Memorial page of Alice

Alice
♥ Mein Herz ♥ In ewiger Liebe und unvergessen…
dog [Schäferhund-Bodercollie-Mix]
Published on Jul 22, 2018 by Saskia
Supervised by: sonstiges Tierkrematorium



♥ Mein Herz ♥ In ewiger Liebe und unvergessen. Wir werden uns wiedersehen... Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte nur vorweg nehmen, dass ich noch nie eine Kurzgeschichte, geschweige denn einen Roman verfasst habe - schulische und private Arbeiten ausgenommen - wenngleich ich etwas auf Papier zu bringen, Gedanken und Gefühle in Worte auszudrücken als eine wundervolle und bleibende Erinnerung empfinde. Eben greifbar und verfestigt, eine Art Anker, der sich auch nicht einfach mir nichts dir nichts vom Grund des Ozeans löst. Vergleichbar mit einem Buch, einem Brief oder ja wie in meinem Fall mit einer Geschichte, die sich wohlbehütet auch nicht in Luft auflösen wird. Vielleicht empfinden Sie meine ersten Zeilen als bedeutungsschwanger (das würde ich verstehen), denn schließlich möchte ich ihnen ja eine Geschichte, eine wahre Geschichte erzählen. Aber statt in meine Erzählung eintauchen zu können, schreibe ich um den heißen Brei herum. Jedoch bitte ich Sie, weiterzulesen. Ich verspreche ihnen, dass meine Geschichte folgen wird. Ich brauche nur noch einen Augenblick, da das, was ich gleich erzählen werde, der berührendste, wundervollste und am Ende traurigste und in gleicher Weise tragischste Part in unserem Leben (mein Lebensgefährte seit nunmehr 15 Jahren inbegriffen) darstellt. Nun ja, Hunde liebe ich schon seit meiner frühen Kindheit. Endlich, jetzt wissen Sie schon mal, worum es in meiner Geschichte geht! In jedem Urlaub fühlte ich mich von den Straßenhunden in Spanien, Portugal oder wo immer wir unseren Familienurlaub verlebten, magisch und auf eine zutiefst rührende Weise angezogen. Ich kann mich an einen Urlaub in Andalusien, ich muss um die vier oder fünf Jahre alt gewesen sein, an einen Hund erinnern, einen großen, schwarzen und schlanken, heute weiß ich, es war wohl eine Podenkomischung, der nicht nur in diesem einen, sondern auch in dort folgenden Urlauben zu meinem besten Freund und treuen Begleiter wurde. Wir gingen Seite an Seite den kurzen Weg von unserer Ferienwohnung bis zu einem kleinen Supermarkt. Dort holte ich morgens Baguette für das Frühstück. Meine Eltern, die mich damals aufgrund meines zarten Alters dabei im Blick behielten, haben den Gedanken, dass ich mit einem unversehrten Baguette und dem passenden Restgeld nach Hause komme, rasch aufgegeben. Von dem Geld kaufte ich Schmal, der immer brav direkt vor dem kleinen Laden auf mich wartete, ein paar Leckereien. Der arme Schmal war ja auch so knochig! Natürlich war es zu meiner Mission geworden, ihn aufzupäppeln. Den Namen Schmal hat er übrigens von mir erhalten, ein wirklich toller Name, nicht!? ;-) Aber dafür passend ausgewählt, aus der ehrlichen Haut eines Kindes. Diese Haut habe ich bis heute nicht abgelegt, aber das ist in dieser Geschichte nicht von Bedeutung. Ach ja, wie hat es sich mit dem nicht mehr unversehrten Baguette verhalten? Die Hälfte hat natürlich Schmal verschlungen, wer sonst?! Ich bin eine hartnäckige und durchsetzungsfähige Person (selbstverständlich in liebevoller Weise ;-). So war ich schon als Kind. Also ist es mir damals gelungen, dass Schmal nachts nicht mehr auf der Straße rumlungern musste und er stattdessen ein lauschiges Plätzchen in unserer Ferienanlage, gut versorgt mit Wasser, Futter und einer flauschigen Decke beanspruchen konnte. Ja, und dann kam immer wieder der Tag der Abreise. Ich wollte Andalusien aus den verschiedensten Gründen nicht verlassen. Da gab es zum