein rennen würdest... Der elend teure Wollteppich vorm Bett, er wäre wohl verloren... Tropf, tropf, tropf... Ich bin die malernde Cocker-Bonnie... Es war dir deutlich anzusehen, dir war nach Toben zumute - nur leider mit einem farbverschmierten großem Pinsel in der Schnüse. Jetzt bloß keinen Fehler machen Frauchen, den "Fehde-Handschuh" nicht aufnehmen, und dem kecken Bönie-Tier stattdessen klar machen, dass das nun gerade eine ganz blöde Idee von ihr ist, und die Spielaufforderung nicht akzeptiert wird. Und wieder hatte sich gezeigt, wie unglaublich gut unsere Kommunikation funktionierte. Ein einfaches "Nein, Bonnie" reichte aus, und du kamst mir bereitwillig entgegen, um mir den Pinsel zurück zu geben. Dann reichtest du mir deine farbige Pfote, und ich musste schon wieder laut lachen. Ich habe dann ziemlich bald den ganzen Kram zusammengeräumt, die Flecken auf dem Hund, dem Flurboden, und die auf den Fliesen im Badezimmer (keine Ahnung wo die hergekommen waren) entfernt, und wir haben, nachdem wir draußen waren, ausgiebig um dem bösen Knoten gerungen. Das machte uns beiden mehr Spaß als Türen zu streichen. Allerdings sehen meine Türen nach wie vor irgendwie "nicht ganz fertig" aus. Später habe ich noch Nudeln gekocht, und Gemüse und Salat geschnippelt - und natürlich warst du auch da wieder ganz nah dabei. Eine Salatgurke für das Bönchen... Zur nächsten Mahlzeit ein paar Nudeln und Gemüse ins Fresschen... Und dann, beide mit gefüllten Bäuchen, ab aufs Sofa, und aneinander gekuschelt ein bisschen Fernseh' gucken... Ach Bonnchen, ohne dich ist alles so öde, fad und leer. Ich hab' dich so lieb! Dein Fehlen tut schrecklich weh!

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Unbekannt

Comment from Jan 9, 2018

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*?.*?.Wenn Du Dich an mich erinnern möchtest ,schau in den Himmel!!Denn kleine Sterne leuchten ewig*?.*?. LG. Marion mit Sissi & Finchen*?.

Suse & Bonnie

reply from Jan 10, 2018

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Liebe Marion mit Sissi und Finchen, lieben Dank für euren Besuch und den schönen Rosengruß! ...wenn nur der Himmel nicht so oft so wolkenverhangen wäre... Bleibt nur der Blick nach innen, hinein ins eigene Herz, denn da finden wir unsere Lieblinge immer, egal wie der Himmel ausschaut. Sue mit ganz viel Bonnie überall

Jessica

Comment from Jan 8, 2018

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Liebe Sue, das ist schade und ärgerlich um die schönen Fotos. Hoffe sie können schnell ersetzt werden. Es soll ein Masterabschluss werden. Master of Disaster , da er nur von Katastrophen bzw. Tragödien überschattet wird, trifft es wohl eher! Diese Phase nicht mehr trauern zu können, weil die Kraft nicht ausreicht kenne ich auch sehr gut. Ich glaube diesmal ist es aber bei mir ein resigniertes Aufgeben der Trauer. Ich kann trauern so stark und intensiv wie ich will, aber es ändert nichts an der schlimmen Gewissheit. Amigo kommt nie wieder in mein Leben zurück. Unsagbar traurig darüber füge ich mich meinem Schicksal und versuche damit zu Leben. In meinem Herzen werde ich ihn immer Lieben und er fehlt mir unendlich. Er bleibt mein Ein und Alles. Amigo ist mein erster Hund, aber nicht das erste Haustier. Seit ich denken kann äußerte ich nur einen Wunsch: Ich möchte einen Hund. Bekommen habe ich ein Meerschwein. Ein niedliches kleines Wesen, dreifarbig. Ich habe ihn Schecky genannt. Leider hatte ich ihn nur drei Jahre lang. Ein Regenbogen erstrahlte auf dem Weg zum Tierarzt. Diagnose: Blasenstein. Eine OP war nicht möglich. Ich war nicht direkt dabei als er erlöst wurde. Es war der 26.Februar 2002. Wir haben ihn im Garten beerdigt. Ich habe sehr geweint und äußerte Tage später meinen eindringlichen Wunsch. Ich möchte so gerne einen „richtigen“ Hund. Der Wunsch sollte diesmal erfüllt werden. Pudel oder Cocker waren inseriert-damals noch aus der Zeitung. Pudel gab es bereits vor meiner Zeit in der Familie. Die Pudel müssen alle vier Wochen zum Frisör, so dass die Debatte meiner Eltern um die Rassewahl schnell erledigt war. Also möchtest du einen Cocker haben? Ich muss ehrlich gestehen, ich schaute in mein Hundebuch und war eigentlich not amused über die Fotos der Rasse. Als mein Vater anfing, na dann gar keinen Hund, stand für mich fest: Ich komme mit mir die Welpen anzuschauen. Meine Mutter wollte unbedingt eine Hündin. Vor Ort waren noch exakt zwei Welpen frei, zwei Rüden. Einer loh, der andere dreifarbig (Blauschimmel/loh), mein Amigo. Meinen Eltern war aufgrund der Farbe meines Meerschweins sofort klar, auf wen meine Wahl gefallen ist. So habe ich im Beisein meiner Eltern meinen ersten Kaufvertrag unterschrieben und war das glücklichste Kind auf Erden. Ich hatte meinen Hund. Genau einen Tag vor Ostern (Zufall, keine Absicht) ist mein Amigo bei uns eingezogen….Das die 26 ein weiteres Mal meine Schicksalszahl werden wird wusste ich in all den Jahren zum Glück nicht. Ich denke viel darüber nach wie es weiter geht und suche in diesem Kontext nach Halt und den Sinn des eigenen Lebens. Ganz ehrlich, mir bedeutet der kommende Abschluss im Moment gar nichts. Ich fühle nichts dabei. Nur durch Amigo bin ich so weit gekommen. Jetzt abzubrechen, wäre nicht in seinem Sinn gewesen…. Auch bei anderen Hunden, ich fühle da einfach nichts. Denke dir geht es ähnlich zusammen mit dem schlechten Gewissen um die Zuwendung zu einem anderen Hund und deshalb die Panik? Selbst wenn du den Hund nehmen würdest, du würdest ihn sicherlich ohne Emotionen füttern, Wasser hinstellen und vielleicht eine Gassi Runde drehen. Mehr nicht. Mir geht es jedenfalls so, wenn ich auf Hunde treffe. Diese grundsätzliche Hundeliebe ist im Moment komplett weg. Mein Herz hat sich total verbarrikadiert. Ich nehme jetzt erst einmal so weit es geht Abstand zu Hunden. Ich habe ja hier noch eine andere Baustelle. Die Katze, von der in inzwischen weiß, dass es ein Kater ist! Er scheint echt lieb zu sein, hat noch nie gefaucht oder gekratzt. Er war aber auch zu Amigo so erstaunlich liebenswert… Ich füttere und streichle ihn. Er schnurrt dann auch recht gerne….Mein Versprechen ihm gegenüber werde ich einlösen. Er hat meinem Amigo durch seine Zuwendung unendlich viel Wärme spüren lassen. Ich hoffe ich kann mich revanchieren, auch wenn ich um die Gefahr des erneuten Abschiedes weiß, die ich mit dieser sich anbahnenden Beziehung eingehen werde…. Ich wünsche Dir eine annehmbare Woche möglichst ohne noch zusätzliche „Tiefpunkte“. Ein ganz lieber Gruß von Jessica mit Amigo im Herzen, immer im Gedenken an deine Bonnie.

