Memorial page of Scotty

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Scotty

Published on 07/26/2013 by Marcelo Strumpf

Lieber Scottychen! Du warst unser Jahrtausend-Hund. Am 31.12.1999 tratst Du – ein bezaubernder Parson Jack Russell Terrier - in unser Leben und bereichertest die Familie. Dazu zählten auch die beiden Kater Felix und Pepe, die Dich erst angifteten, doch nach einigen Tagen sahen, was für ein lieber Kerl Du bist. Aus Euch drei wurden innig zusammenlebende Tiergeschwister, mit denen Du spieltest und sogar zusammen schliefst. Du kuscheltest ja für dein Leben gerne. Nicht umsonst nannte Dich Jakob oft „meine Kuschelmaus“. Nein, Du warst kein typischer Jack Russell, der ständig Action braucht. Als wir Dich am Silvesternachmittag 1999 bei der Züchterin sahen, bliebst Du schüchtern hinten im Hundelaufstall sitzen und schautest uns mit schiefem Köpfchen und dunkelbraunen Kulleraugen an. Wir verliebten uns sofort in Dich, den süßen Jack-Russell-Welpen, den mit dem kleinen runden braunen Fleck auf dem Kopf und einem großen herzförmigen braunen Fleck an der linken Körperseite. Ja, Du hattest das Herz auf dem rechten Fleck und warst ein gemütlicher Hund, der gerne in der Sonne lag, aber auch rumtobte und nach dem Ball rannte. Du betrachtest mich als Deinen Spielkameraden und Dich selbst als meinen Beschützer. Wann immer Radfahrer oder Jogger auf mich zukamen, wurdest du fuchsteufelswild. Warst Du dagegen alleine mit Jakob unterwegs, dann konnte joggen oder radeln wer will. Klar, er war für dich der Alpha-Hund, der Boss. Und wenn wir zu dritt spazieren gingen, nannten wir Dich oft „lachender Hund“, weil es, wenn Du zu uns mit leicht geöffneter Schnauze und heraushängender Zunge von der Seite hoch schautest, so aussah, als würdest Du lächeln. Ich glaube, Du warst glücklich bei uns. Wir waren jedenfalls glücklich mit dir. Für uns warst Du 13 Jahre und 7 Monate lang der Mittelpunkt unseres Lebens. Du warst unser Kind. Ein sehr guter Kumpel und Freund. Und ein treuer Begleiter. Urlaub ohne Dich kam für uns nie in Frage. Mit sechs Monaten machtest Du Deine erste große Flugreise nach Argentinien und warst ein paar Jahre später nochmal in Buenos Aires. Du bist auch nach Sylt gefahren, an verschiedene Ostseebäder, in die Toscana, nach Meran, Innsbruck, München, Hamburg und England. Am liebsten fuhrst Du Auto oder S-Bahn, wo Du Dich gleich zusammenrolltest und einschliefst. Im Mai 2013 waren wir das zweite Mal in Cornwall, um uns von dem Schrecken zu erholen, den Du uns im Januar eingejagt hattest. Nach einer OP an deiner linken Pfote blieb nach Deinem Erwachen aus der Narkose Dein Herz plötzlich stehen. Du musstest zweimal mit Herzmassagen reanimiert werden! Wir waren so glücklich, dass Du dem Tod von der Schippe gesprungen warst, und glaubten, Dich noch mindestens zwei Jahre oder länger bei uns haben zu dürfen. Aber die uns verbleibende Zeit war kürzer: nur sechs Monate. Denn Anfang Juni wurde bei Dir ein Lebertumor diagnostiziert, der in wenigen Wochen schnell so groß wurde, dass er auf Deinen Magen drückte und Du kaum noch etwas essen konntest. Eine Operation wollten wir Dir nicht zumuten. Dir stand bald das Leiden in Deinen braunen Hundeaugen geschrieben. Du stöhntest, wenn Du Dich hinlegtest und kamst mit dem dicken Bauch kaum noch die Treppe hoch. Auf Leckerlis hattest Du kein Appetit mehr. Wir gaben Dir Astronautennahrung, damit Du nicht so schnell abmagerst. Der riesige Tumor zehrte an Dir. Du konntest kaum noch auf der Straße laufen. Das Leben wurde dir zur Last. Da wussten wir, dass wir Dir dabei helfen mussten, zu gehen. Es brach uns das Herz, die Entscheidung zu treffen und den Termin festzulegen. In der Nacht davor wolltest Du nach langer Zeit wieder bei mir im Bett schlafen. Wahrscheinlich hast Du gespürt, dass es unsere letzte gemeinsame Nacht sein würde. Der 19. Juli 2013 war ein warmer Sommertag mit blauem Himmel und Sonnenschein. Als der Tierarzt kam, nahm ich Dich in den Arm und setzte mich auf den Gartenstuhl auf der Terrasse. Ich hielt Dich wie ein Baby und streichelte über Dein ergrautes Köpfchen, während Du nach der ersten Spritze, die Dir der Doktor gab, einschlummertest. Es war ein friedlicher Moment, den ich nie vergessen werde. Dann gab ich Dir einen Kuss aufs Köpfchen und wünschte Dir eine gute Reise. Du bekamst nicht mehr mit, dass ich ins Haus ging und Jakob Dich nahm und dabei war, als Du die letzte Spritze bekamst. Eine Spritze, die Dein Herz für immer zum Stillstand brachte. Eine Spritze, die Dich von weiterem und schlimmerem Leiden bewahrte, aber uns das Herz brach. So endete Dein Leben, das am 4. Oktober 1999 begonnen hatte. Du warst 5037 Tage auf Erden, davon durften wir 4949 wundervolle Tage mit Dir teilen. Danke! In der Nacht vom 24. zum 25. Juli sah ich Dich im Traum voller Freude durch einen Garten rennen. Wolltest Du mir sagen, dass es Dir gut geht? Wir haben dich lieb, Scotty, und wünschen uns, Dich irgendwann wiederzusehen. P.S. Grüß Pepe, Felix sowie Fritz von uns!