einem das Meer, eine weitere große Liebe, den Strand, die Wärme und einige nette Menschen. Aber vor allem gab es Schmal. Leider musste ich ihn zurücklassen. Meine Kindheit und Jugend wurde zwar von vielen Fellnasen durchkreuzt, aber keine durfte ich mein Eigen nennen. Wir hielten Nymphensittiche und später einen Papagei, der übrigens und hoffentlich noch lange leben wird. Tolle, hübsche Tierchen, aber mit einem Hund für mich nicht zu vergleichen. So freute ich mich in vielen Jahren auf die samstäglichen Besuche bei meinem Großonkel, der Jenny, einen Mix aus dem Tierheim eines Tages bei sich aufgenommen hatte. Jenny war großartig und hatte ein Herz aus Gold. Nach jedem Besuch war der Trennungsschmerz, wenn auch oft nur für eine Woche, groß. Jenny war für mich auch irgendwie mein Hund. Bis zu ihrem Tod fühlte ich mich auch für sie verantwortlich. Jenny habe ich bis heute nicht aus meinem Herz gelassen. Jenny, meine Liebe, auch dich werde ich nie vergessen! Es war im Laufe meines bisherigen Lebens immer aufwühlend für mich, wenn ich vom Tod eines Hundes, auch eines mir gar nicht oder wenig bekannten, erfahren habe. Selten packt mich eine solche Traurigkeit! Schon damals, also vor der Geschichte, die im Kern nun gleich beginnen wird, haben Hunde für mich eine außergewöhnliche Bedeutung. Aber das, was sich folgend in 12 gemeinsamen Jahren ereignet und in meinem Herz, meiner Seele und meinem Verstand verfestigt hat, erfahren Sie, liebe Leserinnen und Leser jetzt. Es war ein kalter Nachmittag im Februar im Jahre 2005 als ich das Tierheim, in dem ich unser Kind gefunden oder besser gesagt, zum ersten Mal gesehen habe. Sie dürfen an dieser Stelle selbstverständlich denken, was Sie wollen. Wie heißt es so schön „Die Gedanken sind frei“. Aber bitte respektieren Sie die Tatsache, dass wir mit dem Wort „Kind“ auch ein „Kind“ meinen. Weder ein Haustier, noch einen treuen Begleiter oder ähnliches. Unser Mädchen namens Alice war geboren und kurze Zeit später befanden wir uns auch schon im Wunderland. Aber nun wieder zum Anfang zurück. Als ich nun damals durch die trostlosen Gänge des Tierheimes schritt und die armen, verlassenen Seelen in ihren Zwingern gesehen habe, hätte ich am liebsten für jede einzelne Seele etwas Gutes getan. Aber das war leider nicht möglich. Viele Menschen vertreten die These, dass der so oft thematisierte Tropf auf dem heißen Stein keine Bedeutung hat. Ich werde diesen Satz nie verinnerlichen können. Denn seit Menschengedenken ist ein Anfang zu schaffen, um ein Ziel zu erreichen. Und so verhält es sich auch mit den Hunden. Ein jeder geretteter Hund, ob einer Tötungsstation entgangen, auf der Straße aufgelesen oder über den Tierschutz erworben (die Aufzählung ist keinesfalls abschließend) ist ein gerettetes Leben. Ein gerettetes Leben ist unsagbar viel! Mein Ansinnen ist es nicht, in meiner Geschichte moralische Grundsätze zu diskutieren, aber dieser kleine Exkurs musste an dieser Stelle einfach sein. Bestimmt werden Sie nun auch ableiten, dass ich kein Fürsprecher der Zuchttierhaltung bin. Da würden Sie richtig liegen. Aber nun genug dieser Worte. Mein Herz berührte damals ein für mich im Wachstum befindlicher Schäferhund, wenige Monate alt. Das war meine Meinung. Mein Gott, welche Aura ging von dieser Schönheit aus. Mein Blick ruhte trotz der vielen anderen Fellnasen nur noch auf Alice. Es war Liebe auf den ersten Blick mit einer tiefempfundenen Verbundenheit dem Wesen gegenüber. Hier sei erwähnt, dass ich eigentlich nur einen Blick auf die Hunde im Tierheim werfen wollte, ich aber nicht mit dem Entschluss dorthin gefahren bin, die Sache einzutüten. Es ist natürlich