Sue

reply from Jan 10, 2018

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Liebe Jessica, na, da lag ich ja nur knapp daneben mit meiner Vermutung über deine Arbeit. Ich bin inzwischen seit einigen Jahren so ziemlich raus aus der Thematik, aber ist nicht im Zuge der Reformierung der Master anstelle des Diploms getreten? Und nun, wie geht es weiter? Willst du anschließend noch promovieren? Wie auch immer, du solltest stolz auf dich sein, und, ja, auch Freude dabei empfinden, das du trotz aller Belastungen, die durch das Jahr 2016 und schließlich den schlimmen Verlust von Amigo eingetreten sind, die Kraft aufgebracht hast, deinen Abschluss zu machen. Nein, abzubrechen wäre keine Option gewesen. Ich erinnere etwas, was mir damals sehr geholfen hatte, als ich in einer ganz ähnlichen Situation wie du jetzt steckte. Ich habe meinen Abschluss dem gewidmet, den ich damals, noch ganz frisch, wie heute betrauerte. Eine richtige kleine "Fest Zeremonie" hatte ich abgehalten. Hatte eine Kopie meines Diploms zu ihm gebracht, und unter einer blühenden Rosenpflanze in seinem "Garten" vergraben, und die Stelle mit Glitzer Konfetti bestreut. Anschließend habe ich eine Flasche unseres Lieblingswein geöffnet, und ein Glas davon zu ihm gestellt, während ich meines austrank, und berichtet habe, wie es so gewesen ist, ganz so, wie man es auch in einem "normalen Gespräch" täte. Und tatsächlich wurde mir so etwas wie "feierlich" zumute, als ich sagte "und das widme ich dir", und endlich kam auch neben vieler Tränen etwas wie ein Gefühl von "geschafft" und Freude darüber in mir auf. Das begleitet mich bis heute, und trägt. Vielleicht kannst du diese Erinnerung zum Anlass dazu nehmen, um über etwas ähnliches für dich nachzudenken? Ich finde es so schade, wenn du keinen emotionalen Zugang zu dem was du geleistet hast findest! Und letztlich wäre es dann ja doch alles ein Stück weit "umsonst" gewesen, und nicht im Sinne von Amigo... Ich habe viel über deinen Satz nachgedacht, in dem du sagst, dass eine Art der Resignation eingetreten ist, in der du die Trauer um Amigo sozusagen in dein Leben einbindest. Vielleicht ist es das was alle meinen, wenn sie von "Loslassen" sprechen? Und vielleicht bist du auf dem Weg dorthin? Ich nehme an, dass das, in jener von uns schon mal besprochenen Definition von "Loslassen", gepaart mit der leisen Bereitschaft, die ich zu erlesen glaube, dein Herz wieder ein kleines bisschen zu öffnen, zumindest für das Eintreten von vier Katzenpfoten, könnte kein so schlechter Anfang sein, um wieder "lebendig" zu werden. Ich selbst bin noch meilenweit davon entfernt. Inzwischen weiß ich, was diese Panik in mir auslöste. Ich würde ganz und gar nicht emotionslos den Hund lediglich nur "versorgen", sondern stattdessen noch realer als ohnehin immerzu Bonnie vor meinem geistigen Auge sehen, und die Flut dessen, was ich dann empfinden würde, jagt mir eine Heiden Angst ein. Ich habe mein Herz Menschen gegenüber verbarrikadiert. Hunde finden immer noch relativen Eingang darin, nur tut der eben so weh, dass ich ihnen ausweiche. Liebe Jessica, deine Erzählung darüber, wie Amigo damals zu dir gekommen ist, hat mich sehr berührt. Ich konnte das Glücksgefühl von damals, welches du empfunden hast, als du den Kaufvertrag unterschrieben hast, und Amigo schließlich bei euch Daheim einzog, so absolut mit empfinden. Und ich musste ein bisschen schmunzeln, als ich las, dass der Cocker auch bei dir zunächst mal nicht gerade auf der Hitliste der Hunderassen gestanden hatte... Wie ist Amigo eigentlich zu seinem Namen gekommen, der sich zudem schließlich als so treffend gezeigt hat? Auch ich wünsche dir eine Restwoche, die möglichst gut aushaltbar ist, und in der sich immer mal kleine Lichtblicke zeigen im grau und dunkel aller Gedanken und der Traurigkeit um Amigo. Mit herzlichen Grüßen an dich und liebevollen Gedanken an Amigo Sue mit ganz viel Bonnie überall