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Comments

Daniela von den Azoren mit Kimabelura im Himmel

Comment from 05/14/2026

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Wussten Sie, dass ich manches Mal in den frühen Morgenstunden aufwache um zu kondolieren? TRAUER IST HEILIG FÜR DEN WUNDERBAREN HUND UND FREUNDE (FAMILIE) Joh 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 1Mo 7,15……Und sie (die Tiere) gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei von allem Fleisch, in dem Lebensodem war. Die Arche ist ein Bild für den Himmel Lebensodem wurde vom Schöpfergott in’s Antlitz eines jeden Lebewesens geblasen. …so atmen wir im Himmel weiter… Im Himmel ist der lebendige Gott Gott weiß wann Sie zum Glauben kommen und ER weiß wann Sie beten - auch für Ihre Tiere. So hat Gott auch für sie gesorgt, bevor Sie gebetet haben

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Tanja N.

Comment from 02/08/2016

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Ihr Beitrag hat mich sehr berührt. Meinen Kater Leo musste ich nach kurzer, schwerer Krankheit am 27.06.13 gehen lassen. Der TA kam auch zu uns nach Hause. Und auch ich hielt ihn im Arm, bis er einschlief und alle Schmerzen weg waren. Jeder Gedanke, jedes Allein sein tut so weh, aber wir müssen immer daran denken, dass unsere größten Schätze jetzt frei von Schmerzen sind. Und in unserem Herzen tragen wir sie immer bei uns! Alles Liebe und ganz viel Kraft!

Anette Kuhlmann

Comment from 02/08/2016

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Lieber Marcelo! Ich weiß genau, wie es Dir geht! Auch ich musste die Entscheidung treffen, meine geliebte Jack-Russell-Hündin gehen lassen zu müssen. Es ist die Hölle und nur wer selber ein Tier verloren hat, weiß, wie es uns dabei geht! Es erfordert Stärke, die Entscheidung zu treffen, dass man seinen Liebling nicht unnötig leiden lässt! Du kannst von Dir sagen, dass Du ein guter Halter und ein wahrer Tierfreund bist, auch wenn das nur ein schwacher Trost ist! Ich bin mir sicher, dass Dein Liebling gut im Regenbogenland angekommen und aufgenommen worden ist! Viele tröstende Grüße Anette mit ihrer unvergessenen Candy im Herzen

Arndt

Comment from 02/08/2016

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Ich weine mit Ihnen, denn ich weiß, wie weh das alles tut. Lesen Sie \"Emma und Sandro\". Beide habe ich innerhalb von drei Wochen verloren. Alles Gute für Sie, ich glaube daran, dass wir unsere \"Schätze\" irgendwann wiedersehen.

Marcelo S.

Comment from 02/08/2016

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Vielen Dank für die tröstenden Worte. @Arndt: Unfassbar, dass Sie so kurz hinterheinander von Ihren zwei lieben Hundeseelen verlassen wurden.

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