nicht verwunderlich, dass ich mir nach wie vor einen eigenen Hund wünschte. Mittlerweile war ich 22 Jahre alt und lebte bereits damals mit meinem Lebensgefährten zusammen. Eine frühere Bekannte hatte den entscheidenden Impuls in mir ausgelöst, doch unverbindlich das Tierheim aufzusuchen. Mein Herz und meine Seele waren empfänglich, mein Verstand wusste das damals nur noch nicht so genau. Ach ja, und mein Lebensgefährte wurde erst nach meinem Alleingang in die Mission Alice involviert, wobei Alice zunächst noch diskutiert werden musste. Ich berichtete also von einem tollen Hund, wahrscheinlich ein noch lange nicht ausgewachsener Schäferhund, der vielleicht zu groß und zu schwer für uns bzw. mich sein könnte. Damals sprachen wir immer mal wieder über die Anschaffung eines Hundes. Wir einigten uns, sollten wir einen Hund anschaffen, auf einen in mittlerer Größe. Jens, mein Lebensgefährte, neugierig durch meine Erzählungen geworden, wollte nun auch die Hunde im Tierheim besuchen, vor allem Alice. Gesagt, getan! Sein Herz hat die junge Dame gleichermaßen im Sturm erobert, wie das meine. Jens begegnete der Angelegenheit ein wenig rationaler als ich, die immer noch davon überzeugt war, dass es sich bei Alice (bis dato kannten wir ihren Namen, den wir auch nicht geändert haben, nicht) um einen heranwachsenden Schäferhund handele. Die Tierheimleiterin erklärte, dass der vermeintliche junge Schäferhund ein ca. einjähriger Collie-Mix und in einem Waldstück ausgesetzt, ohne Reisepapiere aufgefunden worden ist. Alice befinde sich erst seit wenigen Tagen im Heim, habe aber schon zwei Interessentinnen und sei kastriert (auch hier ist die Beschreibung natürlich nicht abschließend). Für mich spielte es keine Rolle mehr, ob Schäferhund, Mix, ein Jahr oder jünger! Ich wollte nur noch Alice, ausnahmslos! Und zufälligerweise, kein entscheidender Aspekt mehr, passten auch noch Gewicht und Größe. Wir setzten alles daran trotz der nicht so rosigen Ausgangssituation Alice für uns zu gewinnen. Kurze Rede, langer Sinn: Wir haben den Zuschlag (doofes Wort, mir fällt leider kein besseres ein) für Alice erhalten und so zog unser Herzstück am 22.3.2005 in unser Leben ein. Ich weiß noch, welche Augen Jens nach der ersten gemeinsamen Nacht mit Alice machte, als sie morgens vor unserem Bett stand. Er war bisweilen an das Leben mit Katzen gewöhnt und empfand Alice rein größentechnisch als das oft besungene Pferd auf dem Flur. Mit der Zeit, schon nach einer rechten kurzen, stellte sich heraus, dass Alice nicht nur in ihrem Wesen außergewöhnlich im absolut positivsten Sinne, den ich mir vorstellen kann, war, sondern auch auf noch anderer Art und Weise. Die ihr von der Tierheimleitung zugeschriebenen Eigenschaften waren in Bezug auf das Zusammenleben mit ihr fremden Menschen und Tiere, insbesondere Artgenossen, nicht zutreffend. Alice stellte sich als Problemhund diesbezüglich heraus. Sie ist ein stolzes, vor Kraft und Energie sowie mit einem unbeugsamen Willen ausgestattetes Wesen (ich erlaube mir nicht fortwährend in der Vergangenheit zu schreiben, da Alice noch bei uns ist und es auch immer sein wird, auf eine andere Art und Weise). Ihre andere, für uns bedeutende Seite, ist unfassbar empathisch, gefühlvoll, aufmerksam und voller Liebe zu uns. Alice war und ist das Beste und Bedeutendste in unserem Leben! Ohne Frage, sollte Alice geholfen werden. Wir haben in den ersten Jahren Hundeschulen aufgesucht, sogar ein dreitägiges Einzelcoaching mit Alice und den Trainern durchlaufen, sämtliche Ratgeber aus der Hundeliteratur verschlungen. Doch auf den Punkt gebracht, half nichts von alledem! Wir mussten leider