Unbekannt

Comment from Jan 8, 2018

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Guten Morgen am Beginn einer neuen Woche, liebe Bonnie, gestern ist mir was ganz doofes passiert. Deine Foto-Schneekugel betrachtend habe ich gemeint, ich könne mal etwas Wasser auffüllen. Gute Idee, äußerst schlechte Umsetzung. Ich habe mich so dämlich dabei angestellt (und auch zur Vorsicht vorher die Fotos von dir nicht herausgenommen), dass Wasser an die Bilder gelangte , und sie komplett verwischt hat. Resultat: Fotos zerstört, Kugel unbestückt, Frauchen am heulen... Also habe ich mich gleich darauf an den PC gesetzt, um neue Fotos auszusuchen und zu bestellen. Bei all den Bildern von dir, sind mir viele dutzende an Erlebnissen und Erinnerungen in den Sinn gekommen... Bonnie eingekuschelt in ihren "Bonnie-Bademantel" nach dem Duschbad auf dem Sofa. Bonnie, die müde in die Kamera gähnt (was für ein Schnappschuss..). Bonnie, die vor dem Backofen sitzt und in die Röhre blickt, in der die Hundekekse backen. Bonnie, die sich ihr Futter im Napf schmecken lässt. Bonnie, die vorher erwartungsvoll zu mir hoch blickt, dass ich den Napf überhaupt erstmal fülle (statt Fotos zu machen). Bonnie, die im Garten in die Sonne blinzelt. Bonnie, die sich im Garten im Gras wälzt. Bonnie, die nach dem Spiel, mit ihrem "bösen Knoten" in der Schnüse eingeschlafen ist. Bonnie verschmitzt, neugierig, verknautscht, entspannt, aufmerksam, schlafend, spielend, hechelnd, kuschelnd, posierend... Bonnie, Bonnie, Bonnie... Und dann waren da auch die Bilder, wo du deine Nase suchend ins Gras gesteckt hast, aufgenommen an dem Tag, als ich durch dich das vierblättrige Kleeblatt fand. Erinnerst du dich? Ich musste damals so sehr lachen... Du hattest ungewöhnlich lange nach einem passenden Platz gesucht, um dich zu lösen. Deine Nase durchpflügte den Boden, und du ranntest hin und her. Endlich, du hast ganz lange an dieser Stelle geschnuppert und dich zig mal um deine Achse gedreht, hast du schließlich deinen Poppes positioniert, und dein Geschäft erledigt. Als ich deine Hinterlassenschaft gerade aufnehmen wollte, sehe ich direkt neben dem Häufchen, das vierblättrige Kleeblatt, und sofort kam mir der Gedanke in den Sinn "DAS ist MEIN Hund! Kackt aufs Glück!" Ich fing bei diesem Gedanken furchtbar an zu lachen... Sicherheitshalber habe ich das Kleeblatt aber doch mitgenommen und Zuhause getrocknet. Du hattest dich etwas verwundert neben mich gesetzt, während ich da hockte, die Tüte über der Hand, und laut am lachen war, und gleichsam irritiert wie leicht angeekelt zu deinem Haufen hingeschnuppert, wundernd, was daran bitte so witzig sein soll, sodass ich gleich noch mehr lachen musste, und mit dem Hintern auf den Boden plumpste. Du schienst davon so peinlich berührt, dass du dich hektisch umgesehen hast, mit einem Ausdruck in deinem Gesichtchen, der ganz klar sagte: "Ich kenne diese Frau nicht. Aber sie benötigt eindeutig Hilfe oder Medikamente!" Mir liefen derweil schon die Tränen vor Lachen, und ich hielt mir den Bauch. Abwechselnd auf deinen Haufen, das Kleeblatt und dich deutend, japste ich "oh Bonnie...!", was du schließlich zum Anlass nahmst, dich spielerisch auf mich zu stürzen, und das Raufen zu beginnen. Irgendwie musste diese Frau schließlich zur Räson gebracht werden... Ich weiß nicht, ob uns damals wer dabei beobachtet hatte, aber wenn, möchte ich fast darauf wetten, dass wir einen äußerst seltsamen Anblick boten. Eine Frau mit knallroter Kacktüte über der Hand, liegt lachend und tobend mit ihrem Hund vor einem Haufen an den Büschen da hinten auf der Wiese... Ach Bonnie... Du hast mir so manchen Lachflash beschert. Und oft haben wir zusammen gelacht. Ich vermisse dich so unendlich... Hab' dich unsagbar lieb, mein Bönchen!

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Jessica

Comment from Jan 7, 2018

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Liebe Sue, es tut mir leid, dass es doch ein paar Tage länger gedauert hat. Zum Schluss waren es 15h am PC. Aber es musste sein, sonst wäre alles umsonst gewesen. Ich habe soeben die Geschichte von Molly gelesen. Sie hat mich so sehr berührt. Ja, damals mit den Kettenhunden. Es war wohl leider so üblich. Molly hat dir vertraut und konnte dir verzeihen, weil er wusste dass du es gut mit ihm meinst. Und du durftest/ musstes leider erfahren, dass ein Kind auch trauert. Nun sind 7 Tage des neuen Jahres vergangen. Es freut mich zu Lesen, dass es dir gelingt, schon mal ein, zwei Tage ohne Tränen leben zu können. Ich weiß es von mir selber, dass man sich trotzdem schlecht fühlt. Ein bestimmtes Lied, ein Gedanke und schon kullern die Tränen. Ich komme mir auch mit dem nächsten Gedanken schlecht vor. Aber der Schmerz ist insgesamt etwas aushaltbarer geworden. Ich schaffe es tatsächlich an seiner Urne zu stehen ohne in Tränen auszubrechen. Es gelingt mir seinen Namen in den Mund zu nehmen ohne zu Heulen. Die Nächte sind immer noch durchwachsen und ich höre Stundenweise Nachts immernoch Radio. Mit dem Gefühl: Es wird nie wieder so sein wie es war haddere ich zur Zeit noch ganz schön. Der Gedanke zu Lernen nicht "neu" aber anders zu Leben macht mich unsagbar traurig. Ich muss es versuchen. Was bleibt einem auch Übrig? Ich lerne, mit dem Schmerz zu Leben, auch wenn die Narbe im Herzen ewig bleiben wird... „Die Last des Körpers tragen die Füße. Aber die Last der Seele trägt das Herz…“ In liebevollem Gedenken an deine so schmerzlich vermisste Bonnie. Ein lieber Sonntagsgruß von Jessica mit Amigo im Herzen immer im Gedenken an Bonnie.

Sue

reply from Jan 7, 2018

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Hallo, liebe Jessica, ich freue mich von dir zu lesen! Meine Güte, 15 Stunden am PC... Ne, da bleibt keine Energie für anderes, ich verstehe das. Was hast du gemacht? Oder ist diese Frage zu neugierig? Eine Diplomarbeit geschrieben? Ja, die Geschichte von Molly hat mich ziemlich aufgewühlt. Ich schäme mich noch heute in Grund und Boden dafür, was ich dem lieben Schatz angetan hatte... Aber die Zeit mit ihm war so sehr prägend für meine Vita, dass sie erzählt gehörte, Scham hin, Scham her, denn tatsächlich hatte ich damals etwas ganz grundlegendes für mein Leben gelernt. War eigentlich Amigo dein erster und einziger felliger Begleiter? Bonnie wollte die Geschichte um Molly ja eigentlich Amigo erzählen, da ich diesen Brief aber mit ausdrucken möchte, für mein "Bonnie-Buch", habe ich es anders gemacht, weil ich nicht weiß, ob es dir recht wäre, wenn ich die Gespräche unserer Cocker einfügen würde. Ich möchte das nur nebenbei erwähnen, damit du dich nicht etwa wunderst. Nun, was die Schilderung betrifft, dass ich inzwischen auch mal tränenfrei durch einen Tag komme, ist weniger einer "Abnahme der Trauer", oder einer "Gewöhnung an den neuen Lebensumstand" geschuldet, als der Tatsache, dass ich einfach so erschöpft bin, dass ich stundenweise das Gefühl habe, eine lebende Tote zu sein. Ich glaube, dass sich meine Seele ,manchmal wie abschaltet, wenn es zu viel zu werden droht. Um so erfreuter und auch mit einer gewissen "Erleichterung" ist es verbunden, wenn ich von dir lese, dass du kleine Fortschritte dabei gemacht hast, mit dem "anderen" Leben umzugehen, denn ich schau' da schon auch ein bisschen zu dir hin, welche Entwicklungen du erlebst bzw. durchmachst. Kommt es dir auch manchmal so vor, als wärst du eine Art "Suchende"? Eine Erforscherin bekannten Terrains, aber mitten drin in einem dichten Nebel, und daher ohne Orientierung? Du weißt zwar in etwa wo du dich bist, schließlich kannst du in Erinnerung abrufen wo sich was befindet, und trotzdem stößt du ständig irgendwo an, weil nichts mehr an seinem Platz zu sein scheint. Irgendwie so. Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einer Bekannten unterhalten. Im Verlauf der Unterhaltung in der ich schilderte, dass ich immer noch allen Begegnungen mit Hunden auszuweichen versuche, weil ich das Gefühl habe, es nicht auszuhalten, und mich gleichzeitig aber auch irgendwie danach sehne, wieder Umgang mit ihnen zu haben, meinte sie scherzhaft, sie überlege gerade, ob sie mir ihren Hund nicht mal eben für ein paar Stunden, sozusagen als Therapiemaßnahme, vorbei bringen sollte. Ich bin bei dem Gedanken regelrecht in Panik geraten. Das hat mich selbst erschrocken. Das ist doch nicht normal... Kennst du so was ähnliches auch? Liebe Jessica, ich wünsche dir sehr, dass es für dich emotional weiterhin bergauf geht - ohne jedwedes schlechtes Gefühl dabei! Wie heißt es doch "Kopf hoch! Unsere Lieben wollen unsere Gesichter sehen!" In diesem Sinne, mit sehr liebevollen Gedanken an deinen Amigo-Schatz, und besten Grüßen und Wünschen für dich Sue mit ihrer Bonnie überall