mehrfach die Erfahrung durchleben, dass vermeintlich hundeerfahrene und ausgewiesene hundefreundliche Experten aufgrund von verstörenden Erfahrungen in der Prägezeit, Alice als nicht therapierbar bezeichneten und uns lediglich dazu rieten, darüber nachzudenken, Alice abzugeben. Vielleicht würden nicht berufstätige, absolut in der Problemhundsparte erfahrene Menschen für Alice geeigneter aufgrund ihrer Rahmenbedingungen sein, selbst die Rückgabe ins Tierheim wurde seitens der Experten angeraten. Unfassbar!!! Ich möchte nicht unerwähnt lassen, wie tief verletzt und auch wütend uns diese Aussagen gestimmt haben. Einige weitere allgemeine Aussagen der Expertenriege konnten wir nicht nachvollziehen. Ein Hund habe keine Seele, war eine davon. Wie Eltern ihr geliebtes Kind verteidigen, so haben wir Zeit unseres Lebens Alice verteidigt. Für uns beide kam zu keiner Zeit auch nur der leiseste Gedanke auf, Alice abzugeben, wenngleich wir wussten, worauf wir uns Zeit unseres gemeinsamen Lebens einzustellen und einzuschränken haben. Folglich haben wir unseren Alltag noch komprimierter auf Alice abgestimmt und letztendlich über einen alternativen Weg Hilfe erfahren. So war es uns möglich, Alice Verhalten noch besser zu verstehen. Der Weg führte uns zu einer renommierten Tierkommunikatorin, der es damals gelang, zu Alice Kontakt aufzunehmen. Zunächst standen wir der ganzen Sache skeptisch gegenüber. Schwerlich konnten wir uns vorstellen, wie sich ein solches Unterfangen darstellt. Ich würde uns als realistisch einzuschätzende Menschen beschreiben, die aber durchaus wissen und auch spüren, dass es viel Raum zwischen Himmel und Erde gibt. Also öffneten wir uns diesem neuen Kapitel und waren fasziniert und erstaunt zugleich, welche erstmalig kostbaren Schlüsse und Erkenntnisse wir aus der Tierkommunikation ziehen durften. Auch später als Alice älter wurde, schlugen wir einen weiteren alternativen Weg zur Schulmedizin ein, nämlich der Behandlung mit einer Bioresonanztherapie unter Zugabe homöpatischer Mittel. Dieser Exkurs stellt nur einen Abriss in aufklärender Weise für Sie, liebe Leserinnen und Leser dar, um nachzuvollziehen, dass aus dem „Anfängerhund“ für „Jedermann“ ein Problemhund in der Bestreitung des Alltags wurde. In keiner Weise für uns und ihr vertrauten Gefährten, aber eben für den Rest der Welt. Wir durften die wunderbarsten 12 Jahre unseres Lebens mit Alice erleben, die übrigens nicht kastriert, jünger als ein Jahr und ein vermeintlicher Schäferhund-Husky-Border-Collie-Mix war. Ich erinnere mich, wenngleich ich erwähnen muss, dass mir das Spüren und Nachvollziehen der Erinnerungen auch fast ein Jahr nach ihrer letzten Reise auf die andere Seite sehr schwer fällt, an viele gemeinsame Urlaube in Ferienhäusern in Greetsiel. Alice liebte Greetsiel, kannte dort jeden Stein und war stets voller Vorfreude vor der Abreise dorthin. Wurde ihr Köfferchen gepackt, wusste sie immer Bescheid, unser Wattwurm. In erfreulichen Momenten überstrahlte sie stets Alles, in dunklen Augenblicken schenkte sie Liebe und Geborgenheit, die ich bei Menschen selten erfahren habe. Wir drei waren ein eingespieltes Team, vertrauten einander blind und schmusten uns in Grund und Boden. Zu meinen schönsten und kostbarsten Momenten in meinem Leben zählen jene, in denen Alice in meinem Arm die Nacht verbracht und mich morgens mit einer Freude begrüßt hat, die kaum zu beschreiben ist. Ich bin mir sicher, dass auch Sie immer wieder hören, mein Hund ist etwas ganz Besonderes und verfügt über grandiose Fähigkeiten. So sollte es auch sein! Trotzdem möchte ich erwähnen, dass unsere Alice nicht nur für uns, sondern ganz grundsätzlich ein außergewöhnliches Wesen war. Sie beherrschte nicht die größten Kunststücke, war gewiss nicht die Gelehrigste an der Leine und fand auch keinen Gefallen daran, zu apportieren. Wenn die Dame wollte, konnte sie apportieren, aber die Bedeutung liegt auf Wollen. Und auch das macht Alice so besonders. Sie hat ihren eigenen Kopf und Willen, ist blitzgescheit, fordernd und ausladend gebend zugleich. Wir kommunizierten ohne Worte und doch verstanden wir einander als wären es Dialoge gewesen. Ein Leben ohne Alice, ein damals und heute immer noch unvorstellbarer Gedanke!!! Drei Jahre vor ihrer letzten Reise haben wir unser Leben noch einmal in der Hauptsache für Alice und sehr gerne auf den Kopf gestellt. Sie sollte im Alter nicht mehr viele Treppenstufen steigen müssen (Alice litt Zeit ihres Lebens an einer Erkrankung der Lunge), den ganzen Tag frei sein dürfen. Sie sollte wählen zwischen zwei Wohnungen, zwei Balkonen und einem großen Garten. So bezogen wir vor über drei Jahren ein geräumiges Mehrgenerationenhaus mit gerade vorweggenommenen Vorzügen und zwei voneinander abgeteilten Wohnungen gemeinsam mit meinen Eltern. Meine Mutter befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Ruhestand und konnte sich tagsüber während wir unserer Arbeit nachgingen um Alice kümmern. So hatte Alice fast drei Jahre alle Optionen, sich die für sie richtige auszusuchen. Und vor allem war sie tagsüber selten alleine, das war für uns der wichtigste Aspekt. Gerne haben wir für dieses Privileg für Alice jeden Tag eine Anreise/ Abreise zu unserer Arbeit von 170 km täglich in Kauf genommen (das machen wir immer noch so, aber das ist wiederum eine andere Geschichte, die ebenfalls hier keine Bedeutung hat). Darüber hinaus haben wir sehr, sehr gerne weitere Umwege und Unzulänglichkeiten für unser Mädchen auf uns genommen. Alice dankte es uns stets auf ihre pure und unverfälschte Art. Aus unseren vielen Reisen auf die griechischen Inseln haben wir insgesamt zwei Hunde aus Kos und einen Hund aus Rhodos nach Deutschland eingeführt. Alekos, mit dem uns ein enges Band einte, verlebte noch einige Jahre in Deutschland. Alekos war ein weiser Rüde, den wir noch viele Male in seinem Leben besucht und begleitet haben. Ein zutiefst berührendes Schicksal und ein ganz feiner Hund. Vielen Dank Alekos, dass wir dich kennenlernen durften. Der kleine Hercules, den wir als Welpe aus einem Dornbusch unweit einer Schnellstraße gerettet haben, lebt seit einigen Jahren in Sicherheit bei einer Familie. Ja, und dann gibt es da noch den mittlerweile zehnjährigen Packo, der die Herzen meiner Eltern damals ebenfalls noch als Welpe aus Kos kommend berührt hat und bei ihnen ein liebevolles Zuhause gefunden hat. Alice hat Packo akzeptiert und die Führung übernommen. Stets hat sie ihn gegen Dritte verteidigt. Seit Alice nicht mehr sichtbar in unserer Welt weilt, scheint Packo an manchen Tagen fast orientierungslos und hilfesuchend. Die drei gemeinsamen Jahre Seite an Seite haben ihre Spuren hinterlassen. Alice war eine Kämpfernatur durch und durch. Schön und beruhigend war in den letzten drei Jahren zu sehen, dass Alice ihre Ruhe und einen inneren Frieden gefunden hat. Sie war sehr glücklich, ausgeglichen und der Trieb ebbte ab, sämtliche Jobs, die sie nie übernehmen sollte, weiter zu managen. Sie hatte losgelassen! Durch einen weiteren Kontakt mit der Tierkommunikatorin bestätigten sich unsere Eindrücke. Dies schenkte auch uns ein wenig Frieden, da wir Gewissheit haben, viele Dinge und Umstände in Alice Leben instinktiv und aus inniger Liebe in die richtigen Bahnen gelenkt zu haben. Verzweifelt sind wir während Alice