Unbekannt

Comment from Jan 7, 2018

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Kleine Seele in der Ewigkeit, fühlst du dich eigentlich auch so allein'? Liebe Bonnie, gestern habe ich dir nicht geschrieben. Ich fürchte, mein Anspruch an mich selbst, dir jeden Tag einen Brief zu schreiben, übt einen gewissen Druck auf mich aus, warum ich die Zügel künftig insoweit lockern werde, als dass ich nicht von mir erwarte, dass es mir an jedem Tag gelingt, meinen Gedanken auch Worte zu geben. Das heißt nicht, ich würde nicht an dich denken, lediglich, dass ich mitunter keine schreibbare Struktur in meine Gedanken bekomme, und nur um der Einlösung eines Vorhabens wegen "irgendwas" zu schreiben, ist nicht Sinn der Sache. Die erste Woche des neuen Jahres ist vorüber. Und in elf Tagen bin ich vier Monate in meinem Leben "danach". Ich bin immer noch fassungslos... Inzwischen gibt es durchaus mal ein-zwei Tage, in denen ich nicht in Tränen aufgelöst dasitze. Allerdings dauert es nicht sehr lange, bis ich bemerke, dass das ein sehr fragiler Zustand ist, der in erster Linie daher rührt, dass ich mich leer-, aber nicht ausgeweint habe, und mir in einer Mischung aus Erschöpfung,Trotz und Sorge verbiete, mich auseinander zu setzen mit dem, was so sehr weh tut. Ich befürchte, wenn ich mich nicht hin und wieder innerlich tot stelle, höre ich nie, nie wieder auf zu weinen, und die Hoffnungslosigkeit schluckt mich - ohne mich danach wieder auszuspucken. Zu gefährlich ist der Sog in den ich drohe zu geraten, denn mit deinem Verlust ist auch so vieles andere verknüpft. Es waren nie leere Worte, wenn ich davon sprach, dass du meine kleine Lebensretterin warst, meine Herzenstherapeutin... Auf alles was weh und wund in mir ist, hast du schützend deine Pfote gelegt, und mich mit deinem Wesen und deiner Anwesenheit vor Schlimmerem bewahrt. Manchmal überlege ich, wie es sein kann, dass ich mich so völlig auf dich gestützt habe, dass ich nun, ohne dich, bemerke, ich habe das alleine Laufen verlernt. Aber dann fallen mir wieder "die Menschen" ein, und dann wundere ich mich zumindest nicht mehr darüber. Dich zu lieben war leicht, dir zu vertrauen völlig ungefährlich, und immer eine Sache auf Gegenseitigkeit. Dabei hast du alles Gute eines Menschen in dir vereint, ohne einen Hauch des Schlechten von ihnen zu besitzen. Mein befellter Engel. Eigentlich muss nicht ich mich fragen, warum dein Verlust solch gravierende Einschnitte für mich darstellt, die Leute die uns zusammen kannten sollten sich fragen, warum ihnen nicht bewusst (oder egal?) ist, was ich mit dir verloren habe. Der Grund aufzustehen. Der Grund aufzusehen.. Der Grund Heim zu gehen... Ich vermisse und liebe dich unsagbar

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Unbekannt

Comment from Jan 5, 2018

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Liebes Bönchen, heute ist ein seltsamer Tag. Aber, wir haben "Bonnie-Wetter"! Na ja, zumindest halbwegs, denn es regnet tatsächlich mal nicht. Somit hättest du deutlich mehr Lust spazieren zu gehen. Allein auf der Wiese und den Waldwegen die "Matschepampe" fändest du wenig apart, und müsstest ganz schön im zick zack laufen, um all den Pfützen auszuweichen. Zuletzt hast du die ja nicht mehr so gut sehen können, warum manchmal ein Pfötchen, platsch, irgendwie dann doch mal im Matsch landete. Das fandst" du ganz schön doof. Pfützen fanden lediglich im Sommer einen gewissen Zuspruch bei dir, wenn man sich mitten rein platschen lassen konnte, um das Bonnie-Bäuchlein zu kühlen. Ein Bild für die Götter war das! Wenn du feststellen musstest, dass die Pfütze auch ganz schön schlammig war, die du dir da zum Abkühlen auserkoren hattest, und somit aus dem Cocker ein Schweinehündchen wurde, warst du wenig zufrieden mit dem Ergebnis, und schautest recht betroffen aus dem Fell. "Äh Frauchen, "so" kann ich aber nicht weiter herumlaufen...!?" Also ab zu den Brunnen-Wasserstellen auf dem Friedhof, und erstmal den verdreckten Cocker halbwegs säubern. Nicht selten haben wir dort das Drama allerdings eher verschlimmbessert, zB, wenn das Hundetier der Auffassung war, sich, nachdem Frauchen mühsam den groben Dreck abgespült hatte, zunächst mal genüsslich auf der Wiese, oder dem Weg zu wälzen. Danach deuteten alle Zeichen auf eine Dusche daheim, mindestens aber eine "Unterbodenwäsche", in der heimischen Duschkabine, und viiiel Ausbürsten. Mein Fellmonster... Trotzdem hätte ich einen kleinen Sandkasten füllen können, mit dem, was beim Trocknen noch so alles aus deinem Fell rieselte, und auf deinen Hundeplätzen liegen blieb - bevorzugt dem Sofa. Es ist komisch, lediglich nur noch 1/2 mal die Woche saugen zu müssen, nachdem man jahrelang täglich den Staubsauger im Einsatz hatte, und wenigstens 3 mal die Woche die Wohnung durchfeudeln musste... Ich dachte nicht, dass ich selbst das "vermissen" würde. Es riecht inzwischen auch ganz anders Zuhause... Dein Geruch, eine Mischung aus Honig und Lindenblüte irgendwie, ist verschwunden. Immer, wenn ich von draußen in die Wohnung komme, erwarte ich diesen Geruch wahrzunehmen, sobald ich die Tür öffne, und bin tieftraurig, dass nicht mal mehr das geblieben ist. Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, wie es dazu kommen konnte, dass ich, seit du nicht mehr bei mir bist, in ein so endlos tiefes Loch gefallen bin, ob das "normal", und eine adäquate Reaktion auf deinen Verlust ist. Für mich liegt die Antwort darauf klar auf der Hand, ich weiß aber auch, dass das Außenstehenden kaum zu vermitteln ist, warum ich mich bemühen müsste, deren Verhalten und Reaktionen zu verstehen, nur, gelingt mir das nicht. Die Konsequenz daraus ist die, dass ich mich noch mehr zurückgezogen habe. Macht aber nichts, scheint keiner zu bemerken. Vielleicht ist es ihnen aber auch generell egal, und mir ist es nur "vorher" nicht so aufgefallen. Wie auch immer. "I never loose either. I win, or I learn" Alle Zeit der Welt ist nicht genug dich lieb zu haben. Also beginne ich mit der Ewigkeit!