noch in der unseren Welt lebte nicht. Egal wie uns der Wind um die Nase wehte oder welche sehr schlimmen Schicksalsschläge uns ereilten, wir hatten immer noch uns. Und nun leben wir seit dem 1.8.2017 ohne sie. Nichts wird mehr im Herzen sein wie es war. Der Schmerz ist der gleich lähmende wie am ersten Tag, lediglich der Umgang mit dem Verlust ist ein anderer. Wir haben an jenem Tag trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen unerwartet und plötzlich unseren Engel verloren. Sanft wurde sie von einer Windböe auf die andere Seite davongetragen. Ohne Schmerzen und frei von einem Kampf. Wir waren nicht dabei und kennen den Ablauf nur aus den Erzählungen meiner Eltern. Ich habe in meinem Leben nichts bewusst verdrängt und kann in der Tat behaupten, der Wirklichkeit immer ins Auge gesehen zu haben. Weggeschaut oder Dinge unter den Teppich gekehrt habe ich nie, unabhängig davon wie dramatisch die Situation auch war. Verdrängt habe ich auch Alices Tod nicht. Bis heute nicht. Trotz des Fließen Lassens sind meine Gedanken und Gefühle fragmentiert. Ich möchte mich an die wunderschöne Zeit am liebsten in jeder Sekunde erinnern, würde so gerne spüren, wie Alice weiter an meiner Seite weilt, aber der Schmerz übermannt diese Gefühle noch. Das habe ich zu akzeptieren. Bitte haben Sie, liebe Leserinnen und Leserinnen, Verständnis dafür, dass ich an diesem Punkt anders als in meiner vorangegangenen Erzählung meine ganz privaten Gedanken, Gefühle und Empfindungen seit dem 1.8.2017 nicht schildern möchte. Darum geht es in meiner Geschichte auch gar nicht. Der Umgang mit dem „Danach“ muss jeder auf seine Weise handhaben. Kommen Sie zu mir ins Haus, so würden Sie denken, ein Hund lebt mit und bei uns. Alices Dinge befinden sich unverändert in unserer Mitte. Und das fühlt sich richtig an! Ich richte eine Hommage an Alice und habe durch meine Zeilen einen Anker am Grund des Ozeans befestigt, der mich mein weiteres Leben stets an unser Mädchen erinnern wird. Ich bin dankbar, dass sie im Übergang auf die andere Seite nicht alleine war und hoffe und vertraue darauf, dass wir uns wahrhaftig wiedersehen werden, wenn auch wir irgendwann auf die andere Seite wechseln. Alice geht es gut, dort wo sie jetzt ist. Und trotzdem weiß ich darum, dass sie auch immer noch bei uns ist. Vielleicht dürfen wir sie irgendwann spüren, das wäre das kostbarste Geschenk. Meine Zeilen richten sich auch an jene Menschen, für die ihr Haustier eben kein Haustier war und die in ihrem direkten Umfeld nicht die angemessene Ansprache und das nötige Verständnis in Zeiten des Verlusts ihres geliebten Tierkindes erfahren. Bleiben Sie unbeirrt. Ein Haustier darf und kann ein geliebtes Kind sein, das sich von einem geliebten, menschlichen in keiner Weise unterscheidet. Hier geht es ausschließlich um Gefühle und um das Wichtigste im Leben, aufrichtige und ehrliche Liebe, frei von Egoismus und anderen misslichen Beweggründen. Alice, am 1.8.2017 war der schlimmste Tag in unserem Leben. Die klaffende Wunde des Verlustes wird nicht heilen. Mir erscheint der Satz „Die Zeit heilt alle Wunden“ grotesk und sinnlos. Die Zeit verschafft einem meines Erachtens nur einen anderen Umgang und das sollte auch so sein, weil wir alle das Geschehene nicht ungeschehen machen können. Aber ich möchte auch unbedingt erwähnen, dass wir unendlich dankbar für die schönsten gemeinsamen Jahre mit Dir, unserem Käfer, sind! Das Positive sollte selbst bei dem schlimmsten Verlust nicht vergessen werden. In ewiger Liebe und unvergessen…
Book of condolence
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Comments
Unbekannt
Comment from Dec 31, 2022

Einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein wundervolles 2023.
Unbekannt
Comment from Dec 24, 2022

Einen wunderschönen Heiligen Abend und frohe Weihnachten.
Unbekannt
Comment from Dec 18, 2022

Einen traumhaften 4. Advent.
Unbekannt
Comment from Dec 11, 2022

Einen wunderschönen 3. Advent.
Unbekannt
Comment from Dec 4, 2022

Einen tollen 2. Advent, unser Liebling.
Unbekannt
Comment from Nov 27, 2022

Einen schönen 1. Advent.
Sven
Comment from Feb 5, 2021

Ich weiß dass Ihr mich nicht sehen könnt, aber vertraut mir, ich bin immer und ich bin überall .... Obwohl ich jetzt hier oben im Himmel lebe bleibt meine Liebe zu Euch auf ewig in Eurer Nähe. So oft sehe ich Euch weinen, so oft ruft Ihr meinen Namen. Ich möchte so gern Euer Gesicht lecken, mich wie früher einfach nur ganz eng an Euch schmiegen, um so wenigstens ein klein wenig von Eurem Schmerz zu lindern. Ich wünschte, ich könnte Euch sehen lassen, dass der Himmel tatsächlich real ist. Wenn Ihr mich hier oben rennen und spielen sehen könntet, ach, um wie viel besser würdet Ihr Euch fühlen. Aber unser uns über alles liebender Gott hat mir versprochen, dass Ihr, wenn die Zeit reif ist, aus der Dunkelheit treten und mich im Licht treffen werdet.

Unbekannt
reply from Feb 11, 2021

Lieber Sven, aus tiefsten Herzen unser aufrichtiger Dank. Jens und Saskia
Sven Reich
Comment from Mar 24, 2020

Tiere verändern unser Leben für immer wenn sie zu uns kommen - und wenn sie uns wieder verlassen.
Jens und Saskia
reply from Mar 30, 2020

Wie recht Sie doch haben! Vielen Dank für Ihre Anteilnahme. Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.
Unbekannt
Comment from Mar 22, 2020

Unser lieber Schatz Alice, habe heute einen wundervollen Geburtstag mit Packo und vielen anderen lieben Wesen an Deiner Seite. Wir senden Dir unsere herzlichsten Glückwünsche. Für immer und in Liebe.
Jens und Saskia
Comment from Mar 21, 2020

Packo ist am 18. März 2020 friedlich von uns gegangen. Möge er von Alice empfangen worden sein. Wir werden Dich nie vergessen und Dich auf ewig in unseren Herzen tragen. Mache es gut kleiner Manny. Wir haben Dich sehr lieb.
Roses

Für Gina
On Mar 1, 2023

Für Gina
On Feb 28, 2023

Happy birhtday!
On Feb 11, 2023

Von Alice
On Feb 1, 2023

Von Maja
On Aug 1, 2022

Von Packo
On Aug 1, 2022