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Unbekannt

Comment from Jan 4, 2018

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Liebe Bonnie, süße "Hundemotte" (ich glaube, eine Liste mit all deinen Kose- und Spitznamen, würde fast schon peinlich werden...) gestern habe ich dir ja von Molly und mir erzählt, heute bin ich wieder ganz bei dir. Ich habe festgestellt, dass mir die Erinnerungsreisen in die Vergangenheit, nur bedingt gut tun, und nicht, wie erhofft, einen Moment Abstand zum Hier und Jetzt verschaffen. Sie lösen eher zusätzliches "Bedauern" aus. Im Fall Molly zB, waren die Schuldgefühle und die Scham über mein Verhalten, wieder ganz aktuell. Ich habe die Narbe schon lange nicht mehr bewusst wahrgenommen, und mit Gedanken verknüpft. Das war gestern und heute anders, und das Erinnern wie es zu diesem Wundmal kam war unangenehm und belastend. Zwar gibt es über Bessy keine solch beschämenden Geschichten zu berichten, trotzdem, verschieben wir es auf später, ja? Ich habe inzwischen schon tagelang ständig Kopfschmerzen. Das Wetter... (Kein Bonnie-Wetter!) Außerdem hatten wir Vollmond. Gestern war's dann besonders schlimm. Extrem stürmisch, und an Niederschlag war über Regen, Hagel, Gewitter und Schnee auch alles dabei. Ich hab's mit einer 1a Migräne Attacke quittiert, von der ich mich heute noch nicht ganz wieder erholt habe. Außerdem bin ich seit gestern total fahrig und hibbelig, komme noch weniger zur Ruhe, als wie sonst. Ich weiß noch nicht so genau, was mit mir los ist, vermute und spekuliere noch ein wenig herum. Ich schäme mich... Gestern habe ich mich bei einem kurzen Gedanken erwischt. Der lautete "gut, dass du jetzt nicht mit Bonnie raus musst". Kaum war es gedacht, habe ich mich sauschlecht gefühlt! Dachte "wie kannst du nur - so was- denken?" Das frage ich mich immer noch, schließlich würde ich weiß Gott was dafür geben, wärst du da, und ich "müsste" mit dir raus gehen! Komme mir wie eine Verräterin vor, als hätte dein Verlust auch "etwas Gutes", dabei weiß ich doch, dass das Unsinn ist. Was "gutes".... Dass ich nicht lache! Ich habe nach wie vor nicht mal im Ansatz eine Idee, wie ich mein Leben ohne dich gestalten soll, und spüre jeden Tag, dass du mir entsetzlich fehlst! In zig Situationen ist es fast unerträglich, ohne meine kleine liebe Herzenszauberin zu sein...! Ich habe keine Erklärung dafür, wie sich so ein Sch** Gedanke einschleichen konnte, die Migräne muss kurzfristig meine Hirnfunktion eingeschränkt haben. Du weißt, dass ich niemals, und zu keinem Zeitpunkt, je bedauert habe, dich bei mir zu haben, und mir je etwas anderes gewünscht hätte! Das weißt du doch? ...und wenn es dich beruhigt, die Attacke war selten so schlimm wie gestern, ich bekam die Strafe dafür also auf dem Fuße. Seltsam eigentlich, denn wenn ich es genau bedenke, war sogar die Migräne dank deiner Anwesenheit besser auszuhalten. Wie alle anderen Schmerzen und Wehwehchen auch, ob körperlich oder seelisch. Meine Zauber-Bonnie... Ich habe dich so lieb!

Marion mit Sissi & Finchen

Comment from Jan 4, 2018

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Liebe Bonnie & Frauchen , danke für die Kerze bei meinen Engelchen Sissi & Finchen. Auch ich wünsche ein gesundes neues Jahr ! Viele Grüsse Marion mit Sissi & Finchen ?:*´¨`**:.?Ich weiss nicht, wo Dein Himmel ist, aber ich weiss, dass du im Herzen wie ein Stern weiter leuchten wirst. ?:*´¨`**:.?

Frauchen erzählt dir von Molly

Comment from Jan 3, 2018

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Liebe Bonnie, ich will dir heute mal erzählen, wie ich "auf den Hund" gekommen bin. Eigentlich hat alles mit Molly angefangen. Das heißt, vor Molly gab es da seine Mama, Moorchen. (Ich habe auch keine Ahnung, wer sich diese Namen ausgedacht hat, ich glaub' es war mein Opa.) Mit Moorchen bin ich aufgewachsen. Wir lebten damals noch in W, in einem Reihenhaus, bis wir, als ich 7 Jahre alt war, nach Hwd zogen. Da lebte Moorchen leider schon nicht mehr. Sie war, wenn ich mich recht entsinne, etwa 2 Jahre zuvor gestorben. Ich erinnere leider nicht allzu viel von Moorchen. Zwar weiß ich noch genau wie sie aussah, auch, dass sie eine ganz, ganz liebe und sanfte Hündin war, die sogar Gnade vor meiner Mutter fand, aber darüber hinaus habe ich nur vage Erinnerungen von dem Zusammenleben und Aufwachsen mit ihr. Als wir dann umzogen, in ein Haus auf dem Land, wo zwei Häuser weiter, das Geburtshaus meine Vaters stand, in dem meine Oma und Opa lebten, bekamen wir aus dem Wurf noch von Moorchen ihren Sohn Molly, der bis dahin bei meinen Großeltern lebte. Ich weiß noch, dass Opa ihn immer "den schwatten Teufel" nannte. Und ich gestehe, den Namen trug er nicht ganz zu unrecht. Molly hatte die Aufgabe, das Grundstück zu bewachen, und war zu diesem Zweck, wie damals üblich, in einem Radius mehrerer Meter, und fast rund um das Haus, an einer Kette. Molly nahm seine Aufgabe sehr ernst, niemand wagte es, das Grundstück zu betreten. An die Haustür zu gelangen, war schier aussichtslos. Leider hatte Molly niemand gesagt, dass die Kinder des Hauses, wenn sie von der Schule kamen, passieren dürfen. Es entwickelte sich folglich an jedem Tag eine Herausforderung, und einige Tricks, irgendwie heile an dem Hund vorbei zur Haustür zu gelangen, der sich da wie ein Berserker aufführte. Alleine hatte man da keine Chance, da war geschwisterlicher Einfallsreichtum, und die Anwendung von Tricks erforderlich. ZB lenkte einer von uns vorne den Hund ab, während der andere um die Rückseite des Hauses schlich, um im passenden Moment mit Herzklopfen zur Haustür zu spurten, um ins Haus zu gelangen. Nicht selten hatte dann der andere, der "Ablenker", selbst danach nur noch die Möglichkeit, übers Badezimmerfenster an der Rückseite des Hauses einzusteigen, denn als Molly bemerkte, dass er reingelegt worden ist, wurde er erst recht fuchsteufelswild. Da wir uns als Geschwister natürlich andauernd darüber zankten, wer ablenkt, wer rennt, und der, der ins Haus gelangte, auch gerne mal den anderen doof vor dem Badfenster stehen ließ, war das natürlich keine dauerhafte Lösung. Trotzdem hat nie einer von uns sich mit diesem Problem an die Eltern gewandt, und Molly verpetzt, denn wir wollten, trotzdem wir echt genervt waren vermeiden, dass der Lümmel Ärger bekäme. Ich weiß nicht mehr, wie genau es dazu kam, aber eines Tages ergab es sich, dass niemand da war und ich inzwischen aufgegeben hatte, alleine ins Haus zu gelangen. Ich hockte knapp außerhalb von Mollys Reichweite also da, und quasselte auf den Hund ein, der sich derweil wie ein Irrer gebärdete. Irgendwann fing ich zu singen an - und konnte kaum selber glauben, was dann geschah. Molly wurde ganz ruhig., legte sich ab, und horchte mit sich hin und her neigendem Kopf. Ich stand auf, singend, ging am äußersten Rand entlang langsam näher, singend, immer weiter, singend, und in etwa der Mitte des Weges, hörte ich auf zu singen. Keine gute Idee. Molly sprang in sekundenschnelle auf, fletschte die Zähne, und flog auf mich zu. Ich habe noch nie so schnell wieder angefangen zu singen, und mich dabei so erschrocken und zittrig angehört! Mitten im Angriffsmodus, wurde aus der eben noch zähnefletschenden Bestie, zack, ein friedliches Tier, dass sich wieder ablegte, und weiter lauschte. Als ich mit wild klopfenden Herzen die Haustür hinter mir schloss, und damit natürlich auch das Singen aufhörte, war Molly vor der Tür wieder wild am Bellen. Meine Brüder haben nicht schlecht gestaunt, als ich grinsend am Badezimmerfenster stand - und es, ich glaube erst ne' Stunde später, endlich öffnete, damit sie einsteigen konnten, inzwischen schon ganz heiser vom Brüllen "lass' uns rein!" Geschwister und ihre Neckereien halt... Ich hatte also plötzlich ganz exclusiv einen Zauberschlüssel in der Hand, bzw. ein Stimmchen in der Kehle, und fortan immer ein Liedchen auf den Lippen. Ich wurde in dieser Zeit auch schon fast selbstmörderisch mutig, und wagte mich, singend natürlich, immer näher an Molly heran, bis ich ihn sogar, erst zaghaft noch, streichelte, und schließlich zu ihm hockte und das Schmusen anfing. Singend, klar, aber immerhin schon mit kleinen Pausen dazwischen. Ich muss dir dazu noch sagen, Bonnie, dass Molly sich nur an der Kette auch uns Kindern gegenüber so wild aufführte. Wenn mein Vater Zuhause war, und Molly frei auf dem Grundstück herumlaufen konnte, hat er uns nicht mal angewufft. Aber da es nun mal auch diese andere Seite an ihm gab, war er nie unser Spielgefährte, und wir hatten durchaus Angst vor ihm, weil er für uns nicht einzuschätzen war. Meine Mutter, die übrigens alleine auch nicht an ihm vorbeikam, was allerdings fast nie nötig war, da sie immer zusammen mit meinem Vater Nachhause kam, nannte Molly immer falsch und hinterlistig, bösartig, wie tückisch. Was wusste die schon. Irgendwann kam dann durch einen Zufall (ein Bewohner eines Hauses am Anfang der Straße suchte einen Platz für seine junge Hündin, da er sich wegen Verstoß gegen das BTM Gesetz in Staatsurlaub begeben musste) Bessy zu uns. Das absolute Gegenteil von Molly. Rot goldenes Fell, total ausgeglichen, lieb, witzig, verschmust, sportlich und verspielt eroberte sie unserer aller Herzen im Handumdrehen. Molly war total abgeschrieben. Ich gestehe Bonnie, auch bei mir. Der arme Molly. Mir blutet jetzt noch das Herz, wenn ich daran denke, wie er seinem geliebten Herrchen versuchte zu gefallen und seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. ZB probierte auch er die Leiter zum Holzboden hochzuklettern, die Bessy problemlos überwand (sie war darin wie eine Katze, eine wahre Kletterkünstlerin), als sein Herrchen oben stand und ihn lachend lockte. Das war der Moment, wo ich beim Betrachten dieser Szene in Tränen ausbrach, meinen Vater anschrie, er sei gemein und fies, und mich heulend zu Molly hockte, und ihn in meine Arme nahm. Der arme Hund zitterte am ganzen Körper. Er wollte doch so gern auch bei seinem Herrchen sein... Da fasste ich einen Entschluss. Als mein Vater vom Boden wieder herunter kam, eröffnete ich ihm, dass Molly künftig MEIN HUND sei. Dass ihn ja sowieso keiner lieb haben würde, warum es allen eh ganz egal sein könnte. Ich wollte mich von nun an um Molly kümmern. Basta! Mein Vater grinste nur, und sagte, ich solle es ruhig versuchen, meine Mutter bekam einen halben Herzinfarkt, wie mein Vater nur zulassen und sein Einverständnis dazu geben könnte, seine Tochter dieser Bestie auszuliefern. Mir war's gleich, was die Eltern redeten, mein Entschluss stand fest, und ich war glücklich. Ich spielte, übte, lehrte und vor allem kuschelte ich von nun an jede freie Minute mit "meinem Molly". Ging stolz wie Oskar mit ihm an der Leine spazieren, übte kleine Kunststücke mit ihm, er ließ sich von mir baden, duschen, überall anfassen - und ich musste dabei nicht mal mehr singen. Zwar tat ich es trotzdem hin und wieder noch, aber eher, weil ich das Gefühl hatte, dass ihm das so besonders gut gefiel. Alle waren total erstaunt, was für ein gelehriger lieber Hund Molly im Umgang mit mir geworden war - und ich liebte ihn heiß und innig! Ich hatte ungeheuer viel Spaß dabei, mit beiden Hunden alles mögliche zu üben und zu trainieren, und siehe da, Molly und Bessy wurden dabei richtige Hundekumpel, denn ich achtete ganz genau darauf, dass sich Molly niemals wieder verstoßen oder benachteiligt fühlen würde. Ich war glücklich. Eines Tages bin ich natürlich auch voller Stolz mit Molly rüber zu Opa gegangen. Auch er sollte schließlich sehen, dass Molly absolut kein "schwatter Teufel" ist! Wir wollten bald darauf mit der Familie irgendwohin wegfahren, warum ich von meiner Mutter schon genötigt worden war, im schicken Kleidchen, mit weißen Kniestrümpfen und Lacksandalen herumzulaufen. Als ich sagte, ich ginge bis zur Abfahrt mit Molly noch eine Runde spazieren, und danach kurz zu Opa, wurde ich eindringlich ermahnt, mich ja nicht schmutzig zu machen, andernfalls bekäme ich echt Ärger. Ja, ja... Wovon bitteschön sollte ich wohl schmutzig werden? Ich wollte mit Molly ja nicht in den Wald oder auf die Weide, nicht zu den Ställen, und auch nicht auf die Koppel zu dem Pferden. Himmel! Bei Opa habe ich mich dann mit ihm unterhalten, meinen Molly mustergültig brav neben mir. Allein Melack nervte etwas. Opas Hund und der Bruder von Molly. Ein ganz lieber und entzückender Kerl, der sich immer freute, wenn ich vorbei kam, und er seine Streicheleinheiten bei mir einfordern konnte. So auch dieses mal. Molly drängte sich immer dazwischen, und versuchte Melack sogar abzuschnappen, worauf hin er sich von mir dummer Göre Mecker einhandelte. Molly muss die Welt nicht mehr verstanden haben. Und dann machte er etwas, er markierte mich. Au weia, mitten rauf auf die weißen Kniestrümpfe... Ich weiß nicht, ob mein Opa das bemerkt hatte, denke allerdings, müsste er eigentlich, was es mir unverständlich macht, warum er nichts gesagt hat, denn bestimmt hatte er mehr "Hundeverstand" wie ich zu dieser Zeit, die alles was sie tat, rein intuitiv machte. Er hätte mir also bestimmt erklären können, was da vor sich ging, und somit vermieden, was später folgte. Erstmal aber stand ich also da, mit angepinkelten Strümpfen, Schuhen und schreckgeweiteten Augen. Peinlich berührt habe ich mich ruck zuck verabschiedet, und bin, kaum außer Hörweite schimpfend mit Molly, Heim gegangen. An seiner Hütte vorm Haus, wollte ich ihn dann wieder fest machen, fieberhaft überlegend, wie ich den mir nun drohenden Ärger mit meiner Mutter vermeiden könnte. Auch mein Vater wäre wegen der Verzögerung der Abfahrt ganz sich not amused. Hinzu würde bestimmt noch Spott und Häme kommen, und davon jede Menge. Ich wurde immer wütender. Schaute verzweifelt auf meine versauten Klamotten, und schimpfend zu Molly. Inzwischen mordssauer, steigerte ich mich immer mehr hinein. Schließlich tat ich etwas ganz, ganz schreckliches, Bonnie. Oh Gott, ich schäme mich noch heute in Grund und Boden dafür. Ich begann mit der Kette auf Molly einzuschlagen. Immer mehr, ich konnte gar nicht aufhören. Der arme Molly versuchte sich ganz klein zu machen, auszuweichen... Ich ließ nicht von ihm ab, ich war so sehr in Rage... Nicht mal sein Fiepen brachte mich zur Besinnung. Nachdem ich vier, fünfmal auf ihn eingeschlagen hatte, hat Molly versucht, mich davon abzuhalten, weiter zu machen, und schnappte nach meinem Arm. Dabei wollte er mich weder beißen, geschweige denn verletzen, er wollte nur, dass ich aufhöre ihn zu hauen. Dummerweise blieb in der Bewegung, sein oberer Eckzahn in meiner Armbeuge hängen, und grub sich tief in mein Fleisch. Vermutlich wäre das dennoch halb so wild gewesen, wenn der Zahn dabei nicht unglücklicherweise meine Vene verletzt hätte. Das Blut spritzte nur so aus meinem Arm. Molly verzog sich sofort in seine Hütte (aus der er erst wieder heraus kam, nachdem ich später, ärztlich versorgt, gefühlte Stunden davor lag, und ihn lockte), während ich einigermaßen geschockt auf das pulsierend spritzende Blut aus meinem Arm starrte. Jetzt war ich wirklich schmutzig eingesaut, und von oben bis unten mit meinem eigenen Blut bekleckert. Heulend, mehr vor Schock denn Schmerz, bin ich rein zu den Eltern, und habe für ein bisschen Hysterie gesorgt. Mein Vater wickelte mir ein Handtuch um den Arm, und zack, saß ich im Auto auf der Fahrt zum Arzt. Dort erwartete mich dann auch eine Tetanus Spritze, weil sich kein Mensch erinnern konnte, wann die letzte Impfung war. Ich meine, die war das Schmerzhafteste, denn die Wunde tat kaum weh. Zumindest zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Aber das geschah mir ganz recht. Wieder Zuhause angekommen, ging natürlich die Diskussion los. Meine Mutter zeterte "der Hund muss weg! Jetzt hat er sogar zugebissen! Ich habe ja immer gesagt..." laber, laber. Ich geriet total in Panik! Wenn mein Vater ihr nun zustimmen würde, wäre Molly Schicksal besiegelt. Ich heulte und flehte, erzählte immer wieder, dass alles meine Schuld gewesen ist, dass Molly mich ganz, ganz bestimmt nicht verletzen wollte, dass ich ihn geschlagen hatte, mit der Kette, dass ich nicht aufgehört habe damit... Und setzte schließlich sogar meine "Mäuschen-Karte" bei meinem Vater ein, versprach alles mögliche, kuschelte mich an, unter "bitte, bitte, Papi, nehm' mir Molly nicht weg", bis ich spürte, wie er nachgab. Also beendete mein Vater schließlich die Diskussion, schimpfte noch ein bisschen mit mir, und meinte, dass mir das hoffentlich eine Lehre sein würde. Käme so etwas noch mal vor, würde mir keine Schmeichelei der Welt was nützen. Meine Mutter war sauer. Egal, toootal egal, ich durfte Molly behalten, alles andere war mir wurscht. Nun musste ich mich noch bei Molly entschuldigen. Ich hatte ja schon erwähnt, dass der sich in den letzten Winkel seiner Hütte verkrochen hatte, und dort nicht so ohne weiteres wieder herauskommen wollte. Ich lockte, ich bittete, ich rief... Keine Chance. Molly blieb wo er war. Was nun? Da fiel mir wieder das Singen ein, und ich begann ein Lied. Ganz langsam kam Molly zum Eingang seiner Hütte gerobbt, steckte schließlich den Kopf zaghaft heraus. Als ich ihn anfassen wollte, zuckte er zurück. Und ich schwöre dir Bonnie, ich hätte in diesem Moment vor Scham sterben mögen. Ich sang weiter, wie um mein Leben. Und Molly kam wieder halbwegs aus seinem Haus. Ganz vorsichtig streckte ich die Hand nach ihm aus, ließ ihn nur schnuppern, und ihn damit das Tempo der Annäherung bestimmen. Schließlich leckte er mir die Hand, und ich fing zu weinen an. Da war dann nichts mehr mit Singen, und Molly kam ganz aus seinem Haus heraus - und zu mir! Ich nahm ihn in die Arme, entschuldigte mich tausend Mal, immer und immer wieder, während Molly ganz behutsam an dem Verband um meinen Arm roch, sich fest an mich drückte, und meine Tränen weglecken wollte. Da wusste ich, er hatte mir verziehen, und ein unbeschreibliches Glücksgefühl darüber machte sich in mir breit. Unser Verhältnis war danach genau so innig wie davor. Nie hatte ich Angst, dass etwas passieren könnte, und lachte jeden aus, der was erzählte von "gefallener Beißhemmung". Und Molly, der konnte sich darauf verlassen, dass ich nie, niemals wieder je die Kontrolle über mich verlieren würde, und ihm auch nur einen Klaps geben würde. Tatsächlich war dieses der erste und das einzige Mal, dass ich jemals ein Tier geschlagen habe. Eines Morgens dann, mein erster Weg nach dem Aufstehen führte immer raus zu Molly, um ihm einen guten Morgen zu wünschen, war ich verwundert, dass er mir nicht schon gähnend und sich streckend entgegen kam, denn natürlich hatte er mich immer schon gehört, wenn ich erst noch im Flur war, um sich seine Morgenbegrüßung abzuholen. Molly lag in seiner Hütte. Das Köpfchen am Eingang auf seinen Pfoten abgelegt, und schien zu schlafen. Komisch, dass er mich nicht wie sonst gehört hatte. Ich sprach ihn an, aber er reagierte nicht, schlief weiter. Schließlich, als ich nahe genug bei ihm war, sah ich, dass seine Augen unter halb geschlossenen Lidern hervor sahen, aber nicht auf meine Ansprache reagierten. Überhaupt, er war so seltsam still.... Du musst wissen Bonnie, ich war zu dem Zeitpunkt noch keine 10 Jahre alt, und darüber, dass Molly inzwischen schon etwas älter war, und vielleicht eine Tages sterben muss, habe ich mir niemals auch nur einen einzigen Gedanken gemacht. Für mich war es so, als würde er ewig da sein. Insofern habe ich zwar gewusst, da stimmt etwas nicht, aber was, das konnte ich nicht einordnen. Also rannte ich zu meinem Vater, der gerade das Frühstück bereitete, und schrie, er müsse sooofort mit mir kommen, Molly wolle einfach nicht wach werden. Mein Vater blieb ganz ruhig, deckte zunächst weiter den Tisch. Ich rannte derweil wieder zu Molly, dann wieder zurück ins Esszimmer zu meinem Vater, der schließlich endlich mit mir raus zu Molly kam. Er schaute nur einmal kurz zu ihm hin, und dann sagte er "Molly ist tot." Ich weiß noch ganz genau, dass ich überhaupt nicht begriffen habe, was er da sagte, was das zu bedeuten hat, und warum er mir nicht hilft, Molly aufzuwecken. Er hat dann wohl aber gesehen, dass ich unter Schock stand, zwar wusste, was er da sagt, es aber nicht zu begreifen in der Lage war. So hockte er sich zu mir, und erklärte, dass Molly offenbar irgendwann in der vergangenen Nacht eingeschlafen ist, und dass, während er schlief, sein Herz aufgehört hat zu schlagen. Er beruhigte mich, dass das ohne Schmerzen geschehen war, dass man das sehen könne, weil er ganz ruhig und entspannt daliegt, eben wie im Schlaf. Wie die nächste Zeit dann verlaufen ist, daran habe ich keine Erinnerung mehr. Ich weiß nur, dass ich viel geweint habe, und, dass Molly bei uns im Garten beerdigt worden ist. Die Narbe von Mollys Zahn kann man immer noch deutlich sehen. Sie war mir immer wie ein Mahnmal, und gleichzeitig eine Erinnerung. Und ich hatte in der wundervollen Zeit, die ich mit Molly verbracht hatte, etwas für mein Leben gelernt. Etwas von Verzeihen. Etwas davon, was Liebe und Zuwendung erreichen kann, und wie riesig der Lohn dafür ist, wenn man es nur ehrlich meint. Aber vor allem hatte ich etwas über Verantwortung gelernt, was ich nie wieder vergessen sollte. Die Zeit mit Molly, und all die Erlebnisse mit ihm, hatten mich zweifelsohne geprägt. Er hatte mir als kleines Mädchen ganz, ganz viel über eure Art beigebracht, und es kann eigentlich kein Zufall sein, dass viele Jahre später, du, als mein Seelenhund, in mein Leben getreten bist, Bonnie, denn du weißt ja gar nicht, wie ähnlich ihr euch seid. Sowohl optisch, als auch in vielen eurer Wesenszüge. Und gewiss war Molly der Wegbereiter, der mich zu einem "Hundemenschen" werden ließ. Das also ist die Geschichte von Molly und mir, Bonnie. Bei nächster Gelegenheit, erzähle ich dir, wie es dann mit Bessy weiter ging. Ich hab' dich lieb, mein bezauberndes "Hundetier", meine süße Lieselotte . und ich vermisse dich unsäglich!

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Anja

On Feb 19, 2026

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Rosengarten-Sterne Team

On Sep 18, 2025

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Rosengarten-Sterne Team

On Sep 18, 2024

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On Jan 1, 2024

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F. Bonnie

On Sep 18, 2023

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von Frauchen für meine geliebte Bönie

On Sep 18, 2023